Die Studie 2012 bestätigt weitgehend die Erkenntnisse aus dem Vorjahr, zeigt in Teilbereichen aber sogar eine Verschlechterung des Sicherheitsniveaus. Insbesondere Kleinstunternehmen (unter zehn Mitarbeiter) nutzen die neuen Technologien mittlerweile selbstverständlich, vernachlässigen aber Sicherheitsaspekte.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die geschäftliche Nutzung des Internets von 86 auf 91 Prozent und die E-Mail-Kommunikation von 89 auf 93 Prozent. Obwohl immer häufiger sicherheitsrelevante Informationen wie Protokolle, Verträge und Rechnungen über das Internet ausgetauscht werden, verfügen nur knapp die Hälfte der befragten Unternehmen über einen passenden E-Mail-Schutz. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass einige Unternehmen Internetschutz mit E-Mail-Schutz verwechseln und Ihre vertraulichen Informationen deswegen nicht durch Verschlüsselung schützen. Damit ist die Geschäftskorrespondenz von Dritten leicht lesbar und auch vor Manipulation und Missbrauch nicht geschützt.
In der Studie wird auch die geschäftliche Nutzung von Smartphones bzw. Netbooks deutlich: Die Zahl stieg im letzten Jahr von 42 auf 46 Prozent – Notebooks liegen deutlich mit 64 Prozent vier Punkte über dem Vorjahreswert. Die Absicherung dieser Geräte hat um 4 Prozent abgenommen.
Weiterhin schlecht ist es auch um die Benutzer- und Rechteverwaltung bestellt, die wichtig ist, um die Einhaltung gesetzlicher Regelungen (Compliance) im Unternehmen weiter zu verbessern. Nur zwei Drittel der Unternehmen gaben an, diese zu berücksichtigen.
Deutschland sicher im Netz rät vor allem kleinen Unternehmen, die sich noch nicht mit ihrer Sicherheitslage auseinandergesetzt haben, dies nachzuholen, z.B. durch den Online Sicherheitscheck von Deutschland sicher im Netz e.V. Im zweiten Schritt sollte dann nach gängigen und einfachen Sicherheitslösungen gesucht werden, die sich problemlos in die vorhandene Prozessorganisation integrieren lassen.
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