Dealer-Management-System für den Autohandel

Das effiziente Autohaus

Zukunftsfähige IT-Systeme machen Autohäuser für die Umstellung auf den einheitlichen Kontenrahmen und die Veränderungen am Markt fit.

Thomas Siepmann/Pixelio

Der Automobilhandel ist im Umbruch. Der Druck zur Marktkonzentration nimmt zu. Der Einfluss des Internets auf Vertrieb und Umsatz steigt weiter an. Und neue rechtliche Rahmenbedingungen verändern die Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Autohäusern grundlegend. Letztere fusionieren zu größeren Einheiten, werden Mehrmarkenbetriebe oder auch Teil von internationalen Ketten.

Die vielbeschriebenen Veränderungen in der Branche wirken sich auch in Büro und Werkstatt aus. So steht zum Beispiel die Finanzbuchhaltung in vielen fusionierten Betrieben jeden Monat vor der Herausforderung, sich einen Überblick über den Fahrzeugbestand, die Liquidität und das Cash-Management zu verschaffen. Schließlich benötigen Bewertungstools (z.B. KER bei VW), mit denen Händler ihren Vermögensbestand für die Refinanzierung bei Banken beziehungsweise Autoherstellern berechnen, aktuelle und homogenisierte Daten. Aus einer heterogenen IT-Landschaft sind diese nicht ohne weiteres zu ermitteln. Manuelles Zusammentragen aus unterschiedlichen Systemen gehört deshalb vielerorts zum Alltag. Doch anstelle einer Integration beziehungsweise Nutzung unterschiedlicher Dealer-Management-Systeme (DMS) ist es häufig sinnvoller, ein neues System auszuwählen, auf das dann migriert wird. Allerdings werden solch aufwendige Projekte im Rahmen von Fusions- oder Veränderungsprozessen oft nachranging priorisiert. Für den Übergang entstehen stattdessen manuelle „work arounds“, die dann viel länger existieren, als ursprünglich gedacht war.

Homogene IT-Landschaft

Moderne Dealer-Management-Systeme sind ein Garant dafür, dass Autohändler ihre Prozesse im Neu- und Gebrauchtwagenhandel, in Werkstatt, Lager und Logistik, Finanzbuchhaltung, Planung und im Personalwesen durchgängig organisieren können. Insbesondere die enge Zusammenarbeit mit den IT-Systemen der OEMs, aber auch mit Leasinggesellschaften, Versicherungen etc. erfordert einen durchgängigen Daten- und Informationsfluss, damit das Arbeiten in Büro und Werkstatt effizient wird. Eine Alternative zur individuellen Anbindung der IT-Systeme von Marktpartnern an ein proprietäres DMS ist die Nutzung von SAP im Autohaus. Denn die Standardsoftware des Walldorfer Konzerns wird in nahezu jedem größeren Unternehmen genutzt, mit denen Autohäuser zusammenarbeiten.

Der sich aus der Umstellung auf einen einheitlichen Kontenrahmen für Autohäuser ergebende Handlungsbedarf bietet aber auch Chancen, Ineffizienzen abzustellen. So liegt es bei Umstellung auf den neuen Kontenrahmen SKR 51 nahe, existierende DMS über eine zentrale, SAP-basierende Finanzbuchhaltung zu homogenisieren. Moderne, SAP-basierende Finanzbuchhaltungssysteme wie B.ON.D SAP FI/CO beherrschen den neuen Kontenrahmen und verfügen über Schnittstellen zu allen gängigen DMS. Darüber hinaus arbeiten sie mit den Standardsystemen der OEMs und Marktpartner zusammen. Mit solchen Lösungen ist sichergestellt, dass Händler die bereits von zwei bedeutenden europäischen Automobilkonzernen gewünschte Umstellung zeitnah realisieren können. Existierende SAP-Installationen lassen sich ohne großen Aufwand auf den neuen Kontenrahmen umstellen. Darüber hinaus kann die Software auch als Stand-Alone-Lösung mit existierenden, alten DMS betrieben werden. In der speziell auf die Bedürfnisse von Autohäusern angepassten SAP-Software sind die einheitlichen Buchungsstandards sowie Funktionen für die transparente Abbildung von Marke, Standort, Kostenstelle, Absatzkanal und Kostenträger abgebildet. Die Lösung ist so konzipiert, dass sie sich bereits ab einem User in der Finanzbuchhaltung rentiert.

International einsatz- und mehrmarkenfähig

Standardsoftware von SAP bietet aufgrund des breiten Servicenetzes und der internationalen Einsatzfähigkeit zahlreiche Vorteile gegenüber nationalen Einzellösungen. Insbesondere größere mittelständische und auch nationale beziehungsweise internationale Händlerketten profitieren von der Leistungsfähigkeit solcher Lösungen. Um die spezifische IT-Unterstützung, die Handelsorganisationen hinsichtlich der Strukturierung von Kundenbeziehungen, der Beschaffung von Waren, der Logistik und auch des Vertriebs benötigen, zu gewährleisten, bietet SAP durch die weite Verbreitung im Einzel- und Versandhandel Funktionen und Verfahren, die kein DMS in dieser Professionalität bieten kann. Denn Unternehmen aus diesen äußerst margensensiblen Branchen, deren Wertschöpfung ausschließlich zwischen günstigem Einkauf und wertigem Verkauf ein und derselben Ware besteht, haben zusammen mit SAP bereits massiv in die Optimierung handelsspezifischer Features investiert.

Das DMS-System B.ON.D DMS wurde vor diesem Hintergrund von Genius neu entwickelt und in Kooperation mit dem IT-Dienstleister Itellium zur fortschrittlichen Lösung für Autohäuser ausgebaut. Dabei profitieren Händler von den in SAP for Retail realisierten Verfahren für eine effektive Planung und Sortimentierung, Beschaffung, Lagerung, Verteilung und Verkauf.

Abgerundet wird modernes Arbeiten im Autohaus durch die intelligente Nutzung von Mobiltechnologien. B.ON.D Mobile ermöglicht beispielsweise Service- und Kundendienstmitarbeitern, Serviceaufträge per Smartphone entgegenzunehmen, zu bearbeiten und anschließend alle Informationen ohne Medienbruch schnell und papierlos an das DMS zu übertragen. Andererseits wird die Produktfamilie derzeit um Anwendungen im Bereich Teilehandel und Logistik ergänzt – zum Beispiel um das Modul ColliScan, eine Barcode-Scanlösung für den Ersatzteilhandel, die einen bestehenden Medienbruch behebt.

Weitere Informationen: www.itellium.com

Bildquelle: Thomas Siepmann/Pixelio

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