28.08.2017 3 Tipps gegen fiese Fälscher

Gefälschte Druckerpatronen und -Kartuschen erkennen

Von: Paula Hansen

3 Tipps, um gefälschte Druckerpatronen und -Kartuschen zu erkennen. Die Fälschungen sind ein florierendes Geschäft und ein großes Problem.

Fälschungen sind ein florierendes Geschäft und ein großes Problem.

Fälschungen sind ein florierendes Geschäft und ein großes Problem. Sie schädigen nicht nur die Wirtschaft durch Umsatzeinbußen und Image-Schäden. Sondern sie haben auch einen Einfluss auf die Gesellschaft, beeinträchtigen die Beschäftigungszahlen negativ und unterstützen die internationale – oft organisierte – Kriminalität.

Der Markt für gefälschte Produkte verzeichnet keinen Einbruch. So warnt Europol davor, dass die Produktion und der Vertrieb gefälschter Produkte für die organisierte Kriminalität immer attraktiver werden und sie die Bandbreite ihres Produktportfolios erweitern. Erst kürzlich machte eine Kampagne der Behörden auf die wachsende Bedrohung durch gefälschte Produkte aufmerksam, die online verkauft werden.

Für die Hersteller von Druckern ist dies weltweit ein akutes Problem. Die hohe Nachfrage nach Druckerzubehör, darunter Tinte und Toner, resultiert in einer deutlich höheren Zahl gefälschter Druckerprodukte. Der wachsende Online-Handel macht es Fälschern nur noch einfacher. Die traurige Wahrheit ist, dass manche Verbraucher, die original Tinte und Toner kaufen möchten, unwissentlich Opfer werden. Manchen werden günstigere, aber legale Alternativprodukte verkauft, schlimmstenfalls erhalten sie aber gefälschte Produkte.

Kartuschen und Patronen: Fälschungen entlarven

Konsumenten können gefälschte Kartuschen oder Patronen an drei Merkmalen erkennen:

1. Den Karton scannen

Per Smartphone einfach den QR-Code auf dem Sicherheitssiegel der Patronen oder Kartusche einscannen – Konsumenten werden direkt zur Validierungsseite geleitet.

2. Etiketten überprüfen

Patronen und Kartuschen kommen mit einem holografischen Sicherheitsetikett, das die Authentizität bestätigt, sowie einem Etikett, auf dem Manipulationen direkt sichtbar sind.

3. Online überprüfen

Verbraucher können die Seriennummer des Sicherheitsetiketts scannen und online auf der Hersteller-Website überprüfen.

Quelle: F&M Consulting

Zwar sparen attraktive Online-Angebote zu deutlich reduzierten Preisen kurzfristig Geld. Allerdings kann es häufig damit enden, dass Verbraucher oder Unternehmen auf längere Sicht mehr bezahlen und Probleme mit der Funktion ihrer Drucker bekommen. So können die Zuverlässigkeit oder die Leistungen von Druckern abnehmen, wenn keine OEM-Produkte verwendet werden. Von Buyers Lab durchgeführte Tests zeigen, dass beispielsweise Tintenpatronen von HP im Vergleich zu den Alternativprodukten bis zu 50 Prozent mehr Seiten ausdrucken. Ein weiteres Ergebnis des gleichen Tests: 40 Prozent der Alternativpatronen funktionierten bereits zu Beginn nicht oder versagten während des Tests.

Sollten Drucker aufgrund gefälschter Druckertinte oder -toner nicht mehr funktionieren, kann es außerdem Probleme mit der Garantie geben. Die kurzfristigen Kosteneinsparungen sind somit die langfristig auftretenden Probleme nicht wert.

Großer gesellschaftlicher Schaden

Darüber hinaus können gefälschte Produkte nicht nur auf einzelne Verbraucher, sondern auf die gesamte Gesellschaft großen negativen Einfluss haben. So sind beispielsweise knapp 2,5 Millionen Arbeitsplätze in den G20-Ländern aufgrund des wachsenden Marktes gefälschter Waren und Produktpiraterie verloren gegangen, lauten Berechnungen der OECD für die G20-Länder. Daneben schätzt The Imaging Supplies Coalition, dass Fälschungen weltweite negative Auswirkungen allein auf die Druckzubehörbranche in Höhe von drei Milliarden US-Dollar haben – und zwar jährlich.

Die Personen hinter gefälschten Druckerprodukten bauen ihr Geschäftsmodell oftmals ausschließlich auf Fälschungen auf. In anderen Fällen mischen sie gefälschte und originale Produkte und verkaufen beide. Die imitierten Produkte lassen sich so deutlich schwerer identifizieren. Durch diese ausgefeilten Methoden wird es immer schwieriger, die Täter hinter dem Verkauf der illegalen Produkte zu fassen.

Darum involvieren sich Druckerhersteller wie HP aktiv im Kampf gegen Fälscher und entwickeln Gegenmaßnahmen. Dies gewährleistet nicht nur, dass Channel-Partner legitime Produkte verkaufen, die Verbrauchern die richtige Qualität bieten, sondern es unterstützt auch die Gesellschaft, diesen Teil der Fälschungsindustrie auszumerzen.

Vor diesem Hintergrund arbeitet HP weltweit mit lokalen Strafverfolgungsbehörden zusammen, um Ermittlungen im Hinblick auf gefälschte Produkte einzuleiten und diese dann zu beschlagnahmen. Damit sollen Kunden davor bewahrt werden, gefälschte Produkte oder Patronen bzw. Kartuschen minderwertiger Qualität zu kaufen. Bei der Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden in EMEA hat man beispielsweise von Mai bis Oktober 2016 – also in nur sechs Monaten – 1,9 Millionen gefälschte Produkte beschlagnahmt.

Bildquelle: Thinkstock / iStock

 

 

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