Bei dem gesetzlich anerkannten Verfahren sind nur noch wenige Artikel oder Lagerplätze zu zählen. Dank der Stichprobeninventursoftware müssen die Mitarbeiter der Stadtwerke Bad Nauheim nur noch 598 statt 2.216 Artikel zählen. Dadurch hat sich der Inventuraufwand von 130 auf 35 Stunden reduziert. Durch die Bereitstellung in der Cloud ist zudem ein schneller Zugriff auf den Inventurbericht möglich, heißt es.
Erste Stichprobeninventur bereits 2011
Die erste webbasierte Stichprobeninventur führten die Stadtwerke Bad Nauheim im Dezember 2011 durch. Für Reparaturen, Instandhaltungen und Neubaumaßnahmen wie auch für Privathaushalte oder Unternehmen hält das kommunale Versorgungsunternehmen 2.216 Artikel in seinem Lager vor. Bei diesen Artikelmengen bedeutete die bis 2010 gängige Vollerhebung einen hohen Zeit- und Personalwand. „Im direkten Vergleich mit der Vollinventur hat sich unser Aufwand reduziert. Während früher acht Mitarbeiter insgesamt 130 Stunden lang gezählt haben, wickeln wir die Inventur heute zu fünft in 35 Stunden ab. Das entspricht einer reinen Zeitersparnis von 73 Prozent", kommentiert Simone Güldner, Leiterin Rechnungswesen und Controlling bei den Stadtwerken Bad Nauheim.
Die Entscheidung für die Cloud-Variante trafen die Stadtwerke Bad Nauheim bewusst. Zeitraubende und kostenintensive Softwareinstallationen, Wartungen und Systemupdates sollen dadurch entfallen. „Wir können durch die Cloud-Software auf neueste Technologiestandards zugreifen und immer mit der aktuellsten Softwareversion arbeiten", erklärt Güldner. Bei der On-Demand-Version weichen Anfangsinvestitionen und Lizenzkosten einer einmaligen Nutzungsgebühr pro Inventur. Gerade für IT-Anwendungen, die nur einmal im Jahr zum Einsatz kommen - wie eine Inventursoftware - bietet Cloud Computing deshalb eine sinnvolle Alternative.
Die Stadtwerke Bad Nauheim erhalten ihre Datenbasis, mit einer Auflistung aller Artikelstämme und Bestände, nach wie vor aus ihrem IT-System. Diese Buchdaten werden an den Anbieter übermittelt. Die neue Lösung errechnet daraufhin den Stichprobenumfang, die Schichteinteilung und die aufzunehmenden Inventurpositionen. Nachdem die Stadtwerke die Inventur mit nur noch wenigen Stichproben durchgeführt haben, startet die Software mit der Hochrechnung des Lagerbestands. Die Ergebnisse können die Inventurverantwortlichen anschließend einfach über das Internet abrufen.
www.stadtwerke-bad-nauheim.de
www.inform-software.de
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