Derzeit befördert die Schweizerische Post jährlich knapp zweieinhalb Milliarden adressierte Sendungen und über 100 Millionen Pakete, transportiert 124 Millionen Passagiere und verwaltet Kundengelder im Wert von durchschnittlich 88 Milliarden Schweizer Franken. Diese Aufgaben bewältigt das internationale Unternehmen mit Hauptsitz in Bern und Tochterfirmen in Europa, den USA und Asien mit weltweit über 60.000 Mitarbeitern. Für die Briefverarbeitung konzentriert sich die vormals dezentrale Logistik heute auf die drei Standorte Zürich Mülligen, Härkingen und Eclépens sowie sechs Logistikzentren Briefverarbeitung. Auch für Postmail, einen Geschäftsbereich der Schweizerischen Post, ist es enorm wichtig, die Kosten im Rahmen zu halten und Geschäftsprozesse zu optimieren. Dies gilt im besonderen Maße, da aufgrund der Beliebtheit von E-Mails und SMS die Nachfrage nach Dienstleistungen der Briefpost nachlässt und Postmail seit der teilweisen Aufhebung ihres Monopols zunehmend Konkurrenz am Markt erhält.
Bei der Ausstattung der neuen Briefzentren wurde daher auch eine Datenintegrationslösung implementiert, die für die zentrale Datenaufbereitung sorgt und eine nachvollziehbare Basis für relevante betriebliche Führungs- und Steuerungskennzahlen schafft. Damit lassen sich Produktivität und Qualität der Logistikprozesse überprüfen und so Geschäftsprozesse optimieren, aber auch langfristige Planungsprozesse für Personal und Produktion durchführen. Als technische Lösung entschied man sich für das Informatica Power Center, mit Hilfe dessen die Lösung durch die zentrale IT der Schweizerischen Post sowie das Beratungsunternehmen Irix Software Engineering AG implementiert wurde.
Die Herausforderungen bei der Implementierung eines Data Warehouse für die Postmail-Sortierung waren vielfältig. In der Vergangenheit hatte es keine einheitliche Lösung zur Datenaufbereitung und -haltung gegeben. Die Daten wurden vielmehr lokal mit Hilfe von zahlreichen Individuallösungen erfasst. Daher galt es zunächst, alle Beteiligten von der Notwendigkeit der Implementierung zu überzeugen und anschließend gemeinsam die geschäftlichen Anwendungsfälle zu definieren. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Pflege der Stammdaten und die Qualität der Daten insgesamt gerichtet, denn nur so lassen sich verlässliche Kennzahlen generieren.
Mit der Wahl der Lösungen Power Center und Power Exchange haben sich die Schweizer für eine hochskalierbare Datenmanagement-Software entschieden, die den Zugriff auf Daten aus praktisch jedem Unternehmenssystem, ihre Integration und die firmenweite schnelle Bereitstellung erlaubt. Dabei bildet Power Center die Grundlage für alle Integrationsinitiativen wie Datenmigration, -synchronisierung und -replikation oder unternehmensweites Data Warehousing. „Für die Umsetzung des Datenintegrationsprojekts kam für uns dieser Hersteller in Frage, da seine Technologie bei der Schweizerischen Post strategisch gesetzt ist und wir im Bereich der Datenintegration schon seit Jahren mit seinen rodukten arbeiten“, erklärt Harry Mischol, Systemverantwortlicher Informatica im Servicebereich Informationstechnologie Post.
Die Implementierung der Integrationslösung ist abgeschlossen und wird laufend an die neuen oder sich ändernden betrieblichen Bedürfnisse angepasst und erweitert. Erste Erfolge sind deutlich erkennbar. So konnte der administrative Aufwand im Bereich Statistik und Analytik stark reduziert werden. Dank der einheitlichen Lösung gibt es nun Postmail-weit anerkannte Businesslogiken. Zudem ist die Grundlage für die Kennzahlen nun besser nachvollziehbar und die Akzeptanz der Kennzahlen ist deutlich gestiegen.
Die Schweizerische Post
1849 gegründet ist das Unternehmen heute eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt und mit einem Umsatz von 8,6 Mrd. CHF (2011) das größte Postunternehmen der Schweiz. Mit fast 55.000 Angestellten in der Schweiz (international 60.000 Mitarbeiter) ist man einer der größten Arbeitgeber des Landes. Für die Briefverarbeitung konzentriert sich die vormals dezentrale Logistik heute auf die drei Standorte Zürich Mülligen, Härkingen und Eclépens sowie sechs Logistikzentren Briefverarbeitung. Hier wurden innerhalb der letzten Jahre neue Briefzentren mit leistungsfähigen Maschinen gebaut.
Im Internet: www.post.ch
Bildquelle: Schweizerische Post