Die Nutzungsdauer von IT- und Kommunikationsgeräten wie PCs oder Notebooks ist insbesondere im Arbeitsalltag z.B. durch bestehende Leasing-Verträge begrenzt. Nach dem Austausch durch neue Geräte sind die alten Modelle in vielen Fällen jedoch keineswegs unbrauchbar. Im Gegenteil: Für zahlreiche Aufgaben ist ihre Leistung mehr als ausreichend.
Vor diesem Hintergrund kauft der Umweltdienstleister Interseroh gebrauchte Geräte und organisiert sämtliche Schritte auf dem Weg zur Wiederverwendung – von der Abholung über die sichere und zertifizierte Datenlöschung und/oder Datenträgerzerstörung bis zur Endabnahme.
Nun haben Forscher des Instituts die Aufarbeitung von PCs und Notebooks durch den Dienstleister detailliert untersucht. In einer Studie bestätigen sie den messbaren Beitrag zum Klimaschutz und zur Bewahrung natürlicher Ressourcen. Als Bezugsgröße wurde die Nutzung eines Notebooks bzw. PCs über sieben Jahre gewählt. Es wird angenommen, dass die Altgeräte nach 3,5 Jahren ausgetauscht werden. Die Aufarbeitung der Geräte verlängert die Nutzung um weitere 3,5 Jahre.
„Zudem kann nach der Wiederverwendung des Geräts die zusätzliche Nutzung von Ersatzteilen folgen und dann das Recycling der enthaltenen Wertstoffe realisiert werden“, erklärt Dr. Markus Hiebel aus der Abteilung Nachhaltigkeits- und Ressourcen-Management bei Fraunhofer Umsicht.
Und Jan Höschel, Leiter Business Center ReUse bei der Interseroh Dienstleistungs GmbH, fügt hinzu: „Durch die längere Lebensdauer der Geräte tragen wir dazu bei, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit und Abfallvermeidung auch die Informationstechnologie durchdringt.“
www.umsicht.fraunhofer.de
Bildquelle: Thinkstock / iStock