18.09.2017 Rekrutierung von Fachpersonal

IT-gestütztes Personalmanagement in der Praxis

Von: Daniela Hoffmann

Die weltweit 460 Mitarbeiter starke Tecosim-Gruppe ist auf Engineering-Services rund um die Produktentwicklung spezialisiert. Um bei der Rekrutierung von Fachpersonal gute Karten zu haben, nutzt der Mittelständler aus Rüsselsheim Software für unterschiedliche HR-Aufgaben. Mit Erfolg: Für gutes Personalmanagement wurde Tecosim im bundesweiten Wettbewerb Top Job als bester Arbeitgeber seiner Größenklasse ausgezeichnet.

„Die Digitalisierung hat großen Einfluss auf  die Personalabteilung“, meint Sandra Bonow, Director Human Resources bei Tecosim.

„Die Digitalisierung hat großen Einfluss auf die Personalabteilung“, meint Sandra Bonow, Director Human Resources bei Tecosim.

Für den Recruiting-Prozess einschließlich der Schaltung von Anzeigen entschied sich der Engineering-Dienstleister nach sorgfältigem Auswahlverfahren für die Bewerbermanagement-Software MHM. Im Bereich der Zeiterfassung und des Projektmanagements kommt Maconomy zum Einsatz, das per Schnittstelle mit der Stundenabrechnung verbunden ist. Die Gehaltsabrechnung erfolgt über Sage.

„Die Digitalisierung hat großen Einfluss auf die Personalabteilung. Sie birgt grundsätzlich die Gefahr, Trends zu verschlafen. HR muss innovativ sein, idealerweise sogar vorangehen und Themen beim Vorstand platzieren“, stellt Sandra Bonow, Director Human Resources bei Tecosim, fest. Man gehe deshalb immer wieder neue Wege. Die Software-Unterstützung bei Routineaufgaben schaffe mehr Zeit für kreative Themen und persönliche Ansprache, mit denen sich die Personalabteilung wirklich positionieren könne.

Der Bereich Weiterbildung wurde ohne klassische Software-Lösung digitalisiert. Hier wird die virtuelle Datenbank Springer for Professionals mit Artikeln zu wissenschaftlichen Themen der HR-Chefin zufolge stark genutzt. „Wir sind auch froh über die Möglichkeit, viele Dinge virtuell zu bearbeiten und unsere sieben deutschen und die weltweiten Standorte in der Wissensvermittlung z. B. über Webinare zusammenzubringen, die auch später noch zugänglich sind“, sagt Bonow.

Während tendenziell immer mehr Fachabteilungen angesichts von neuen Technologiethemen meinen, die Personaler könnten die Qualifizierung nicht mehr steuern, konstatiert Bonow: „Angesichts der Digitalisierung besteht die Herausforderung für HR zunehmend darin, mitreden zu können. Die Personalabteilung muss IT-Affinität mitbringen oder sich aneignen, sonst läuft sie Gefahr, abgehängt zu werden“, ist sich die Personalchefin sicher, in deren Abteilung sechs Mitarbeiter tätig sind.

Bildquelle: Tecosim

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