Sichere Cloud-Services sind gefragt
IT-DIRECTOR: Herr Genetzky, welche Standards für Cloud-Services haben sich hierzulande inzwischen flächendeckend etabliert?
V. Genetzky: Eine flächendeckende Etablierung von echten Standards für Cloud-Services ist derzeit nicht zu beobachten. Es ist allerdings so, dass beispielsweise Open Stack als Architekturansatz oder SAML als Authentifizierungsframework in vielen Anwendungsfällen zum Einsatz gelangen, sodass man derzeit eher von einer Tendenz zu Quasi-Standards sprechen kann.
IT-DIRECTOR: Wie gestaltet sich die konkrete Nachfrage der Anwenderunternehmen und -organisationen nach Cloud-Standards?
V. Genetzky: Anwenderunternehmen und -verbände fordern klare rechtliche Rahmenbedingungen und Zusicherungen im Hinblick auf Funktionalität, Sicherheit und Interoperabilität.
IT-DIRECTOR: Welchen Stellenwert besitzen Initiativen wie „Cloud-Services made in Germany“ oder „Trusted Cloud“?
V. Genetzky: Das Technologieprogramm „Trusted Cloud“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erarbeitet Lösungen für innovatives, sicheres und rechtskonformes Cloud Computing. Hierbei werden insbesondere auch die oben erwähnten Aspekte Funktionalität, Sicherheit und Interoperabilität adressiert.
IT-DIRECTOR: Wie wird sich „Trusted Cloud“ weiterentwickeln? Welche Ziele wollen Sie künftig umsetzen?
V. Genetzky: Das Trusted-Cloud-Programm dient als Nukleus des derzeit entstehenden „Kompetenznetzwerks Trusted Cloud“. In diesem Kompetenznetzwerk werden Anwender und Anbieter einerseits ein Regelwerk für vertrauenswürdige Cloud-Dienste erarbeiten und andererseits Orientierungswissen zu diesen Fragestellungen speziell für den Mittelstand publizieren.
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