Das Produktspektrum des Mittelständlers reicht von Maschinen zur Herstellung von Taschentüchern und Interfalzprodukten bis hin zu Modulen, die bei der Produktion von Femcare- und Light-Inkontinenzprodukten zum Einsatz kommen.
Winkler + Dünnebier, ein Systemlösungspartner für die Briefumschlag- und Mail-Industrie sowie Tissue- und Hygiene-Industrie, steuert seine Produktion und Service-Aufträge mit einem angepassten SAP R/3. Wie viele Spezialmaschinenbauer hat W + D ein grundsätzliches Problem damit, dass ERP-Systeme generell gegen unbegrenzte Kapazitäten, ohne Engpassbetrachtungen und ohne Rücksicht auf die Materialverfügbarkeit planen.
Deshalb entschied sich der Mittelständler dazu, neben der ERP-Lösung das APS-System (Advanced Planning & Scheduling) Felios der Inform einzusetzen. Das System plant und steuert Fertigungsprozesse auf der Basis real verfügbarer Kapazitäten und Materialien. Es nutzt hierzu Verfahren, die dafür sorgen, dass die komplexen Auftragsnetze in Konstruktion, Beschaffung und Produktion synchron und rückstandsfrei umgesetzt werden.
„Für diese Lösung haben wir uns einerseits aufgrund der intelligent optimierenden Verfahren entschieden“, erklärt Uwe Schaub, Projektleiter Prozessorganisation bei dem Anlagenspezialisten. „Andererseits gab es noch ein weiteres Entscheidungskriterium.“ Der Mittelständler wollte nicht, dass die Konstrukteure, Planer und Einkäufer mit zwei verschiedenen Systemen arbeiten müssen. Eine weitere Software neben SAP würde es schwer haben, akzeptiert zu werden. „Deshalb war für uns entscheidend, dass die APS-Software vollständig in das ERP-System integriert werden konnte“, erläutert Uwe Schaub.
Heute arbeiten die Nutzer komplett in ihrer gewohnten ERP-Umgebung. Die Auftrags- und Bestandsdaten gehen jede Nacht vom ERP- an das APS-System. Dieses errechnet den Produktionsplan und spielt alle Eck- und Vorgangsdaten zurück ans ERP. So erhält der Einkauf die Felios-Beschaffungstermine in die SAP-Maske eingeblendet.
Eine ideale Mischung
Die APS-Lösung wird hierbei von dem Add-on „Compact“ flankiert. Mit dem Modul kann der Mittelständler analysieren, wie viele Kapazitäten man benötigen würde, um alle Kundenaufträge innerhalb einer bestimmten Zeit abzuarbeiten. Diese Informationen nutzt das Unternehmen für faktenbasierende Investitionsentscheidungen in Personal und Maschinen.
„Mit der Kombination beider Lösungen haben wir eine ideale Mischung gefunden, um unsere speziellen Fertigungsprozesse heute optimal zu planen und uns gleichzeitig für die Zukunft zu rüsten“, resümiert Schaub. „So wird der Service einen wachsenden Teil des Umsatzes erwirtschaften – schon heute liegt er bei über 40 Prozent. Dieses im Vergleich zur Auftragsfertigung kurzfristigere Geschäft macht die Produktionsplanung komplexer. Mit der APS-Software können wir dies jedoch meistern.“
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Bildquelle: © Winkler + Dünnebier