Talanx möchte die unterschiedlichen Bestandsverwaltungssysteme vereinheitlichen.
Auf den Produktivstart im September 2011 folgte eine Stabilisierungsphase, die inzwischen ebenfalls erfolgreich abgeschlossen wurde. Mit der Software möchte der Konzern seine unterschiedlichen Bestandsverwaltungssysteme vereinheitlichen. Dr. Thomas Noth, Mitglied des Vorstandes und CIO bei Talanx, erklärt: „Wir brauchen schlanke und einheitliche Geschäftsprozesse, um auf künftige Markt- und Kundenanforderungen schneller zu reagieren und somit im umkämpften Versicherungsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Standardsoftware der SAP unterstützt uns dabei, dieses Ziel zu erreichen.“
Die Einführung der Anbieterlösung hat Anfang 2010 begonnen – der erfolgte Produktivstart der Systeme für die Haftpflicht- und Hausratsversicherung im September 2011 markiert dabei einen Meilenstein. Dieser wurde nicht nur innerhalb des gesetzten Zeit- und Kostenrahmens erreicht, sondern der ursprüngliche Plan sogar übertroffen. Eigentlich sollte Policy Management im ersten Schritt nur für das Neugeschäft der Haftpflichtversicherungen eingeführt und die über 500.000 bestehenden Verträge aus dem Altsystem in das SAP-System migriert werden. Zusätzlich soll nun das Neugeschäft für die Hausratsversicherung mit der neuen Software bearbeitet werden, die Migration dieser Altverträge sei für das kommende Jahr vorgesehen. Für das erste Halbjahr 2012 sei ebenfalls geplant, alle Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherungssparten im SAP Policy Management abzubilden. Zudem soll das erste Altsystem abgeschaltet werden. Bis Ende 2013 sollen dann alle Altsysteme in diesem Bereich durch die neue Software abgelöst worden sein.
Durch die Integration von SAP-Software in die bestehende IT-Landschaft aus Eigenentwicklungen und Drittsystemen soll die Versicherungsgruppe ihre Geschäftsprozesse effizient und durchgängig steuern können. Zukünftig wird sie ihre Versicherungsangebote spartenübergreifend und damit bei gleichzeitig geringeren Kosten flexibler gestalten können, heißt es. So sollen auch Bündelprodukte, also umfassende Pakete aus verschiedenen Einzelversicherungen, abgebildet werden können. Der Einsatz von SAP Policy Management soll mit seinen automatisierten Prozessen eine schnellere Bearbeitung der Verträge unterstützen und eine größere Kundenzufriedenheit ermöglichen. Laut Anbieter kann der Versicherungskonzern neue Produkte und Tarife schneller entwickeln und einführen. Auch die Mitarbeiter sollen zukünftig davon profitieren: Sie müssen dann nicht mehr zwischen verschiedenen Softwareanwendungen wechseln, sondern können die unterschiedlichen Versicherungsprodukte in einer einheitlichen IT-Anwendung bearbeiten, heißt es weiter.
„Das Projekt mit der Talanx-Gruppe ist ein Beispiel dafür, wie sich die konsequente Branchenausrichtung der SAP für alle Seiten bezahlt macht. Talanx nutzt unsere Standardsoftware für ihre strategische Neuausrichtung und kann damit für ihre eigenen Kunden schneller und effizienter werden“, sagt Jim Hagemann Snabe, Co-Vorstandssprecher der SAP. „Uns hingegen hilft der beständige Austausch mit der Talanx, unser Lösungsportfolio für Versicherungen weiterzuentwickeln.“
Bildquelle: © Talanx