„Reshaping ICT, Reshaping Business“ lautete das Motto der diesjährigen Fujitsu-Partner- und Kundenkonferenz, die mehr als 10.000 Besucher aus ganz Europa nach München lockte.
Wer mit den sich wandelnden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Schritt halten, neue Geschäftspotentiale erschließen und vorhandene besser ausschöpfen will, benötigt dynamische IT- und Kommunikationsinfrastrukturen. Unter dem Schlagwort „Cloud Fusion“ möchte der Hersteller nach den Worten von Rod Vawdrey, President der Fujitsu Global Business Group, neue Impulse setzen. Vawdrey, der den Ende Oktober überraschend zurückgetretenen Rolf Schwirz als Interims-CEO der Fujitsu Technology Solutions vertrat, versteht darunter, kreative Antworten auf aktuelle IT-Herausforderungen zu finden. „Dazu zählen die voranschreitende Integration multipler Clouds genauso wie die Notwendigkeit, nachvollziehbare Einblicke in Big-Data-Datenbestände zu gewinnen. Zudem gilt es, für die wachsende Zahl der eingesetzten Geräte und Applikationen zur Datenerfassung erweiterte Services zu konzipieren“, so Vawdrey.
Auf dem Forum stellte der Anbieter beispielsweise das Konzept der Personal Cloud vor, das Kostenersparnis hinsichtlich der bekannten Managed Workplaces verspricht. Für die Realisierung des internen Pilotprojekts nutzt man die Global-Cloud-Plattform, die künftig jedem Nutzer den Zugriff auf seine eigene Personal Cloud ermöglicht. Da alle Services über ein sicheres Rechenzentrum des Herstellers geliefert werden, können Nutzer von nahezu jedem netzwerkfähigen Gerät auf ihren Desktop, ihre Software-Anwendungen und ihre Daten zugreifen.
Touch-Technologie inklusive
Zu den Höhepunkten der Veranstaltung zählte auch die Vorstellung einer einheitlichen Desktop-Computing-Produktlinie bestehend aus PCs, Thin Clients und Displays. Diese soll Unternehmen dabei helfen, Arbeitsplatzumgebungen schnell neu zu gestalten. Zu den Neuerungen gehören beispielsweise interaktive Touch-Technologie, Unterstützung für intuitives Zusammenarbeiten oder ein Ultraschallsensor zur Gesichtserkennung, der automatisch in den Sleep-Modus schaltet, wenn der Anwender den Schreibtisch verlässt. Das Flaggschiffprodukt der X-Line-Desktop-Familie ist der Esprimo X913-T mit Windows 8, der laut Anbieter alle Vorteile des neuen Betriebssystems unterstützt. Für Virtual- oder Server-Based Computing erhält der Thin Client der energieeffizienten Futro-X-Line seinen Strom über ein einziges Ethernetkabel. Das Gerät bietet die gleiche Funktionalität wie ein PC, einschließlich der Touchscreen-Funktionen und dem Zugriff auf zahlreiche Anwendungen, die im Backend laufen. Kunden mit einer Thin-Client-Umgebung können beim Betriebssystem zwischen Elux-RL- oder Windows-Embedded Standard wählen.
Neue Managementplattform
Mit Flexframe Orchestrator stellte der Hersteller zudem eine neue Managementplattform für Rechenzentren vor, mit der sich auch SAP-Hana-Infrastrukturen verwalten lassen sollen. Die umfangreiche Palette an RZ-Managementfunktionen für SAP-Anwendungslandschaften umfasst darüber hinaus Funktionen für die Verwaltung von Ressourcen und Services, für Disaster Recovery und das Sicherstellen von Hochverfügbarkeit. Der Anbieter hebt nach eigenen Angaben damit erstmals die Bindung an bestimmte Hard- und Softwarekomponenten auf und stellt die Lösung auch als reine Software-Appliance bereit. Ein Zertifizierungsprogramm stellt sicher, dass die neue Appliance problemlos mit RZ-Komponenten von Drittanbietern zusammenarbeitet. Dr. Toshihiko Morita von den Fujitsu Laboratories plädierte in seinem Vortrag dafür, dass Mobile Computing keine Domäne von Nerds bleiben darf. Smartphones, Tablet-PCs und künftige mobile Geräte besitzen seiner Ansicht nach ein großes Potential zur Steigerung der Endnutzerproduktivität. „Sich mit neuen Technologien vertraut zu machen, ist jedoch nach wie vor mit großer Mühe verbunden. Auch der Aufwand der IT-Abteilungen für eine sichere Integration der verschiedenen Geräte in die Unternehmens-IT wächst. Es wird Zeit, von der technologieorientierten zu einer anwenderzentrierten Herangehensweise überzugehen, die es dem Benutzer erlaubt, auf sichere Weise immer online zu sein“, forderte Dr. Morita.
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