AOK entscheidet sich für SAP

Zielgerichtete Datenanalysen

Mit ihrer Entscheidung für die SAP-High-Performance-Analytical-Appliance-Plattform (SAP HANA) rückt die „AOK – Die Gesundheitskasse“ den Vorsorgegedanken künftig noch mehr in den Mittelpunkt.

Uwe Deh, AOK

„Getreu unserem Credo als ‚Gesundheitskasse‘ wollen wir den Menschen natürlich helfen, gar nicht erst krank zu werden. Das vielfältige Präventionsangebot der AOK unterstützt sie schon heute dabei“, so Uwe Deh, stellvertretender Geschäftsführer des AOK-Bundesverbandes.

Der im dritten Quartal 2011 erfolgte SAP-HANA-Abschluss mit Deutschlands größter Krankenversicherung soll der bis dato weltweit größte seiner Art sein. Mithilfe von SAP plant die AOK u.a., durch Analyse massenhaft vorhandener Daten Muster in Krankheitsverläufen zu erkennen und damit ihren Versicherten zukünftig individualisierte Vorsorgeprogramme anzubieten. Auf diese Weise will sie nicht nur für die Versicherten noch attraktiver werden, sondern auch noch effizienter wirtschaften.

Zwölf eigenständige regionale AOKs mit 24 Millionen Versicherten, über 370 Millionen ambulante Behandlungsfälle und 1,5 Milliarden dazugehörige Diagnosen jährlich, dazu Unmengen weiterer medizinischer Daten: Wie alle Träger der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sieht sich die AOK einer ungeheuren und stetig wachsenden Datenflut gegenüber. Im liberalisierten deutschen Gesundheitsmarkt, in dem allein rund 150 gesetzliche Krankenkassen um die Gunst der Versicherten werben, fällt so die Differenzierung zunehmend schwer – zumal der Beitragssatz mit Einführung des Gesundheitsfonds zum 1. Januar 2009 vereinheitlicht wurde. Angebot und Service der Krankenkassen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Umso größere Bedeutung kommt daher auch den Themen Vorsorge- und Versorgungsmanagement zu. Genau hier will die AOK mit SAP HANA nun den Hebel ansetzen.

„Getreu unserem Credo als ‚Gesundheitskasse‘ wollen wir den Menschen natürlich helfen, gar nicht erst krank zu werden. Das vielfältige Präventionsangebot der AOK unterstützt sie schon heute dabei. Als innovatives Unternehmen ist es jedoch auch unser Ziel, Vorsorgemaßnahmen weiterzuentwickeln, deren Effektivität zu steigern und zielgenauer anzubieten. Wir werden maßgeschneiderte Angebote entwickeln, die das individuelle Risiko eines jeden Versicherten berücksichtigen“, erklärt Uwe Deh, stellvertretender Geschäftsführer des AOK-Bundesverbandes. „Dazu benötigen wir Analysewerkzeuge, mit denen wir die ungeheuren Mengen der uns zur Verfügung stehenden Daten in Echtzeit auswerten können, um bereits im Vorfeld von gesundheitlichen Gefährdungspotentialen zu reagieren. Genau diese Anforderungen erfüllt SAP HANA.“

Neben der Möglichkeit zur Echtzeitdatenverarbeitung und -analyse in den großen Datenbeständen war für die AOK auch der evolutionäre Ansatz von HANA mitentscheidend. Der erlaubt es dem Anwender, seine im Rahmen der GKV-Branchenlösung Oscare entwickelten Data-Warehouse-Lösungen weiter entwickeln zu können. HANA ist so konzipiert, dass es auf der vorhandenen Infrastruktur aufsetzt und sich der Daten bedient. Mittelfristig könnte dann die in HANA enthaltene In-Memory-Datenbank die herkömmlichen, relationalen Datenbanken bei der Nutzung des SAP Business Warehouse ersetzen. Insofern sieht sich die AOK schon kurzfristig in der Lage, Echtzeitanalysen und -simulationen auf breitester Datenbasis anzustellen. Klassische Anwendungsfelder liegen hierfür beispielsweise im Bereich der Diabetes- und Herzinsuffizienzvorsorge. Mithilfe solch eines avisierten Früherkennungssystems will die AOK Versorgungsmodelle wie u.a. die hausarztzentrierte Versorgung stärken. Gleichzeitig sollen durch eine maßgeschneiderte Prävention Versichertenbeiträge gespart werden, wie sie beispielsweise durch teure Fehlbehandlungen entstehen.

www.aok.de
www.sap.com

Bildquelle: AOK

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok