Homogene Systemkopien

Was man heute kann besorgen …

Systemkopien mit ihrem enormen manuellen und zeitraubenden Aufwand gehören zu den eher ungeliebten Aufgaben der IT-Verantwortlichen. Wenn aus Zeit- und ­Ressourcengründen keine Systemkopien auf das Qualitätssicherungssystem über­tragen werden, ist die Störung des Produktivsystems – früher oder später – dann schon vorprogrammiert.

Kalender, Bildquelle: iStockphoto.com/peepo

SAP-Landschaften umfassen neben den Produktivsystemen auch Quality-Assurance-, Test- und andere Staging-Systeme. Für den angemessenen und konsistenten Test und die Abnahme von Änderungen in Programmen und Prozessen empfiehlt SAP mit der „homogenen Systemkopie“ eine spezielle Vorgehensweise, um solche nicht produktiven Systeme mit aktuellen Daten aus dem Produktivumfeld zu versehen. Das heißt, für die Quality-Assurance-Systeme (QA) müssen regelmäßig – ausgehend von der Produktivumgebung  – Systemkopien angefertigt werden.

Je größer die Systeme und komplexer die SAP-Umgebungen sind, desto aufwendiger wird die Durchführung einer homogenen Systemkopie. Allein die Durchführung respektive die Durchlaufzeiten können einige Tage in Anspruch nehmen, wobei auch personelle und technische Ressourcen blockiert werden. Allein die Checkliste von SAP umfasst mehr als 100 Prüfpunkte.

Tickende Zeitbomben

Da viele Anwender diesen Aufwand scheuen, ist so manches QA-System veraltet – denn neue Entwicklungen im System würden mit veralteten Daten getestet. Damit wäre nicht sichergestellt, dass die entwickelten Funktionen auch das richtige Ergebnis liefern. Die anscheinenden fehlerfreien Funktionen würden dann in ein Produktivsystem mit aktuellen Daten übertragen. Dabei kann es zu bösen Überraschungen kommen. Um diese tickende Zeitbombe auszuschließen, sollten die QA-Systeme regelmäßig aktualisiert werden. 

Mittlerweile sind einige Softwaretools für Systemkopien auf dem Markt. Die spezielle Architektur des IBM System z und die Besonderheiten der im Betriebssystem integrierten DB2-Datenbank sowie der spezifischen Applikationen stellen für die Entwickler von Systemtools jedoch eine Herausforderung dar. Gelöst wird diese Herausforderung beispielsweise mit Libelle System Copy (LSC), das auch DB2 auf System z in der Checkphase und in der Pre- und Postphase durch vordefinierte Templates unterstützt. 

Zur Anpassung an das Kundensystem ist ein einmaliger Aufwand notwendig, bei dem jedoch die Systemlandschaft so gut untersucht wird, dass die Systemkopie und jede weitere mit einem einfachen Befehl ausgeführt wird. Zudem umfasst die Lösung eine Ablaufsteuerung, vordefinierte Systemeinstellungen und die Zusammenstellung der entsprechenden Tabellen, Dateisysteme, Lizenzdaten und Access-Control-Listen. Die bestehende SAP-Umgebung wird durch die Konfiguration von LSC nicht verändert. Neue Technik oder spezielle Laufzeitumgebungen werden für den Einsatz nicht benötigt. Das Tool lässt sich von der Administratorkonsole sowie von Remote-Arbeitsplätzen aus steuern. Im Zuge der Automatisierung optimiert die Lösung die einzelnen, gekapselten Tasks. So werden die Durchlaufzeiten beispielsweise durch eine Parallelverarbeitung erheblich verkürzt. Durch die Automatisierung der administrativen Prozesse werden personelle Ressourcen frei für komplexere Aufgaben in der Betreuung von SAP-Landschaften.

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