Gute Geschäfte dank weltweiter Verbindung
Bei der Auswahl ihres Netzwerkanbieters zählen dabei für viele Unternehmen in erster Linie die Kosten. Doch angesichts der Tatsache, dass komplette Produktivprozesse ins Internet gewandert sind und ein Netzwerkausfall schnell ganze Abteilungen oder Standorte lahmlegen kann, ist das zu kurz gedacht. Denn was passiert im Falle einer Störung? Der starre Fokus auf Preise und Vertragsstrafen verstellt oft den Blick auf das eigentliche Ziel: gute Geschäfte durch gute Anbindung, ohne schmerzhafte Ausfälle. In die Entscheidungsfindung müssen also weitere Aspekte einfließen: Was ist bei Lieferverzug? Wie sehen die Kommunikationswege im Störungsfall aus? Wie reagiert der Netzwerkprovider auf veränderte Anforderungen? Versagt der Anbieter in diesen Bereichen, kann dies schnell Kosten verursachen, die ein Mehrfaches dessen betragen, was das Unternehmen mit einem auf den ersten Blick günstigen Vertrag einzusparen glaubt.
Ein idealer Geschäftspartner zeichnet sich durch aktive Beratung und Transparenz aus. Dies ist gegeben, wenn sich ein fester Ansprechpartner der Anliegen der Kunden annimmt, auf Wunsch aktiv berät und jederzeit ansprechbar ist. Dazu gehört aber auch, dass beim Netzdienstleister ein mit dem Kunden vertrautes Team bereitsteht, das im Bedarfsfall maßgeschneiderte Lösungen entwickelt, den Kunden über Schwierigkeiten informiert und durch effektives Projektmanagement dafür sorgt, dass alle Fragen rechtzeitig geklärt werden. Angesichts der agileren Strukturen können Kunden bei kleineren, auf Geschäftskunden spezialisierten Netzdienstleistern kürzere Aufschaltzeiten erwarten als bei schwerfälligen großen Anbietern.
Zu gutem Service gehört es auch, dass der jeweilige Ansprechpartner sich beim Kunden meldet, sollten beispielsweise Verzögerungen oder Störungen auftreten. Noch besser ist es, wenn der Netzdienstleister durch eine zentrale Überwachungsstruktur dafür sorgt, dass seine Fachkräfte Fehler vorausschauend beheben – noch bevor Kunden sie zu spüren bekommen und Arbeitsabläufe gestört werden. Für Unternehmen stellt sich zudem die Frage, ob ihr Anbieter seine Prozesse und Strukturen so organisiert hat, dass kein zusätzlicher Aufwand für Administration und Problembehandlung entsteht.
Die Zahl der Netzwerkdienstleister, die über eine selbst gemanagte kontinente- und weltumspannende Infrastruktur verfügen, ist überschaubar. Entscheidet sich ein international agierendes Unternehmen jedoch für einen solchen Netzdienstleister, kann es davon profitieren, dass es nicht für jedes einzelne Land einen Anbieter suchen und verschiedene Leistungen zusammentragen muss. Es hat einen zentralen Ansprechpartner für die Anbindung sämtlicher Standorte.
Netzdienstleister, die darüber hinaus weltweit mit einer Vielzahl lokaler Anbieter zusammenarbeiten, um die „letzte Meile“ bis ins Gebäude des Kunden bereitzustellen (also den von Drittanbietern zugemieteten letzten Abschnitt der Leitung), können ihren Kunden zudem meist verschiedene Serviceoptionen anbieten. Damit ist der Unternehmenskunde frei, das für jeden Standort beste Angebot bezüglich Preis und Redundanz zu wählen.
Ob die Leistungen, die in den Service Level Agreements (SLA) zugesagt sind, eingehalten werden, sollte für den Kunden selbst überprüfbar sein, möglichst jederzeit. Am einfachsten lässt sich das durch ausführliche, regelmäßige Auswertungen zu den wichtigen Kennzahlen wie Verfügbarkeit oder Datenströme realisieren – am besten über ein Portal, auf das der Kunde jederzeit zugreifen kann. Im Idealfall kann er dort auch den Status eingereichter Störungsmeldungen, die Vertragsdokumente sowie die SLAs einsehen. Für den Fall, dass nicht alle involvierten Mitarbeiter alles sehen dürfen, sollten sich weitere Zugänge mit frei wählbaren Berechtigungen einrichten lassen. Dabei kann der Kunde jederzeit selbst überwachen, ob der Dienstleister die vereinbarten Leistungen auch erbringt. Unternehmen, die großen Wert auf die Zuverlässigkeit ihrer Internetanbindung und ihres Firmendatennetzes legen, sollten nur Partner in die engere Auswahl aufnehmen, die über ein eigenes Datennetz verfügen, das Länder und Kontinente über verschiedene Routen verbindet.
Der Vorteil: Selbst wenn eine Verbindung ausfällt, kann der Datenverkehr weiterfließen. Ein solcher Anbieter hat auch die volle Kontrolle darüber, welche technischen Maßnahmen er zur Sicherung der Datenströme ergreift. Basiert das Datennetz überdies auf einer modernen und homogenen Hard- und Software, behält der Betreiber auch über ein großes Netz noch den Überblick und kann es effizient überwachen bzw. betreiben. So hat er direkten Einfluss darauf, welchen Weg die Daten nehmen, und er kann sicherstellen, dass sie immer auf dem besten Weg von A nach B gelangen, denn der kürzeste Weg muss nicht notwendigerweise der beste sein.
Verfügt der Netzdienstleister zudem noch über direkte Anbindungen an die Rechenzentren großer Cloud-Anbieter, können die Kunden von einer geringen Latenz (Verzögerung) bzw. der Abwesenheit hoher Latenzschwankungen profitieren. Für datenintensive Echtzeitkommunikation, wie etwa Videokonferenzen, sollte der Netzbetreiber außerdem die Bevorzugung einzelner Anwendungsdaten ermöglichen – denn bei solchen Systemen fallen Verzögerungen durch Latenzschwankungen besonders schnell auf und wirken besonders störend.
Bildquelle: Thinkstock/iStock