Digitalstrom und Microsoft bauen offenen Cloud Marktplatz

Vernetztes Zuhause

Digitalstrom will intelligentes Wohnen allen Haushalten zugänglich machen – das gilt auch für den Linux Pinguin. Die Idee realisiert das deutsch-schweizer Unternehmen jetzt mit Windows Azure. Serviceanbieter wie Pflegedienste und Sicherheitsfirmen oder Hersteller von elektrischen Geräten erhalten so eine Plattform für smarte Services.

Eine chipbasierten Lüsterklemmen von Digitalstrom

Digitalstrom vernetzt die Linux-Schalteinheit im Sicherungskasten eines Smart Home mit der Microsoft Cloud. Intelligentes Wohnen soll so zu einer Geschäftsidee für die lokale Wirtschaft von Amsterdam über Münster bis Zürich werden. Einrichtungen für betreutes Wohnen, Online-Shops und Sicherheitsfirmen finden auf der Plattform, die auf Windows Azure basiert, einen Marktplatz, der sie über Apps direkt mit den Bewohnern und ihren Bedürfnissen verbindet. Für Feuerschutz und Panikknöpfe oder die Unterstützung des Kunden beim Einkaufen lassen sich elektrische Geräte intelligenter über das bestehende Stromnetz verknüpfen und mit dem Endgerät der Wahl steuern.

Bis vor kurzem war das smarte Zuhause mit intelligenten Services ein Zukunftsszenario für technikaffine Häuslebauer und investitionsfreudige Individualisten. Ändern sollen das die chipbasierten Lüsterklemmen von Digitalstrom, die optisch einem Lego-Baustein gleichen. Sie verbinden sich mit der vorhandenen Linux-Schalteinheit in den Sicherungskästen. Über die Anbindung an die Microsoft Cloud-Plattform erhalten Bewohner jetzt Zugang zu einem unbegrenzt wachsenden Marktplatz an Dienstleistungen fürs häusliche Wohngefühl, auf den sie von überall zugreifen können.

Der offene Plattformansatz sorgt dafür, dass sich die Bewohner mit ihrer Linux-Schalteinheit und die lokalen App-Partner mit ihren Services auf dem Marktplatz treffen können. Für Pflegedienste, Energieportale oder Sicherheitsfirmen soll die Cloud so neue Möglichkeiten eröffnen: Sie können über eine App auf der Plattform Zusatzservices wie Panikknöpfe, Energiemanagement und Feueralarm für die Bewohner anbieten.

„Eine wirklich intelligente Vernetzung sollte so weiterentwickelt werden können, dass mir mein Smartphone sagt, welches Leuchtmittel ich im Baumarkt für welche Fassung zu Hause benötige“, erklärt Martin Vesper, CEO der Aizo AG und verantwortlich für das Digitalstrom-Geschäft. Das Szenario realisiert der Anbieter mit Unterstützung von Microsoft. Dazu nutzt das deutsch-schweizer Unternehmen mit Sitz in Wetzlar und Zürich eine zentral erreichbare Plattform. „Diesen offenen Plattformansatz, der unseren Kunden und Geschäftspartnern die Möglichkeit gibt, fortwährend von neuen Smart Home Services zu profitieren, haben wir auf Windows Azure gefunden“, so Vesper weiter. „Eine Anbindung an Microsoft fordert nicht, dass wir unsere Systeme anpassen müssen, sondern Microsoft passt sich hundertprozentig unseren Bedürfnissen und Gewohnheiten an und integriert die Linux Komponenten nahtlos“, so Vesper.

„Teil unseres Geschäftsmodells ist es, unterschiedliche Branchen aus den Bereichen Pflege und Sicherheit, Wetterdienste oder auch den Gärtner zu beteiligen.“ Diese können über verschiedenste Kontaktpunkte – vom simplen Anruf bis zur eigenen App – individuelle Dienste für ihre Kunden vor Ort anbieten. An die Cloud-Plattform stellt dies den Anspruch, auch vor plötzlichen Auslastungsspitzen gewappnet zu sein und entsprechend nahtlos zu skalieren. „Mit der flexibel skalierbaren Cloud-Architektur haben wir uns für die anstehende Internationalisierung unseres Smart Home Standards aufgestellt“, fügt Vesper hinzu.

www.digitalstrom.com

www.microsoft.de

Bildquelle: Digitalstrom

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