Interview mit Ute Gärtner, Prüfarztzentrum Emovis

IT-Konzepte aus der Cloud im Fadenkreuz

Sind virtuelle Arbeitsplätze für den Mittelstand geeignet? Diese und andere Fragen rund um IT-Konzepte aus der Cloud beantwortet Ute Gärtner, stellvertretende Geschäftsleitung im Prüfarztzentrum Emovis aus Berlin.

Ute Gärtner, stellvertretende Geschäftsleitung im Prüfarztzentrum Emovis, freut sich über Kosteneinsparungen durch die IT-as-a-Service-Lösung von Netzbest.

ITM: Frau Gärtner, alle reden von der Cloud und wie vorteilhaft eine virtuelle Lösung gerade für den Mittelstand ist. Wie setzen Sie Cloud-Services ein?
Ute Gärtner:
Wir haben uns vor vier Jahren aufgrund wachsender Auftragslage für eine Modernisierung der IT entschieden und arbeiten seitdem mit virtuellen Arbeitsplätzen. Seit der Gründung 2001 ist das Prüfarztzentrum stetig gewachsen. Die IT musste mitwachsen, was uns vor einige Herausforderungen stellte. So hätten wir größere Server anschaffen und die Infrastruktur sowie Datensicherung anpassen müssen. Wir entschieden uns daher gegen einen kostspieligen Serverausbau und für einen neuen Service-Ansatz.

ITM: Aus welchen Gründen haben Sie sich für eine IT-as-a-Service-Lösung (ITaaS) entschieden?
Gärtner:
Wir haben unterschiedliche Lösungen geprüft und uns von einem IT-Anbieter beraten lassen. Die ITaaS hat genau das erfüllt, was wir gesucht haben. Letztendlich haben wir sogar die Modernisierung auf eine komplette Cloud-Lösung gewagt. Die Vorzüge haben überwogen – vor allem die finanziellen. Da wir keine Server und Kühlung mehr benötigen, sparen wir Kosten für Strom, Kühlung und Hardware sowie Lizenzen.

ITM: Haben sich die Vorzüge für Sie bis heute ausgezahlt?
Gärtner:
Ja, finanziell und personell sparen wir mit dem Konzept Ressourcen. Für uns war es wichtig, uns nicht mehr um die Technik kümmern zu müssen. Mehr Flexibilität sowie geringe und transparente Kosten waren unser Ziel. Dies haben wir erreicht: Und unsere IT ist einheitlich und dynamisch sowie Wartungs- und Stromkosten für Serversysteme und Support fallen nicht mehr an. Seit der Umstellung können alle Mitarbeiter von überall aus auf ihren Arbeitsplatz zugreifen und schneller Studiendaten einpflegen.  

ITM: Welche Herausforderungen gab es bei der Umrüstung auf eine virtuelle IT?
Gärtner:
So zu planen, dass der Betrieb reibungslos weiterlaufen konnte. Daher wurde die Implementierung für ein Wochenende geplant und die Mitarbeiter wurden rechtzeitig informiert. Eine Herausforderung war die Verteilung der unterschiedlichen Software-Anwendungen. Die Software wurde auf mehrere Server aufgesetzt, so dass keine Performance-Engpässe mehr auftreten. Die Anwendungen, die mehr Performance benötigen, sollten nicht auf den gleichen Servern liegen, sondern gesplittet werden.

ITM: Gibt es bei Ihnen besondere Sicherheitsvorkehrungen für das Arbeiten in der Cloud?
Gärtner:
Das Sicherheitskonzept des Anbieters gewährleistet uns einen automatisierten Datenschutz. Die Sicherheitsstandards sind jetzt durch den Cloud-Service höher als vorher. Das liegt an der eingesetzten Technologie und dem Know-how. Alle Zugriffe werden außerdem über Einmal-passworte von außerhalb abgesichert.

ITM: Worauf sollten Unternehmen bei dem Einsatz virtueller Lösungen achten?
Gärtner:
Möglichst keinen „Flickenteppich“ schaffen und alles aus einer Hand beziehen. Es ist nicht hilfreich, viele Insellösungen einzusetzen, die jede für sich zwar tolle Dinge macht, aber in der Gesamtbetreuung trotzdem viel Zeit durch Pflege, Updates und Administration in Anspruch nimmt. Im Vordergrund sollte stehen, dass die Lösung nicht selbst administriert wird ,sondern die IT in fremde Hände gegeben wird. Zudem ist eine gute Partnerschaft mit dem Anbieter wichtig. Wir haben beispielsweise bei unserem Serviceanbieter Netzbest einen persönlichen Ansprechpartner, der für uns verantwortlich ist.  

ITM: Wie sehen Sie die Zukunft der Cloud?
Gärtner:
Gerade für kleine Unternehmen wird die Cloud in Zukunft ein Gewinn sein. Wenn Unternehmen IT nicht mehr nur als Technik sehen, die im Keller steht und von der man oft nicht weiß, wie sie funktioniert, sondern anfangen, IT als Service zu nutzen – wie Strom aus der Steckdose –, dann wird man von der Entwicklung profitieren. Durch die Cloud haben KMUs Möglichkeiten, auf Technologien zuzugreifen, die bisher nur den großen Unternehmen zur Verfügung standen. Das ganze zu einem Preis, der dem Betrieb der aktuellen Infrastruktur gleicht, per Knopfdruck erweiterbar und um ein vielfaches sicherer ist.


Emovis GmbH

  • Geschäftsfeld: Medizin/Prüfarztzentrum für klinische Forschung
  • Gründungsjahr: 2001
  • Standort: Berlin
  • Mitarbeiterzahl: 19

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