Flächendeckend über die Bundesrepublik verteilt, betrug nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände die Anzahl der Apotheken inklusive angeschlossener Filialen im Jahr 2009 mehr als 21.000. Aktuellen Erhebungen zufolge wurden alleine im ersten Quartal 2010 auf dem deutschen Apothekenmarkt 330 Mio. Euro umgesetzt. Hinter den Zahlen dieses Traditionsgewerbes stehen heute hochprofessionelle und automatisierte Warenwirtschafts- und Logistikprozesse. Moderne IT-gestützte Abläufe haben längst ihren unentbehrlichen Platz auf dem Apothekenmarkt gefunden. Da Apotheken im Regelfall über keine dedizierte IT-Fachkräfte verfügen, ist die Inanspruchnahme externer IT-Dienste an der Tagesordnung.
Mit mehr als 7.000 Kunden und bundesweit 17 Niederlassungen zählt die Lauer-Fischer GmbH in diesem Segment zu den führenden Anbietern von Apotheken-EDV und -Dienstleistungen in Deutschland. Softwarebasierte Warenwirtschaftslösungen wie „Winapo“ und Services in allen Belangen der IT gehören zu den Produkten des Anbieters. „Mit unseren IT-Diensten erreichen wir einen hohen Automatisierungsgrad bei unseren Kunden“, so der Leiter der Systementwicklung bei Lauer-Fischer, Norbert Wester. „Schon alleine aus Ressourcengründen können sich Apotheker nicht mit der technischen Wartung ihrer EDV-Systeme beschäftigen, sondern brauchen im Idealfall alle Dienste aus einer Hand, damit es wirtschaftlich bleibt.“
Mit der zunehmenden Automatisierung und Verlagerung auf IT-gestützte Abläufe steigt aber auch gleichzeitig die Abhängigkeit von der Technologie. Ein Ausfall von Bestell- und Kassensystemen, beispielsweise durch einen lokalen Hardwareschaden, muss deshalb innerhalb kürzester Zeit wieder behoben werden können, damit der Geschäftsbetrieb so wenig wie möglich beeinträchtig wird. Um diese Herausforderung bei seinen Kunden professionell adressieren zu können, war das Team um Norbert Wester auf der Suche nach einer passenden Backuptechnologie, um die Ausfallsicherheit der Kundensysteme in seine IT-Dienstleistungen zu integrieren. „Unser Ansatz ist es, dass wir die Kunden im Ernstfall durch einen Supportcall anleiten können, eine Wiederherstellung des ausgefallenen Systems durchführen zu können. Die Remotefähigkeit war daher ein wesentliches Entscheidungskriterium für die Auswahl des Backupwerkzeuges“, erinnert sich Wester. „Die Lösung sollte zudem die Sicherungen der lokalen Apothekensysteme auf Imaging-Basis ermöglichen, um bei Backup und Wiederherstellung größtmögliche Flexibilität gewährleisten zu können.“
Der spezielle Vorteil bei Imaging im Gegensatz zur normalen Sicherung auf Dateibasis ist das Schreiben der Backups auf Sektorebene. Dies ermöglicht im Notfall die Wiederherstellung gesamter Partitionen, wie beispielsweise der System- oder Datenpartition. Gleichzeitig ermöglicht die Technologie eine granulare Wiederherstellung auf Dateibasis. Auf der Suche nach einer Lösung, die diese zentralen Anforderungen adressiert, kam die Lauer-Fischer GmbH schließlich auf Acronis. „Wir mussten die angeschlossenen Apotheken über einen eigenen Scheduler in den Backupdienst einsteuern – das war ein wichtiges Entscheidungskriterium für Acronis. Wir sind schnell in die Lage versetzt worden, um den Backupservice starten zu können“, so Norbert Wester. Die Datensicherung läuft über Nacht auf einem RDX-Medium und wird durch die OEM-Serverlösung von Acronis Backup & Recovery 10 automatisch initiiert und gesteuert. Die jeweiligen Sicherungsvolumina liegen in der Regel zwischen 80 und 120 GB und werden täglich als Vollsicherung der lokalen Apothekensysteme ausgeführt. Die einzelnen Systeme sind mit einem Scheduler ausgestattet. Im Falle eines Fehlers oder Ausfall des Dienstes können die Experten von Lauer-Fischer per Fernwartung eingreifen. „Wir schauen jeden Morgen in die Logfiles und behalten so einen guten Überblick, ob alle Sicherungen nach Plan gelaufen sind“, erklärt Norbert Wester.
Acronis ist somit ein fester interner Bestandteil des vor kurzem ausgelieferten Winapo-64-Apothekensystems mit durchgängiger 64-Bit Technologie. Die Integration der Backuplösung nahm mit Qualitätssicherung und Freigabe etwa vier bis fünf Wochen in Anspruch, seit Februar 2010 wird das System an die Kunden von Lauer-Fischer ausgeliefert. „Damit konnten wir den Backupservice innerhalb unseres Fernwartungskonzeptes deutlich verbessern“, resümiert Norbert Wester. „Das Sicherungskonzept bedingt immer ein System aus einem Server und mehreren Clients. Von dieser OEM-Variante haben wir aktuell 400 Systeme bei Kunden im Einsatz, wobei hier monatlich weitere 100 hinzu kommen. Hier darf ein professionelles Sicherungskonzept nicht fehlen.“
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