Netzwerk vor Cyber-Attacken schützen

5 Tipps für ein sicheres WLAN

400 Mio. US-Dollar – laut Verizon ist dies der geschätzte Verlust, den 700 Mio. durch Angriffe beschädigte Datensätze verursacht haben. Verletzungen der Netzwerksicherheit stellen dabei für Unternehmen eine immer größere Bedrohung dar. 5 Tipps zeigen auf, wie man das häufig genutzte WLAN dabei sicherer macht.

5 Tipps für ein sicheres WLAN

5 Tipps für ein sicheres WLAN: Wie sich das Netzwerk vor Cyber-Attacken schützen lässt

Große Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Einzelhandel, Gesundheit und dem Gastgewerbe sind sich der Notwendigkeit bewusst, ihre Drahtlosnetzwerke gegen Eindringen und Diebstahl zu schützen, aber auch vor permanentem Verlust von Daten und Konnektivität. In der heutigen Welt sollte eine Sicherheitsstrategie lückenlos sein, d.h. nicht nur das Netzwerk und die übertragenen Daten berücksichtigen, sondern auch die Anwendungen auf den Mobilgeräten der Mitarbeiter.

Genau hier setzt ein Wireless Intrusion Prevention System (WIPS) an. Ein solches System erkennt jegliche Zugriffe von unbefugten Geräten und schützt sowohl physische als auch drahtlose Unternehmensnetzwerke, ganz gleich ob diese privat oder öffentlich sind. Darüber hinaus kann es bei einem potentiellen Eindringen automatisch Gegenmaßnahmen ergreifen. WIPS stellt sicher, dass die Anwender mit dem richtigen Netzwerk verbunden sind, die erforderliche Sicherheitsstufe vorhanden ist und alles den Unternehmensrichtlinien entspricht.

Doch WIPS-Sicherheitslösungen sind mitunter unterschiedlich gestaltet. Anhand dieser fünf Fragen kann man die Leistung eines Wireless Intrusion Prevention System beurteilen:

  1. Wie viele Bedrohungen erkennt es – und wie viele Informationen liefert es über den Angriff? Je spezifischer die Beschreibung der erkannten Bedrohung ist, desto sicherer ist das System. Und je mehr Einblick man in diese Angriffe erhält, desto einfacher ist es, angemessene Maßnahmen zu ergreifen.
  2. Wie lange benötigt das System um ein Rogue-Gerät zu identifizieren? Bei der Datensicherheit zählt jede Sekunde. Laut Verizon schaffen es Angreifer in 60 Prozent der Fälle, eine Organisation innerhalb weniger Minuten zu infiltrieren. Je schneller ein Rogue-Gerät identifiziert und vom Netzwerk getrennt werden kann, desto besser.
  3. Unterstützt das WLAN forensische Analysen? Drahtlosnetzwerke, die Datenpunkte vor und nach einem Angriff aufzeichnen – und sie für spätere Ermittlungen speichern – können Unternehmen dabei helfen, Schwachstellen des Netzwerks aufzudecken und zu beseitigen.
  4. Unterstützt das Netzwerk die automatisierte Erfüllung gesetzlicher Auflagen? Die Verantwortlichen sollten sicherstellen, dass ihre drahtlose Lösung automatisch die für Quartals- oder Jahresprüfungen nötigen Compliance-Berichte erzeugen kann. Zu den relevanten Vorschriften gehören PCI DSS für die Einzelhandelsbranche, HIPAA für die Gesundheitsbranche, die Department of Defense Direktive 8100.2 für Bundesbehörden, der Sarbanes-Oxley-Act für Unternehmen und der Gramm-Leach-Act für den Bankensektor.
  5. Wie einfach lassen sich Netzwerkregeln anlegen und ändern? Regelbasiertes Netzwerkmanagement kann die Belastung für Administratoren reduzieren. Entscheider sollten fragen, wie viele Filter ihr drahtloses System unterstützt und wie leicht sich Systemalarme filtern lassen – für ein vereinfachtes Sicherheitsmanagement.

* Der Autor Axel Volonté ist Enterprise Networks & Communications Regional Product Manager for Latin America bei Zebra Technologies

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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