Vor allem IT-Führungskräfte nutzen Privatgeräte
"Consumerization" oder "Bring Your Own Device" sind zwei Bezeichnungen für deutliche Trends in den Unternehmen, auch in Deutschland. Doch nicht alle Mitarbeiter folgendem diesem Trend gleichermaßen.
Vor allem Führungskräfte aus der IT nutzen private Geräte und Anwendungen auch für berufliche Zwecke. Laut einer aktuellen Studie von techconsult im Auftrag von Microsoft nutzen fast 90 Prozent von ihnen private IT-Geräte bei der Arbeit und mehr als 50 Prozent private Anwendungen.
In anderen Bereichen fällt die Verbreitung der "Consumerization" stark ab. So nutzen nur 78 Prozent der Führungskräfte in Außendienst und Vertrieb Privatgeräte und 34 Prozent private Anwendungen. Trotzdem ist der Anteil an Vertriebsleitern, die im täglichen Arbeitsleben durch "Bring your own" profitieren, mit 89 Prozent überdurchschnittlich hoch.
Und auch hinsichtlich der Motivation stehen sie mit 75 Prozent an erster Stelle, denn gerade in ihrer Position spielen die Erreichbarkeit und der orts- und zeitunabhängige Zugriff auf Daten und Dokumente eine überdurchschnittlich große Rolle.
"Die Ergebnisse zeigen deutlich, 'Bring your own' stellt einen wichtigen Baustein für Produktivität und Motivation dar und wird in der Führungsebene vieler Unternehmen bereits umgesetzt und gelebt", sagt Verena Bunk, Analystin bei techconsult GmbH.
"Jedoch zeigt sich auch, dass nicht alle Bereiche gleichermaßen profitieren. Obwohl vor allem die Vertriebsleiter die Vorteile erkannt haben, stehen sie bei der Nutzung von 'Bring your own' nicht an erster Stelle." Und auch hinsichtlich der Unterstützung seitens des Unternehmens sind die Vertriebsleiter im Machteil.
Im Gegensatz zu IT-Managern (53 Prozent) und kaufmännischen Leitern (28 Prozent) beteilige sich nur bei 15 Prozent der befragten Vertriebsleiter ihr Unternehmen auch monetär in Form von Übernahme der Geräte- oder Mobilfunkkosten.
Die Studie überprüfte auch die Verbreitung von speziellen Unternehmensrichtlinien als Grundlage einer "Bring your own"-Strategie. So gaben zwei Drittel der Befragten an, dass ihr Unternehmen Richtlinien definiert hat, sowohl was das Arbeiten mit privaten Geräten als auch mit privater Software betrifft.
"Unternehmensrichtlinien, die die Nutzung von 'Bring your own' festlegen und regulieren, sind Grundvoraussetzung für eine funktionierende Consumerization of IT-Strategie, die nicht nur auf das Papier gehören. Sie müssen von jedem im Unternehmen auch gelebt werden", sagt Thomas Schröder, Geschäftsführer Großkunden und Partner, Microsoft Deutschland GmbH.
"Die entscheidenden Punkte sind dabei vor allem Compliance und Sicherheit. Genau hier sind wir als IT-Anbieter in der Pflicht. Unsere Aufgabe ist es, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln und anzubieten, die zum einen die Vorteile des neuen Trends aufgreifen und zum anderen die Sicherheit bietet, die Unternehmen benötigen."
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