Die BOS-Produktpalette hat Autofahrern viel zu bieten und soll etwa die Insassen schützen oder den Fahrzeugkomfort verbessern.
Deshalb suchte BOS nach einem standardisierten Reporting mit Visualisierungsmöglichkeiten, mit dem zentral und ohne großen Programmieraufwand Daten analysiert sowie aufbereitet werden können und das sich in die Eigenentwicklungen integrieren lässt.
BOS setzt intern stark auf integrierte Geschäftsprozesse und entschied sich daher für die Business-Intelligence-Suite (BI) von Pentaho: Sie zeichnet sich nicht nur durch geschäftsaffine Funktionen aus, sondern lässt sich dank der offenen Architektur und vieler Schnittstellen auch leicht in bestehende IT-Umgebungen einfügen. Als Implementierungspartner wurde der Dienstleister IT-Novum ausgewählt. „Pentaho überzeugte uns durch seinen Fokus auf Highend-Lösungen für Business Intelligence. Die IT-Novum war der richtige Partner für uns, weil sie neben der Kompetenz im Business-Open-Source-Bereich auch Erfahrung mit komplexen Projekten auf Enterprise-Niveau mitbrachte“, begründet Marcus Schablack, Leitung Application Development, die Entscheidung.
Die Business-Partner setzten eine zentrale Controlling- und Reporting-Plattform mit drei Komponenten um: ein Projekt-Cockpit für projektbezogene Daten, ein Operations-Cockpit mit über 30 Kennzahlen sowie ein Lieferanten-Controlling und -Reporting. Das Projekt-Cockpit erlaubt nun einen zentralen Blick auf alle Daten der Projekte für die einzelnen Produkte. Technisch gesehen umfasst es die Datenintegrations- und Reporting-Komponenten des BI-Anbieters. Um die verschiedenen Datenquellen von BOS wie die selbst entwickelte Projektdatenbank, SAP und die Excel-Sheets zu bündeln, setzte der Dienstleister zunächst ein Data Warehouse auf. In das Data Warehouse werden die Informationen aus den Standorten geladen und während des ETL-Prozesses in einem konsolidierten Datenmodell aggregiert. Daraus wird ein Cockpit für die jeweiligen Projektverantwortlichen erstellt, das alle Informationen enthält.
Für den Automobilzulieferer ist es wichtig, sämtliche Lieferanten in regelmäßigen Abständen zu bewerten. Für die Umsetzung des Controllings wurde eine zentrale Übersicht aller Beurteilungen mit angeschlossenem Berichtswesen realisiert. Bewertet ein Werk einen Lieferanten, füllt es eine Excel-Tabelle aus, die über einen ETL-Prozess in die zentrale Datenbank geladen werden. Aus den aggregierten Informationen werden anschließend die Bewertungen generiert, die eine wichtige Entscheidungshilfe für den Einkauf darstellen.
Bei Werksstandorten auf drei Kontinenten ist ein zentraler Blick auf den Zustand der Produktionsstätten unabdingbar. Der Dienstleister entwickelte für das Controlling ein Operations-Cockpit, das etwa 30 Kennzahlen aus den Werken aggregiert. Die einzelnen Werke schicken die Daten in Form von Excel-Tabellen an das Controlling in der deutschen BOS-Zentrale in Stuttgart. Hier werden sie in das Data Warehouse geladen und stehen für Reports sowie Analysen zur Verfügung.
Aufbauend auf den Ergebnissen der Konzeptionsphase setzte der Dienstleister aus Fulda die Lösung des BI-Anbieters auf und passte sie an die festgelegten Anforderungen an. Weitere Anwendungen wurden gemeinsam entwickelt. Der Kunde konnte sich so schon während der Umsetzungsphase mit dem Systemaufbau vertraut machen und besitzt dadurch ein fundiertes Know-how über die Lösung.
BOS zieht ein positives Fazit: „Die Lösung wurde in enger Zusammenarbeit entwickelt und ist genau das, was wir wollten: eine leistungsstarke Enterprise-Plattform für das Auswerten und Aufbereiten von global verstreuten Informationen“, zeigt sich Schablack zufrieden. „Auch mit unseren anderen Projekten im ECM- und System-Management-Bereich fühlen wir uns gut aufgehoben.“
Die BOS-Gruppe:
Die internationale Gruppe besitzt Standorte in Europa, Nordamerika und Asien. Das Unternehmen entwickelt und fertigt seit 100 Jahren Komponenten wie Dach- und Gepäcksysteme für die Automobilindustrie. Seit der Gründung 1910 sind alle Firmen der Gruppe in Familienbesitz.
Bildquelle: BOS-Gruppe