Mit dem Erwerb von E-Plus würde Telefónica Deutschland zu einem führenden Telekommunikationsunternehmen in Deutschland. Das Unternehmen hätte auf Basis der Jahresergebnisse von 2012 einen gemeinsamen Umsatz von insgesamt 8,3 Milliarden Euro.
Das Unternehmen sei gut positioniert, um eines der modernsten High-Speed-Netzwerke in Deutschland aufzubauen. Etablierte Marken, die richtige Infrastruktur für Festnetz- und Mobilfunk sowie eine große Kundenbasis sollen es dem Anbieter ermöglichen, seine Wachstumsstrategie in einem wettbewerbsintensiven Markt fortzusetzen.
Bekenntnis zum deutschen Markt
„Diese Transaktion ist ein klares Bekenntnis zum deutschen Markt. Es ist ein wichtiger Schritt in Telefónicas Wachstumsgeschichte, der uns in eine führende Position in der stärksten Volkswirtschaft Europas bringen wird“, sagt Eva Castillo, Vorsitzende des Aufsichtsrats der Telefónica Deutschland Holding AG und CEO Telefónica Europe plc. „Diese Akquisition unterstreicht die Notwendigkeit, Skaleneffekte im Markt zu erzielen sowie die Transformation zu einer nachhaltigen, lebendigen und starken Telekommunikationsindustrie in Europa voranzutreiben.“
Die Transaktion biete hohe Synergien insbesondere in Vertrieb, Kundenservice und Netzwerk sowie einen Wertzuwachs aus zusätzlichen Umsatzerlösen. Nach Abzug der Integrationskosten werden Synergien in einem Gesamtwert von 5,0-5,5 Milliarden Euro erwartet.
E-Plus wird Tochtergesellschaft
Die geplante Übernahme sieht im ersten Schritt vor, dass E-Plus eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Telefónica Deutschland wird. KPN erhält dafür 3,7 Milliarden Euro sowie einen anfänglichen Anteil an Telefónica Deutschland in Höhe von 24,9 Prozent. Die Transaktion mit KPN wird vollständig durch eine voll garantierte Kapitalerhöhung finanziert. Telefónica S.A. wird die ausgegebenen Aktien entsprechend seiner jetzigen Beteiligung an der Telefónica Deutschland zeichnen. Neue Verbindlichkeiten werden durch Telefónica Deutschland nicht aufgenommen. Damit bleibe der Verschuldungsgrad auf einem niedrigen Niveau, so der Plan.
Nach Abschluss dieser Transaktion wird Telefónica S.A. Anteile in Höhe von 7,3 Prozent von KPN erwerben. Dies führt zu folgender Beteiligungsstruktur: Telefónica S.A. wird zukünftig 65,0 Prozent und KPN 17,6 Prozent halten. Der Streubesitz wird bei 17,4 Prozent liegen.
Die Transaktion, einschließlich der Genehmigung der Kapitalerhöhung bei der Telefónica Deutschland, unterliegt der Zustimmung der Aktionäre von KPN und Telefónica Deutschland. Darüber hinaus bedarf es der Genehmigung der jeweiligen Kartell- und Aufsichtsbehörden sowie weiterer Closing-Conditions, die für eine Transaktion dieses Umfangs üblich sind. Der Abschluss der Transaktion wird Mitte 2014 erwartet.
Bildquelle: Telefonica