Gemeinsam genutzte, virtualisierte IT-Infrastrukturen

Die Cloud als Privatangelegenheit

Eine gemeinsam genutzte virtualisierte IT-Infrastruktur bietet Unternehmen die Basis für private Cloud-Umgebungen. Darin können Applikationen und Benutzergruppen sicher auf einen einzigen Pool an Ressourcen zugreifen.

Die Cloud als Privatangelegenheit

Alexander Wallner, Area Vice President Germany bei Netapp, schildert die Vorteile einer gemeinsam genutzten virtualisierten IT-Infrastruktur

Unternehmen müssen die Geschwindigkeit ihrer Aktionen und Reaktionen erhöhen, um mit sich verändernden Geschäftsbedingungen Schritt halten zu können. Voraussetzung dafür ist eine dynamische IT-Infrastruktur, die der Entwicklung der Geschäftsprozesse und dem Wettbewerbs- und Kostendruck gewachsen ist. Die Einführung einer privaten Cloud kann hier die richtige Lösung sein. Sie ermöglicht die interne Bereitstellung von Dienstleistungen, mit denen Businessanforderungen und die Bedürfnisse der Anwender schnell und flexibel erfüllt werden können. Zudem gewährt sie Applikationen und Benutzergruppen den sicheren Zugriff auf einen einzigen Pool an gemeinsamen Ressourcen und erlaubt die volle Ausnutzung virtualisierter Umgebungen.
Die Qualität einer IT-Infrastruktur ist ein strategischer Wettbewerbsfaktor und entscheidet mit über die Zukunft eines Unternehmens. Damit Unternehmen schnell, flexibel und effizient handeln können, müssen die IT-Infrastruktur und die Geschäftsprozesse aufeinander abgestimmt werden. Applikationen, mit denen Geld verdient wird, müssen schnell und effektiv bereitgestellt werden können.
Ein möglicher Weg in diese Richtung ist ein Transformationsprozess mit dem Ziel einer sogenannten Shared IT Infrastructure, also einer gemeinsam genutzten, virtualisierten IT-Infrastruktur. Diese bietet Skalierbarkeit und Flexibilität und kann als Basis für private Cloud-Umgebungen genutzt werden.
In einer IT-Welt ohne Virtualisierung liegt die Auslastung der Server bei durchschnittlich zehn Prozent und die des Speichers bei rund 40 Prozent. In Anbetracht der Kosten für diese Investitionsgüter lässt sich schnell eine ernüchternde Rechnung für Anschaffungs- und Betriebskosten sowie geringe Nutzbarkeit und Produktivität aufmachen. Für den Wechsel von IT-Silos auf eine Shared IT Infrastructure sprechen folglich ökonomische Gründe sowie die breitere Auswahl an Ressourcen.

Virtualisierung ersetzt Physik durch Logik

Eine Shared IT Infrastructure lässt sich mit der Funktionsweise eines Business Centers vergleichen. So wie dieses unterschiedlichen Kunden Dienstleistungen von der Büroausstattung über Kommunikationsmittel bis hin zum Empfang vermietet, so lassen sich mit einer Shared IT Infrastructure beliebige IT-Services in einer virtualisierten, gemeinsam genutzten Infrastruktur aus Storage, Servern und Netzwerk bereitstellen. Durch die Kombination aus Technologien zur Virtualisierung der Hardware, aus Management-Software und der Automatisierung von Storage-, Server- und Netzwerkprozessen können Applikationen, Daten und Ressourcen sicher, effizient und ökonomisch verwaltet werden. Die Flexibilität einer Shared IT Infrastructure macht sie agiler und reaktionsschneller als dedizierte Lösungen. Zudem steigert sie auch die allgemeine IT-Effizienz, indem sie Stromverbrauch, Platzbedarf und Kühlaufwand senkt und das operative Management vereinfacht.
Storage-Virtualisierung ersetzt Physik durch Logik und hebt die Bindung zwischen der Hardware und den Daten auf. Erst dadurch sind Änderungen am System ohne Ausfall der Applikation möglich. Server-Virtualisierung reduziert den Hardware-Bedarf. Die Virtualisierung von Netzwerk-Switches sorgt dafür, dass Server und Storage über eine einzige Struktur kommunizieren können, was die Menge an Ports und Kabeln reduziert. Auf der Managementseite sind die sichere Trennung der Applikationen und Daten von Kunden ebenso wichtig wie Sicherheit und Qualität des Service sowie die Datenmobilität. Daten und virtuelle Maschinen lassen sich innerhalb der Infrastruktur frei bewegen, so dass kontinuierliche Verfügbarkeit erreicht wird.
Grundlegend für den Umstieg auf eine Shared IT Infrastructure ist die Analyse der vorhandenen IT-Infrastruktur, um besonders schlecht ausgelastete Ressourcen zu identifizieren. Darüber hinaus sollte auch geklärt werden, welche der bestehenden IT-Ressourcen weiterhin nutzbar sind, um einen Investitionsplan erarbeiten zu können. Dann kann die Transformation beginnen.  

 

Bildquelle: © Netapp

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