Großwäscherei Troost sorgt u.a. für saubere Trikots beim Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach.
Arztkittel für Krankenhäuser, Handtücher und Bettbezüge für Hotels oder Trikots für den Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach: Seit fast 90 Jahren wäscht die Troost GmbH die schmutzige Wäsche ihrer Kunden. 4.375 Mal müsste eine Haushaltswaschmaschine mit durchschnittlichem Fassungsvermögen von acht Kilogramm laufen, um so viel Wäsche wie das mittelständische Unternehmen an einem Tag zu waschen.
Um den Überblick in der Zentrale in Mönchengladbach zu behalten, hat die Großwäscherei alle Bereiche der Textilaufbereitung – wie z.B. die Waschmaschinen – über ein eigenes Computernetzwerk miteinander verbunden. „Durch die Vernetzung unserer Betriebsteile sind nicht nur die Abläufe besser steuerbar, sondern auch die komplexen Prozessparameter können besser aufeinander abgestimmt werden“, sagt Philipp Wenzelburger, Geschäftsführer der Firma Troost.
Die Wäsche von Schweiß, Grasflecken und anderen Verunreinigungen zu befreien, ist in der Wäscherei aber nur ein Arbeitsschritt von vielen. Mit eigenen Fahrzeugen holt man die Textilien ab, reinigt diese desinfizierend, trocknet, mangelt, faltet sie und bringt sie anschließend zurück. Neben der optimalen Abstimmung dieser Abläufe spielt die Kommunikation mit den Kunden eine wichtige Rolle. Jeder Lieferung geht eine zielorientierte Bestellung voraus, um eine optimale Versorgung der einzelnen Bedarfsstellen zu erreichen.
Dabei sind technische Innovationen und kreative Lösungen gefragt, so bietet das Unternehmen seinen Kunden beispielsweise automatische Kleiderausgabesysteme an. Mitarbeiter der Kundenfirmen können dort bei Bedarf saubere Arbeits- oder Schutzkleidung entnehmen. Diese Systeme sind über sichere Internetleitungen der Telekom mit den Servern der Wäscherei verbunden. Da der Mittelständler die Textilien mit RFID-Chips ausgestattet hat, kann er jedes Kleidungsstück dem individuellen Träger zuordnen. So bekommt jeder Kollege an der Kleiderausgabestation die passenden Textilien in der benötigten Menge. In der Wäscherei können die Mitarbeiter zeitgleich auf das veränderte Trageverhalten reagieren und ohne Zeitverzug die Mengen für die nächste Lieferung anpassen.
Ob miteinander kommunizierende Betriebsteile, smarte Kleidungsstücke, Kunden- oder Lieferantendaten: Alle Informationen verarbeiten und speichern die neuen Server der Großwäscherei schnell rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Anlass für die Projektierung und Anschaffung der Server-Landschaft über den IT-Dienstleister T-Systems waren „die früheren langen Wartezeiten auf neue Datensätze und die damit verbundene Unzufriedenheit bei Kollegen“, erinnert sich Wenzelburger. Der Grund: Die alte Server-Landschaft war einfach nicht mehr auf dem Stand aktueller Anforderungen.
Die individuell für Troost gefundene Lösung besteht aus einer redundanten Server-Infrastruktur nebst einem Business-LAN-Anschluss der Telekom. Um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein, wurde neben den zwei voneinander unabhängigen Servern ein weiterer Backup-Server auf dem Firmengelände eingerichtet, um in unterschiedlichen Gebäuden jede Nacht per Glasfaserkabel die Daten automatisch zu sichern.
„Ohne den Faktor Mensch können wir unseren Betrieb nicht vorstellen“, sagt der Geschäftsführer. „Die technische Entwicklung und die daraus resultierenden Möglichkeiten nutzen wir, um den Mitarbeitern die Arbeit zu erleichtern und menschliche Fehler weitestgehend zu vermeiden.“ Diese Philosophie scheint aufzugehen, da neben der Zusammenarbeit mit Borussia Mönchengladbach auch andere Profifußballvereine in jüngerer Zeit Kontakt mit der Firma aufgenommen haben, um Empfehlungen und Unterstützung für die Optimierung der eigenen Wäschekonzepte einzuholen.
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