30.01.2017 Schokoladenmanufaktur Chocri

Big Data macht Schoko-Wünsche transparent

Chocri hat einen Präferenzatlas entwickelt, der hinunter bis auf einzelne Postleitzahlenbereiche identifizieren kann, welche bestreuten Tafelschokoladen die Deutschen am liebsten mögen. Gewonnen werden die Daten nicht aus Marktforschungsanalysen, sondern aus realen Kaufentscheidungen.

Pünktlich zur Eröffnung der 47. Internationalen Süßwarenmesse (ISM) kündigt die Berliner Schokoladenmanufaktur Chocri an, ihren mehr als 600 Händlern künftig den Service einer statistisch gesicherten Nachfrageorientierung anzubieten. Dafür hat das Unternehmen einen Präferenzatlas entwickelt, der hinunter bis auf einzelne Postleitzahlenbereiche identifizieren kann, welche bestreuten Tafelschokoladen die Deutschen am liebsten mögen. Gewonnen werden die zugrundeliegenden Daten nicht aus komplizierten und stets mit einer Restunsicherheit behafteten Marktforschungsanalysen, sondern aus realen Kaufentscheidungen.

Damit können die Händler und Geschäftskunden von Chocri künftig aktiv und exklusiv von diesem Erfahrungsschatz profitieren und bei Bestellungen konkret abfragen, welche abverkaufsstarken Tafelschokoladen sie aktuell am besten in ihr regionales bzw. lokales Sortiment aufnehmen sollten.

War es bislang üblich, der möglichen Nachfrage der Zukunft zunächst mit Marktforschungsmethoden nachzuspüren, um erst dann im Umkehrschluss überprüfen zu können, ob daraus auch tatsächliche Kaufentscheidungen resultieren, geht das Unternehmen genau den umgekehrten Weg. Der Mass-Customization-Anbieter von Schokoladenartikeln misst die von den Kunden selbst in Auftrag gegebenen Geschmacksvorlieben und erfasst diese Kaufentscheidungen in seinem Präferenzatlas. Dessen Ursprungsdaten beruhen auf der Auswertung von mehr als 250.000 Kundenbestellungen aus den vergangenen drei Jahren. Seit Januar 2017 wird der Atlas monatlich aktualisiert und fortgepflegt.

„Oft haben uns Geschäftspartner gefragt, ob wir ihnen Tipps zu Trends geben könnten. Das brachte uns auf die Idee, eine entsprechende Lösung zu erarbeiten – eine Lösung, wie sie in der Art und Weise überhaupt auch nur moderne Mass-Customization-Anbieter entwickeln können. Denn im Gegensatz zum klassischen Dreisatz – ein Hersteller stellt bestimmte Rezepturen und Geschmacksrichtungen her, der Händler verkauft sie und meldet über Nach- bzw. Nicht-Nachbestellungen den Absatzerfolg an den Hersteller zurück und der Hersteller wiederum passt seine künftige Produktion an den Absatzerfolg an – machen wir es genau andersherum. Da Privatkunden sich bei uns ihre eigene Schokolade von Grund auf selbst zusammenstellen können, wissen wir ziemlich gut, was wann und wo gerade gewünscht ist und welchen Preis der Kunde dafür zu zahlen bereit ist. Wenn Händler also wünschen, dass ihre Wettbewerbssortimente weniger austauschbar sind und besser zum wirklichen Kundengeschmack vor Ort passen, können Sie gerne mit uns reden“, so Jörn Schumann, Geschäftsführer der Chocri GmbH.

Dass auf die Grundmasse bezogen auch 2016 mit großem Vorsprung die beliebteste Tafelschokolade der Deutschen eine Vollmilchschokolade war, ist keine Überraschung. Erstaunlich wird es aber, wenn man den Kunden die völlig freie Wahl lässt, sowohl bei den Schokoladenarten als auch bei den weiteren Zutaten. Dann haben 2016 nämlich folgende Tafelkombinationen klar gewonnen:

  1. Platz: Vollmilch- auf weißer Schokolade bestreut mit Himbeeren, Bourbon-Vanille und Spekulatius
  2. Platz: Zartbitterschokolade bestreut mit Heidelbeer-Joghurt-Stückchen und Echtgoldpulver
  3. Platz: Weiße Schokolade bestreut mit Erdbeeren, Heidelbeeren und Kranbeeren (Cranberries)

Bildquelle: Chocri

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