08.03.2017 Additive Fertigung beim Automobilhersteller

Warum Daimler auf Ricohs 3D-Drucker setzt

Daimler ist der neueste Anwender von Ricohs erstem unter eigener Marke auf den Markt gebrachten 3D-Drucker, dem AM S5500P. Das Polymersinter-Produktionssystem für additive Fertigung (Additive Manufacturing, kurz AM) soll zukünftig das Rapid Prototyping des Unternehmens durch die Verarbeitung fortschrittlicher Materialien vorantreiben.

Ricoh AM S5500P

Der 3D-Drucker AM S5500P wurde entwickelt, um den spezifischen Bedürfnissen von Unternehmen im Bereich der innovativen Fertigung Rechnung zu tragen.

Zusätzlich zu den gängigen Polymeren wie PA11 oder PA12 kann der AM S5500P auch die universell anwendbaren und hochfunktionalen Materialien Polypropylen (PP) sowie Polyamid 6 (PA6) verarbeiten, was besonders in der Automobilindustrie von strategischer Bedeutung ist. Denn dadurch ist Daimler in der Lage, nicht nur Automobilteile auf Nachfrage zu produzieren, sondern kann die Fähigkeiten des Druckers auch für die Entwicklung neuer Anwendungen einsetzen. Neben der Installation des Systems wird Ricoh auch Schulungen durchführen und eng mit den Daimler-Ingenieuren zusammenarbeiten, um die kontinuierliche Innovationsarbeit zu unterstützen.

Technische Fakten zum 3D-Drucker AM S5500P:

  • Modellgröße von 55 x 55 x 50 cm
  • Fortschrittliche Hitzeregulierung (der Drucker ist in der Lage, Temperaturgradienten klein zu halten, was den Druck von PP- und PA6-Materialien ermöglicht)
  • Acht Infrarotlampen plus einen von allen sechs Seiten erwärmbaren Druckraum (wobei die thermischen Gradienten auf ein Minimum reduziert werden)
  • Duale Pulververteilung
  • Hohe Zuverlässigkeit (entwickelt zur Produktion)

Bildquelle: Ricoh

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