24.01.2017 Neue Studie, neue Zahlen

3 Fragen zur Digitalisierung in der Industrie

Industrieunternehmen der DACH-Region wurden zur Digitalisierung befragt: Wer kümmert sich? Was sind die Risiken? Welche Chancen gibt es?

Eine neue Studie hat untersucht, wie sich Industrieunternehmen in Deutschland auf die Digitalisierung vorbereiten und wo die größten Hindernisse liegen:

  • Bis 2018 gehen 87 Prozent der Industrieunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz von einer neuen Wettbewerbslage als Folge der „Digitalen Revolution“ aus.
  • 56 Prozent der Firmen verfügen über eine „Digitale Agenda“ – weitere 22 Prozent planen, innerhalb der nächsten zwölf Monate nachzuziehen.

Bei der konkreten Umsetzung stehen vor allem diese drei Fragen im Fokus:


1. Wer kümmert sich?

  • Für einen beschleunigten Wandel setzen 67 Prozent der befragten Industrie-Manager darauf, das Thema zur Chefsache zu machen.
  • Die Mehrheit hält in diesem Prozess die Einführung einer spezifischen internen Funktion für wichtig – beispielsweise in der Rolle eines Chief Digital Officer (57 Prozent).
  • Ebenfalls von großer Bedeutung ist für die Befragten eine externe Unterstützung durch spezialisierte Partner. 61 Prozent sprechen sich für die Zusammenarbeit mit Digitalisierungs-Experten aus, um die Strategie beschleunigt in die Praxis umzusetzen.

2. Was sind die Risiken?

  • 37 Prozent der befragten Manager nennen technische Aus- und Weiterbildungslücken der eigenen Mitarbeiter als größten Stolperstein, um mit der Digitalen Agenda zu starten.
  • Knapp 30 Prozent berichten darüber hinaus von noch offenen Budgetfragen.
  • Jedem vierten Industrie-Unternehmen fehlen außerdem externe Partner für spezifische digitale Lösungen. Gleichzeitig bewerten 65 Prozent der Industrie-Manager digitale Technologien externer Spezialisten als Vorteil für die Transformation, weil diese Lösungen schneller verfügbar sind, als hauseigene Entwicklungen.

3. Was sind die Chancen?

Aufgeschlüsselt nach Einsatzbereichen sehen die Industrie-Manager die größten Chancen der Digitalisierung in

  • der Logistik (41 Prozent)
  • bei Einkauf und Beschaffung (40 Prozent)
  • im Vertrieb (38 Prozent)

Im Ranking der strategischen Ziele stehen vorne:

  • Kostenvorteile (58 Prozent)
  • Qualitätsgewinne (48 Prozent)
  • die Möglichkeit, flexibler auf Kundenwünsche zu reagieren (42 Prozent)


Zur Studie „Digitale Agenda 2020“: Für die Drei-Länder-Studie „Digitale Agenda 2020“ von CSC wurden 185 Industrie-Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Juni 2016 befragt. Die Nettostichprobe beträgt 500 Interviews in der DACH-Region – davon 300 in Deutschland, 100 in Österreich und 100 in der Schweiz. Schwerpunkt der Teilnehmer waren Entscheidungsträger aus Unternehmen mit 50 oder mehr Mitarbeitern. In der Kernbranche Industrie wurden 100 Manager in Deutschland, 45 in Österreich und 40 in der Schweiz befragt.

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