Lager & Logistik: Scannen mit Fernsicht

Mobile Computer fürs Online-Scannen

Die ProReServ GmbH setzt im Logistikzentrum Gelsenkirchen im gesamten Materialfluss mobile Computer zum Online-Scannen von Barcodes ein.

  • Im Logistikzentrum Gelsenkirchen nutzt die ProReServ GmbH mobile Scanning-Lösungen.

  • Mobile Scanning-Lösung

    Die mobile Scanning-Lösung im Einsatz

Im Logistikzentrum Gelsenkirchen nutzt die ProReServ GmbH Scanning-Lösungen von Honeywell. Diese ermöglichen das Scannen von Barcodes von der ersten bis zur fünften Regalebene, denn die Geräte erkennen Etiketten bis zu einem Abstand von acht Metern. Damit entfallen mehrfaches Ansetzen sowie wiederholtes Anschießen, was zusätzlich Zeit spart.

Die ProReServ ist ein Dienstleister für den Handel und gliedert sich in die Geschäftsbereiche Logistik, Merchandising, Vertrieb und Administration. Das Unternehmen setzt im Lager Gelsenkirchen insgesamt 55 Mobil-Computer CK3X ein und löste damit die Kommissionierung mit Belegen ab.

Fünf der CK3X sind mit einem Nah-Fern-Area-Imager EX25 ausgestattet, der das Scannen von Paletten zwischen der dritten und der fünften Regalebene erlaubt. Ferner nutzen die rund 50 Kommissionierer auf Geschwindigkeit optimierte Scan-Engines EA30, womit sie täglich aus den unteren Regalebenen zwischen 10.000 und 15.000 Positionen picken können. Alle Geräte unterstützen omnidirektionales Scannen, bieten Bewegungstoleranz und können 1D- und 2D-Barcodes unabhängig von ihrer Ausrichtung oder dem Grad der Beschädigung lesen. Die Akkus besitzen eine Kapazität von 5.100 mAh, womit sie Energie für mehr als eine Arbeitsschicht bereitstellen.

Auswahl von mobiler Hardware

Parallel zur Einführung der mobilen Computer wurde das in die Jahre gekommene Lagerverwaltungssystem gegen das „Prolag World System“ der Firma CIM GmbH ausgetauscht. Die neuen Scanner, Lagerplatz- Etiketten, Drucker und die gesamte Funknetzinfrastruktur stellte der Honeywell-Partner und ProReServ-Stammlieferant Norlan GmbH bereit. Damit können alle bis zwölf Uhr eingehenden Bestellungen am folgenden Tag kommissioniert und an rund 1.500 Adressen ausgeliefert werden, darunter an namhafte Firmen wie Media Markt, Saturn, real oder verschiedene Zentrallisten.

Marion Janßen, Prokuristin und verantwortlich für die Geschäftsbereiche Logistik und Administration erinnert sich: „Eines der Projektziele war das Online-Scannen der Barcodes auf ihrem Weg zwischen Wareneingang und -ausgang für ein zuverlässiges Monitoring in Echtzeit. Mit der neuen Lösung sind wir in der Lage, Prioritäten zu vergeben und diese durchzusteuern. Bereits seit 1999 arbeiten wir mit dem EDV-Beratungsunternehmen Norlan zusammen. Schon damals hatten uns die Mitarbeiter Produkte von Intermec, nun Teil von Honeywell, für Warenausgang und Retourenabwicklung empfohlen. Da die mittlerweile 15 Jahre alten Scanner immer noch zuverlässig arbeiten, war es für uns nur ein logischer Schritt erneut auf diese Partner zurückzugreifen.“

Lagermitarbeiter durften testen

Im Jahr 2014 wurden auch vier Barcodescanner vom Typ SR61 für den Wareneingang beschafft. Er kombiniert die Flexibilität eines kabellosen Lesegerätes mit der Robustheit eines Industriescanners. An den mobilen Arbeitsstationen wird er um einen PC, einen Etikettendrucker sowie eine Batterie ergänzt. Zum Erfassen neuer Ware scannt der Mitarbeiter einen Artikel und ruft die Bestellung am PC auf. Anschließend wird ein Lagerschein ausgedruckt und an der Sendung angebracht. „Das direkte Identifizieren und Zubuchen der Artikel im Wareneingang erspart unseren Mitarbeitern viele Wege zwischen Ware und Wareneingangsbüro”, erklärt Marion Janßen.

Beim SR61 und beim CK3X wurden die Mitarbeiter in die Kaufentscheidung einbezogen. „Wir konnten mehrere Geräte testen”, sagt Denis Müller, Mitarbeiter im Warenausgang. „Beim CK3X gefielen uns Verarbeitung, Handhabung und die Zuverlässigkeit beim Scannen. Und da die Beschriftung der Hardkey-Tastatur robust eingeprägt wurde, wird sie sicherlich auch noch nach einigen Jahren ablesbar sein.“

Gut bei den Mitarbeitern kamen die kurzen Reaktionszeiten der mobilen Computer an, was auf einem stabilen Funknetz und VT-Emulation beruht. Frank Verhufen, zuständiger Projektmanager bei Norlan, konstatiert: „Kein Browser ist so schnell wie eine Emulation.” Verhufen war auch für die Hardware-Anpassung und die Gestaltung der 11.000 Lagerplatzetiketten verantwortlich. Sein Vorschlag: die Etiketten je nach Regalebene in unterschiedlicher Größe zu drucken und entsprechend anzubringen. Somit sind die Barcodes der vierten und fünften Regalebene sehr groß und von zwei Seiten ablesbar, da sie an den Holmen der Stahlträger „über Eck” angebracht wurden. Nach vier Monaten Einsatzzeit konstatierte Marion Janßen: „Es ist ein Fortschritt, dass wir in Echtzeit sehen, was im Lager passiert. Somit können wir jederzeit gezielt eingreifen.“

Bildquellen: ProReServ

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