17.05.2017 Chinesische Konsumenten im Fokus

Warum Bosch mit Alibaba kooperiert

Die Bosch-Gruppe geht eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba ein, um die Zusammenarbeit beim Big-Data-basierten Marketing, Internet der Dinge (IoT) und Omnichannel-Handel zu stärken.

Bosch und Alibaba kooperieren

Die Bosch-Gruppe geht eine strategische Partnerschaft mit Alibaba ein.

Bosch hat sein erstes Verkaufsbüro in China bereits 1909 eröffnet und verkauft seit 2010 direkt an chinesische Konsumenten über die beliebte Alibaba B2C-Webseite Tmall. Bosch betreibt vier Flagship Stores auf Tmall und vertreibt darüber Haushaltsgeräte, Elektrowerkzeuge, Automobilzubehör und -services sowie Heizungs- und Kühlungsanlagen. Aufgrund der großen Produktvielfalt stand Bosch in China einem geringen Markenbekanntheitsgrad gegenüber.

Die strategische Partnerschaft soll sich über verschiedene Bereiche Alibabas erstrecken, wie Internet of Things, Cloud Computing und das R&D-Team „Künstliche Intelligenz“, um vernetzte, smarte Geräte zu entwickeln.

China ist der zweitgrößte Markt für Bosch außerhalb Deutschlands und der größte Wachstumstreiber. Im Jahr 2015 trugen die Verkäufe in China 57,8 Prozent zu den Gesamtverkäufen im asiatisch-pazifischen Raum bei, und 15,8 Prozent zu den globalen Gesamtverkäufen.

2016 stieg der Brutto-Warenumsatz (GMV) von Bosch auf Tmall um 60 Prozent auf über zwei Milliarden RMB (290 Million US-Dollar). Im vergangenen Jahr verkaufte sich ein Bohrmaschinenmodell über 130.000 Mal und war damit das meistverkaufte Produkt im Bereich Elektrowerkzeug auf Tmall.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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