Wer als IT-Verantwortlicher sicher ist, die Vorteile der Cloud-Technologie zu kennen und seine Geschäftsführung davon überzeugen möchte, benötigt handfestes Zahlenmaterial zum wirtschaftlichen Nutzen. Aus Sicht der Finanzabteilung sollte die Cloud dazu beitragen, die Kosten für den IT-Betrieb zu senken, während sich das Management eine höhere Effizienz der Mitarbeiter wünscht. Aber auch schnell wachsende Unternehmen können plötzlich vor der Herausforderung stehen, dass die bestehenden Rechnerkapazitäten nicht mehr ausreichen. Soll die IT nun die internen Server erweitern oder sich zusätzlicher Kapazitäten aus der Cloud bedienen? Auch um diese Entscheidung sicher treffen zu können, sind konkrete Kalkulationen und ein planvolles Vorgehen notwendig.
Vor der Entscheidung für oder gegen cloud-basierte Lösungen und einem technologischen Umbau der IT-Infrastruktur sollte daher eine ausführliche Analyse der aktuellen Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der eingesetzten Systeme stehen. Ziel ist es, eine Strategie für die Umsetzung zu entwickeln, die eine sichere Implementierung von Cloud-Technologien erlaubt. Im Rahmen einer sogenannten Cloud-Lifecycle-Methode erfolgt die Realisierung in den fünf Schritten Verständigen, Bewerten, Planen, Umsteigen und Optimieren.
Zu Beginn ist es notwendig, dass sich IT-Spezialisten und die Fachabteilungen darüber verständigen, was unter dem Begriff Cloud zu verstehen ist und welche Herausforderungen mit cloud-basierten Geschäftsanwendungen einhergehen. Wird hier ein gemeinsames Verständnis erarbeitet, ist allen Beteiligten klar, mit welcher Erwartungshaltung die Projekte gestartet werden können.
Um fundierte Fakten und Zahlen für den Schritt in die Cloud zu erhalten, ist eine Bewertung der aktuellen IT-Infrastruktur notwendig. Dies kann z. B. dadurch erfolgen, indem über einen Zeitraum von mehreren Wochen hinweg mit Hilfe von Softwaretools die Leistungsfähigkeit der IT-Landschaft ermittelt wird. Im Mittelpunkt sollten vor allem unternehmensweit genutzte Software-Applikationen stehen: Spezialisierte Anbieter helfen hier weiter und können gezielt analysieren, wie stark beispielsweise ein SAP-System von den Endanwendern tatsächlich ausgelastet wird. Als Ergebnis erhält das Unternehmen konkrete Werte zur Wirtschaftlichkeit der aktuellen IT-Systeme. So wird klar, welchen Beitrag die IT leistet und in welchen Bereichen eine Cloud-Migration Vorteile bringt. Eine solche faktenbasierte Grundlage zur Entscheidungsfindung liefert beispielsweise Realtech mit dem Beratungspaket „Cloud Benefit Assessment für SAP“.
Der nächste Schritt besteht darin, auf Basis der gemessenen Daten und Fakten die konkrete Planung der Migration vorzunehmen. Diese Schritte umfassen u.a. die Bedarfsanalyse, das Ausarbeiten der Infrastruktur unter Einbeziehung von Compliance- und Sicherheitsaspekten, die Analyse von Preisen und Anbietern sowie die Vorbereitung des Change-Projektes. Bei den abschließenden Schritten Umsteigen und Optimieren ist die operative Exzellenz der IT-Abteilung gefordert. Ob das Projekt zum Erfolg führt, zeigt sich letztlich durch die Akzeptanz der Anwender, die in der neuen Lösung einen klaren Mehrwert für sich und die Organisation erkennen sollten. Daher sind das Change-Management, der Wissenstransfer und Schulungen zentrale Komponenten des Projektplans. Zweimal jährlich sollte das abgeschlossene Cloud-Projekt hinsichtlich der Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit neu bewertet werden, da Preise und Anbieter nach wie vor in Bewegung sind. Beispielsweise hat Amazon nach eigenen Angaben bereits 19 Mal seine Cloud-Preise gesenkt. Darüber hinaus analysieren spezialisierte Cloud Broker die vielfältigen Angebote auf Leistungsfähigkeit und Konditionen und liefern IT-Verantwortlichen aktuelle Informationen und wertvolle Hinweise für geplante Projekte.
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