25.01.2017 Snowden per Live-Schalte dabei

Cebit 2017: Top-Themen Sicherheit, KI und VR

Von: Ralf E. Krüger

Die Cebit will dieses Jahr Schwerpunkte auf Datensicherheit, Künstliche Intelligenz, Roboter und Virtuelle Realität legen. Messechef Oliver Freese versprach zahlreiche Anwendungsbeispiele für die Industrie. Edward Snowden will per Live-Schalte dabei sein.

Der kleine Roboter "Pepper" war einer der Stars auf der CeBIT 2016. Foto: Peter Steffen

Der kleine Roboter "Pepper" war einer der Stars auf der CeBIT 2016. Foto: Peter Steffen

Der Termin der Cebit 2017 in Hannover rückt näher: Vom 20. bis 24. März will die IT-Messe dieses Jahr Schwerpunkte auf Datensicherheit, Künstliche Intelligenz, Roboter und Virtuelle Realität am Puls der Zeit bleiben. Messechef Oliver Freese versprach zahlreiche Anwendungsbeispiele für die Industrie.

«Die Digitalisierung hat das Labor verlassen, sie ist angekommen in den Betrieben», betonte Freese zur Vorstellung der Trends an diesem Mittwoch. Die Messe in Hannover sei ein Schaufenster der Zukunft.

Insgesamt will die Messe die Branchen Versicherungen und Banken, Handel, den Gesundheitssektor, die öffentliche Hand und den Automobilbereich in den Mittelpunkt rücken. Einen besonderen Akzent legt die diesjährige Cebit auf das Thema Drohnen. Eine ganze Halle wird diesmal den Drohnen und ihren zunehmenden Einsatzgebieten gewidmet sein.

Der Volkswagen-Konzern plant auf der Cebit den Start eines Start-up-Inkubators für seinen Mobilitätsdienst, der Elektroauto-Hersteller Tesla präsentiert ebenfalls Ideen für die mobile Welt von morgen. Wer die Welt der fahrerlosen Fahrzeuge selbst erproben will, hat dazu auch auf der Cebit Gelegenheit: Die Organisatoren wollen autonom fahrende Shuttle-Zubringer einsetzen.

Auch Edward Snowden darf nicht fehlen: Der NSA-Enthüller wird sich erneut per Video-Schaltung aus seinem russischen Exil zu Wort melden.

Partnerland Japan

Partnerland ist diesmal die Technologienation Japan. Japan als Deutschlands zweitgrößter Handelspartner in Asien wird bei der Messe mit einem Großaufgebot von 120 Unternehmen vertreten sein. Sie wollen den Vorhang zur digitalen Zukunft ein wenig lüften: Von humanoiden Robotern bis hin zu intelligenten Prothesen oder digitalen Altenpflegern reicht die Spanne der Anwendungen, die Hitoshi Masuda von der Handelsbehörde Jetro am Mittwoch in Hannover vorstellte.

Das geplante Treffen des Premierministers aus dem diesjährigen CeBIT-Partnerland Japan, Shinzo Abe, mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf der Messe könnte der politischen Standortbestimmung nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump dienen. Japans Botschafter Takeshi Yagi bestätigte entsprechende Pläne. Wegen der zum gleichen Zeitpunkt stattfindenden Sitzungswoche des Parlaments in Tokio steht eine endgültige Bestätigung des Abe-Besuchs aber noch aus.

Insgesamt haben sich fünf Bundesminister angesagt, die auf der Messe das zentrale Thema Digitalisierung mit ihren Chancen und Herausforderungen beleuchten werden.

Der Branche selbst gehe es gut, sagte IT-Branchenverbands Bitkom mit Blick auf das moderate Wachstum der deutschen IT-Branche. Sie erwartet gegenüber den Umsätzen des Vorjahres ein moderates 1,2-prozentiges Wachstum auf 162,4 Milliarden Euro (2016: 160,5 Mrd Euro).

dpa/rs

 

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