Heute hat der Auftragsfertiger dank neuer ERP-Lösung seine Geschäftsabläufe fest im Griff.
Die Reisch Maschinenbau GmbH, ein Sondermaschinenbauer und Lohnfertiger aus Frastanz in Vorarlberg, hat die Einführung der prozessorientierten Standardsoftware zum Anlass genommen, auch seine Unternehmensabläufe auf den Prüfstand zu stellen.
„Reisch ist in den vergangenen zwei bis drei Jahren sehr stark gewachsen“, sagt Roland Bachmann, der die ERP-Einführung bei dem Maschinenbauer als Projektleiter verantwortet hat. „Mit unserer gewachsenen IT-Landschaft, die aus zahlreichen Insellösungen bestand, stießen wir zunehmend an unsere Grenzen.“
Bei vielen Prozessen im Unternehmen fehlte es an Transparenz. „Beispielsweise konnten wir früher gar nicht genau nachvollziehen, an welcher Stelle im Produktionsprozess sich ein Auftrag gerade befindet“, erinnert sich Bachmann. „Entsprechend schwierig gestalteten sich auch unsere Planungen.“
2016 entschied sich das Familienunternehmen daher, Ams.erp einzuführen und in diesem Zuge seine Geschäftsprozesse in großen Teilen an die Standardsoftware anzupassen. „Am Ende haben wir rund 75 Prozent unserer Abläufe umstrukturiert und optimiert“, so Bachmann. Reisch bildet heute nahezu alle Prozesse mit der neuen Lösung ab. Dazu gehören in erster Linie Vertrieb, Entwicklung, Fertigung, Disposition, Einkauf, Materialwirtschaft, Montage, Versand und Servicemanagement, Personalwesen und Controlling.
Heute hat der Auftragsfertiger seine Geschäftsabläufe fest im Griff. „Unter anderem sind wir zu jedem Zeitpunkt über die Auslastung unseres Maschinenparks informiert und erkennen so frühzeitig freie Kapazitäten“, sagt Bachmann. Dieser Aspekt spielt insbesondere für die Lohnfertigung eine entscheidende Rolle – ein stark wachsendes Geschäftsfeld bei Reisch.
Seit März 2017 läuft die neue ERP-Software bei Reisch im Vollbetrieb. Aktuell ist das Projektteam noch damit beschäftigt, einige externe Systeme an die unternehmensweite Standardsoftware anzubinden, um auch hier Medienbrüche zu vermeiden. Für die Verknüpfung der CAD-Lösung Creo Elements/Direct mit dem ERP-System verwendet Reisch eine Standardschnittstelle von Ams.
Noch in diesem Jahr will der Maschinenbauer seine ERP-Lösung zudem um das Business-Intelligence-Modul Ams.bi ergänzen. Die Controlling-Lösung, die vollständig in das Auftragsmanagementsystem der Software integriert ist, wertet den gesamten Geschäftsverlauf automatisiert aus und stellt sowohl Finanzkennzahlen als auch realwirtschaftliche Indikatoren bereit. Auf diese Weise kann Reisch seine Produktivitätsentwicklung kontinuierlich verfolgen und beurteilen.
Seit über 93 Jahren entwickelt und baut der Frastanzer Familienbetrieb anspruchsvolle Einzelanlagen für Industrie und Gewerbe. Alle Anlagen, meist Speziallösungen, werden nach den jeweiligen Kundenwünschen entwickelt, hergestellt, vor Ort montiert und in Betrieb genommen. Aufgrund des umfangreichen Fertigungs-Know-hows bietet Reisch außerdem auch Lohnfertigung auch als eigenständige Dienstleistung an. Zu den Kunden des Traditionsbetriebes gehören Vorarlberger Leit- und Mittelbetriebe ebenso wie internationale Unternehmen. Reisch wird mittlerweile von der dritten Generation geführt – seit 2003 verantwortet Arno Reisch die Geschäfte des Mittelständlers.
www.reisch.at
Bildquelle: Reisch Maschinenbau