Getränkefachmärkte sparen

Energiemanagement lohnt sich

80 Prozent der kleinen bis mittleren Unternehmen verfügen über kein Energie-Management-System. Dabei kann sich die Anschaffung durchaus lohnen, wie das Beispiel der Trink & Spare Getränkefachmärkte GmbH zeigt.

Gemäß einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (Dena) wollen immer mehr Betriebe in energiesparende Maßnahmen investieren. Während es 2009 noch 28 Prozent waren, interessierten sich 2011 schon 40 Prozent für die Technik. Insbesondere große Unternehmen arbeiten daran, Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen. Über die Hälfte der Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern hat bereits ein Energie-Management-System eingeführt. In kleineren Firmen gibt es hingegen noch große Einsparpotentiale. Nach Angabe der Dena verfügt nur ein Fünftel über ein Energiemanagementsystem.

Dabei lohnt sich die Anschaffung wie das Beispiel des Getränkefachmarktbetreibers Trink & Spare beweist. Um seine Produkte ins rechte Licht zu rücken, legt Trink & Spare großen Wert auf ein ausgefeiltes Beleuchtungskonzept. In jedem der 80 Fachmärkte des Mülheimer Unternehmens kommen durchschnittlich 200 Laufmeter Leuchtröhren zum Einsatz – sechs Tage die Woche, zwölf Stunden am Tag. Entsprechend hoch ist der Anteil der Energie an den operativen Kosten. Um ihn auf ein Minimum zu begrenzen, gab Trink & Spare der Deutschen Telekom den Auftrag, die Energieeffizienz des Unternehmens zu steigern.

Im Fokus standen dabei zunächst vier Pilotmärkte. Eine Analyse der vorhandenen Einsparpotentiale ergab, dass der Austausch der Leuchtstoffröhren durch Leuchtdioden und der Aufbau eines zentralen Energie-Controlling-Systems den größten Nutzen bringen würde.

Einsparquote von rund 70 Prozent

Bei den laufenden Beleuchtungskosten erzielten die Pilotmärkte vom Start weg Einsparungen von rund 70 Prozent. Weitere Möglichkeiten zur Kostensenkung bietet das neue Energie-Controlling-System, das zusätzlich zur Beleuchtung auch den Stromverbrauch für Belüftung und Kühlung erfasst. Auf ihren Bildschirmen erkennen die Trink-&-Spare-Manager in Echtzeit, wo im Markt sie wie viel Geld für Energie aufwenden. Insbesondere bei Planabweichungen sowie in Störsituationen haben sie jetzt ein Frühwarnsystem an der Hand, um schnell kostenschonend gegenzusteuern. So lassen sich nicht gelöschte Lichter oder ausgefallene Bewegungsmelder deutlich schneller entdecken als zuvor.

Sämtliche Einspareffekte wirken sich im Übrigen auch auf die Ökobilanz der Pilotmärkte aus: Dank des niedrigeren Stromverbrauchs sind die jährlichen Co2-Emissionen um mehr als 400 Tonnen zurückgegangen.

www.trink-und-spare.de

www.telekom.de

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