21.04.2017 Axa eröffnet Data Innovation Lab

Wie in Köln die Versicherungen der Zukunft entstehen

In Köln eröffnet der französische Versicherungskonzern Axa nun sein weltweit drittes Data Innovation Lab. In seinen Innovationszentren feilt der Anbieter an der Versicherung der Zukunft mit Fokus auf einer konsequenten Kundenzentrierung.

Data Innovation Lab der Axa Deutschland

In Köln eröffnet der Versicherer Axa nun sein weltweit drittes Data Innovation Lab.

Bei Axa Deutschland soll das neu gegründete Data Innovation Lab dabei helfen, Kundenbedürfnisse früher zu erkennen, Beziehungen zu Kunden zu vertiefen und effizienter zu arbeiten. Das Lab versteht sich als Begegnungsfläche für Analytik, in der unternehmensübergreifend Ideen ausgetauscht werden können. Die Mitarbeiter sollen sich dort mit der Frage beschäftigen, wie Innovationen aus den Bereichen Big Data, Künstliche Intelligenz (KI), User Experience oder Machine Learning in die Welt des Versicherers übertragen werden können.

Die technologische Herzkammer

Das Innovationszentrum ist gleich in zwei Vorstandsbereichen verankert. Finanzvorstand Nils Kaschner soll mit Chief Data Officer Tino Hermanns für die passende Dateninfrastruktur sorgen. Astrid Stange, Vorstand Strategie und Personal, habe mit Roland Scharrer als Chief Data Scientist währenddessen datengetriebene Innovationen und Datenstrategien im Blick – immer mit dem Ziel, kontinuierlich Smart-Data-Initiativen zu identifizieren, zu testen und zu implementieren.

„Eine Versicherung besteht im Kern aus Daten und Modellen. Das Data Innovation Lab ist eine technologische Herzkammer des Unternehmens“, so Stange. Und weiter: „Durch moderne Technologien werden Vorteile möglich, die noch bis vor wenigen Jahren unvorstellbar waren. Das wollen wir unseren Kunden keinesfalls vorenthalten, vielmehr möchten wir digitaler Vorreiter sein und die Versicherung der Zukunft mitgestalten.“ Laut Kaschner geht es dem Versicherer gleichzeitig auch „um den verantwortungsvollen Umgang mit Daten“.

Interdisziplinäre Teams, agile Methoden

Die Zusammenarbeit bei Axa wird interdisziplinärer, die Kommunikation vernetzter und die Strukturen flexibler, heißt es aus Konzernkreisen. Dies soll sich auch beim Blick in das Data Innovation Lab erweisen: So verzichtet man auf große Projektteams und feste Strukturen und setzt stattdessen auf agile Methoden. In gläsernen Besprechungsräumen und auf der offen gestalteten Bürofläche arbeiten Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Konzernbereichen in interdisziplinären Teams: Je nach Projektanforderung arbeiten neben Data Scientists, Data Engineers und Entwicklern auch Experten aus Konzernentwicklung, Produktmanagement, IT und den Aktuariaten. Die Projektanforderungen werden eng durch die Abteilungen Datenschutz sowie Informationssicherheit begleitet.

Neben dem Data Innovation Lab gibt es seit 2014 den Innovation Campus und seit 2015 das Transactional Business. Der Innovation Campus soll Start-ups in allen Entwicklungsphasen mit Kapital, Kooperationsmöglichkeiten oder Versicherungsschutz unterstützen. Mit Transactional Business will Axa Deutschland sein Geschäftsmodell derart weiterentwickeln, dass es veränderten Kundenerwartungen an digitaler Kommunikation und Interaktion besser Rechnung trägt. Wie ein hausinternes Start-up entwickelt ein zehnköpfiges Team mit Methoden wie Design Thinking neue Lösungen, die über das klassische Versicherungsgeschäft hinausgehen. Die Innovationseinheit hat innerhalb kurzer Zeit konkrete Lösungen wie die Begleit-App WayGuard auf den Weg gebracht.

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