Neues Security Framework von IBM

Veränderte Arbeitswelt, neue Sicherheitskonzepte

Mit einem Security Framework möchte IBM Unternehmen dabei unterstützen, Sicherheitslücken zu vermeiden. Dabei basiert das Rahmenangebot auf vier Säulen: Mitarbeiter und Identitätsmanagement, Daten- und Informationsaustausch, Applikationen und Infrastrukturen.

Jorma Bork/Pixelio

Aktuelle Trends stellen neue Sicherheitsanforderungen an die Informationstechnologie, wodurch die Verantwortlichen unter enormem Druck geraten. Sie sind mit dem Schutz einiger der wertvollsten Vermögenswerte ihrer Firma betraut – Geld, Kundendaten, geistiges Eigentum und Marken. Vor diesem Hintergrund gaben mehr als die Hälfte der in einer aktuellen IBM-Studie befragten Chief Information Security Officers (CISO) Mobile Security als primäres technologisches Aufgabenfeld der nächsten zwei Jahre an. Eine Einschätzung, die von Peter Klee, Leiter IBM Security Consulting & Services geteilt wird. "Die Konvergenz von Web und Mobilität gedeiht unverkennbar. Die Bedeutung des mobilen Internets wächst rapide. Im Jahr 2013 werden voraussichtlich mehr Menschen mit mobilen Geräten ins Internet gehen, als mit einem regulären Computer", so Klee.

Der Arbeitsplatz der Zukunft wird nach Ansicht von Klee von einer neuen Generation von Mitarbeitern und ihren neuen Arbeitsmethoden geprägt. Eine stetig wachsende Vielfalt von Endgeräten, eine immer stärker teamorientierte Arbeitsweise, der wachsende Einfluss sozialer Netzwerke und – nicht zuletzt – der Wunsch jederzeit und überall auf relevante Datenbestände zugreifen zu können, sind nur einige Aspekte dieses Wandels. Cloud Computing, Mobile Business und mobile Apps verbunden mit der Nutzung von mobilen Endgeräten sowie privaten Smartphones und Tablets stehen an der Spitze einer Entwicklung, die eine neue Qualität und eine neue, ganzheitliche Herangehensweise an die IT-Sicherheit verlangt.

Die jetzt von IBM vorgestellte Vorgehensweise zielt darauf ab, Sicherheitslücken im gesamten Unternehmen zu identifizieren, zu schließen und gar nicht erst entstehen zu lassen. Ausgangsbasis hierfür ist das IBM Security Framework. Es setzt an vier zentralen Schwachstellen in den Unternehmen an: Dem oft mangelnden Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter und einem unzureichenden Identitätsmanagement, der fehlenden Sicherheit beim Austausch von Daten und Informationen, bei Anwendungen und Prozessen sowie im Bereich der IT- und physischen Infrastruktur. In Deutschland konzentriert sich Big Blue nach eigenen Angaben auf Sicherheitskonzepte für Unternehmen (Professional Services), auf den Betrieb von Sicherheitsinfrastrukturen (Managed Security Services), die Sicherheit von mobilen Endgeräten sowie auf Sicherheit bei Cloud Computing und strategischem Outsourcing.

Mobile Security ist mehr als Device-Management

Die Sicherheit beim Einsatz mobiler Geräte ist – nicht zuletzt im Hinblick auf Bring Your Own Device (BYOD) – von zentraler Bedeutung. „Mobile Security ist mehr als Device Security", macht Peter Klee die hohe Komplexität von Sicherheitsstrategien für die mobile IT-Nutzung deutlich. Die von dem Anbieter entwickelten und jetzt angebotenen Lösungskomponenten decken unterschiedliche Risikokomplexe ab. Dazu zählen der Schutz von Daten auf unbeaufsichtigten, verloren gegangenen oder gestohlenen mobilen Endgeräten genauso, wie der Schutz vor Spyware und Viren auf mobilen Endgeräten. Auch die Aufdeckung von Gefahren, ausgelöst durch Insider, wie beispielsweise die unbefugte Datenweitergabe wird adressiert. Abgerundet wird das Angebot mit dem Einsatz von Verschlüsselungstechnologien für die Verbindung zwischen Endgerät und Unternehmensnetzwerk.

Als weiteren Schwerpunkt haben die Experten die Netzwerksicherheit identifiziert, die insbesondere beim Cloud Computing eine wichtige Rolle spielt. IBM entwickelt hier nach eigenen Angaben komplette Firewall- sowie Intrusion-Detection- und Prevention-Konzepte, bietet Security Event & Information Management (SIEM) sowie Netzwerkauthentisierungs-Tools und VPN. Spezielle Designservices sollen zudem die Entwicklung von sicheren, flexiblen und kostengünstigen Netzwerkumgebungen unterstützen, Implementierungsservices die Integration und Implementierung von komplexen Netzwerk Upgrades erleichtern.

Anstatt nur auf sicherheitsrelevante Ereignisse zu reagieren, wird sich die Rolle des CISO nach Meinung von IBM mehr in Richtung intelligentes und ganzheitliches Risikomanagement verschieben – von der „Brandbekämpfung“ hin zur Antizipation und Vermeidung von Problemen, bevor diese eintreten. „Das Security Framework hilft, die Herausforderungen an IT-Sicherheit mit Kosten, Komplexität und Compliance strukturiert anzugehen“, so Peter Klee.

www-935.ibm.com/services/de/de/it-services/security-services.html

www.instituteforadvancedsecurity.com

Bildquelle: Jorma Bork/Pixelio

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