Etwa im Bereich „Service", wo jetzt nur noch eine zentrale Datenbasis im ERP-System vorhanden ist, und es für die Mitarbeiter einfach ist, auf Knopfdruck Auskunft über den Bearbeitungsstand eines Auftrags zu geben. Die Liefertreue hat sich ebenfalls verbessert und durch die größere Transparenz im Einkauf konnte der Materialbestand gesenkt werden, heißt es.
Da die bisher eingesetzte Unternehmens-IT an ihre Grenzen stieß, suchte Schirmbrand ein neues ERP-System. Obwohl mit derzeit 20 Mitarbeitern ein eher kleines mittelständisches Unternehmen, haben die Wyhler, was die Komplexität der internen und unternehmensübergreifenden Prozesse anbelangt, durchaus vergleichbare Anforderungen wie ein großes Unternehmen. Seniorchef Winfried Schirmbrand: „Wir haben unterschiedliche Produktionsverfahren, die in dem neuen ERP-System abgebildet werden müssen. Etwa den Prototypenbau oder Sonderanfertigungen, das sind Einzelstücke, dann haben wir Kleinserien, beispielsweise im Induktorenbau und Serien in der Lohnfertigung. Oder auch komplette mechanische Baugruppen und deren Wasserdruckprüfung. Auch die steigenden Anforderungen unserer Kunden, wie Konsignationslager, sollten von der Software abgebildet werden können.“
Die Abas Projektierung erhielt mit der eigenen Business Software den Zuschlag, da sie die Anforderungen am besten bedienen konnte. Bei der Einführung orientierte sich Schirmbrand am Software-Standard. Mit Excel-Listen wurden die Daten ins neue ERP-System übernommen. Die Einführung verlief nach Plan – „Das was ausgemacht war, wurde zu 100 % umgesetzt, sowohl beim Zeit- als auch beim Kostenrahmen“, Winfried Schirmbrand. Die badischen Lohnfertiger nutzen Einkauf, Verkauf, Disposition, Fertigung, Rechnungswesen und weitere Funktionen des ERP-Systems. So wird beispielsweise die gesamte Lohnabrechnung über die Datev-Schnittstelle betrieben. Zudem gibt es Zusatzlösungen, die angebunden werden können, heißt es.
Beim Altsystem musste Dirk Schirmbrand immer mit dem Taschenrechner kalkulieren, ob das auf Lager liegende Material auch noch für einen weiteren Auftrag reicht – dies sei durch die neue Software-Lösung jetzt vereinfacht worden. Auch weitere Effekte haben sich seit dem Systemstart bereits eingestellt: Die Transparenz und Auskunftsfähigkeit sei gestiegen, denn das ERP-System gebe jetzt Auskunft darüber, wie weit ein Auftrag ist oder welche Abrufe in nächster Zeit ins Haus stehen. Dirk Schirmbrand ist von der Entscheidung, in ein ERP-System zu investieren überzeugt: „Wir haben in ein zukunftsfähiges System investiert, das uns alle Möglichkeiten bietet. So können wir Arbeitsabläufe selbst anpassen, ohne spezielle Programmiererfahrung zu benötigen. Die Modifikationen bleiben auch nach einem Upgrade der Software erhalten.“
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