10.02.2017 Automatisierung mit Knapp

Wie Edeka sein Leergut managt

Knapp Systemintegration, Spezialist für Gesamtlösungen im Bereich Food Retail und Leergut-Management innerhalb der Knapp-Gruppe, erhält einen weiteren Auftrag der Edeka Südwest. Bereits 2015 ging die erste Leergutsortieranlage am Standort Heddesheim in Betrieb.

Vollautomatische Leergutsortierung bei Edeka

Schnelldrehende A-Artikel werden vollautomatisch auf zwölf Sortierbahnen sortiert. Eine zusätzliche Abzugsstrecke zum neuen Palettierroboter wird erstellt.

Um das wachsende Leergutaufkommen auch in Zukunft abwickeln zu können, wird die bestehende Anlage bis Sommer 2017 erweitert. Am hochautomatisierten Getränkelogistikstandort Heddesheim erfolgt zusätzlich die Bearbeitung des gesamten Leerguts von bis zu 600 Einzelhändlern.

Aufgrund der ständig wachsenden Sortenvielfalt im Getränkebereich und dem konstant hohen Mehrweganteil entschied sich Edeka Südwest für ein professionelles Leergut-Management – und zwar die Leergutsortierlösung RMS (Reusables Management Solution). Die semiautomatische Anlage bietet für jeden Artikel und Prozessschritt den optimalen Automatisierungsgrad, heißt es. Als zentrale Gebindeverwaltungssoftware komme KiSoft RCS zum Einsatz. Sie sei für den komplexen Materialfluss, die Verwaltung des Leerguts und die filialgenaue Verbuchung der Ware zuständig. Für die Identifikation der rund 600 verschiedenen Gebindearten werde elektronische Bilderkennungstechnologie eingesetzt. Das patentierte Abzugsshuttle, automatische Palettierroboter sowie Behälter-, Paletten- und Rollbehälterfördertechnik für den Transport komplettierten das System. Die Lösung wurde auf zwei Ebenen umgesetzt – diese werden mit einer Spiralfördertechnik miteinander verbunden.

Bereits bei der Konzeption der ursprünglichen Lösung wurden Erweiterungsmöglichkeiten berücksichtigt – nun wurde Knapp für deren Realisierung wieder beauftragt. 5.700 Kästen pro Stunde sollen ab Sommer 2017 die erweiterte Anlage durchlaufen, dies entspricht mehr als 21 Millionen Kästen im Jahr. Dafür wird der Anbieter neben zusätzlicher Paletten- und Spiralfördertechnik sowie Pufferstrecken auch zwei weitere manuelle Depalettierstationen inkl. Pfandwerterkennungssysteme installieren. Eine zusätzliche Behälterfördertechnik mit Logoerkennungssystem soll das erhöhte Leergutaufkommen auf die verschiedenen Sortierbereiche aufteilen. Für die schnelldrehenden A-Artikel, die vollautomatisch auf zwölf Bahnen sortiert werden, wird der Anbieter eine zusätzliche Abzugsstrecke realisieren, die zum neuen Palettierroboter führt. Die mitteldrehenden B-Artikel werden in ergonomischer Weise in einem Durchlaufregal mit 100 Bahnen manuell sortiert und mithilfe eines Abzugsshuttles automatisch aus den Regalen abgezogen und dem Palettierroboter zugeführt. In Zukunft soll ein zweites Abzugsshuttle im Einsatz sein. Aus Redundanzgründen werde von diesem Bereich aus zusätzliche Fördertechnik zum neuen Palettierroboter führen. Außerdem erfolgen Anpassungen im Warenausgang sowie in der Software, heißt es.

Ein besonders wichtiger Faktor für den Auftraggeber ist die Transparenz hinsichtlich aller Prozesse. Von der Leergutannahme bis zur Abholung durch den Produzenten sind durch die Leergutlösung sämtliche Schritte transparent – zeitnahe und exakte Gutschriften der Pfandwerte an die Einzelhändler sollen garantiert sein.

Bildquelle: KANIZAJ Marija-M. | 2016 für Knapp AG

©2017 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH