Haputsitz der MS Spaichingen GmbH
Nach mehr als 45 Jahren Firmengeschichte ist MS heute eine global agierende Unternehmensgruppe mit Produktionsstätten in Spaichingen und Zittau sowie Webberville, nahe Detroit (USA). Mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MS-Firmengruppe orientieren ihre Arbeit täglich an der Erwartungshaltung der Kunden. MS ist vielschichtiger als die meisten Hersteller und entwickelt, konstruiert und fertigt eine Vielzahl von Lösungen in den Bereichen Motorentechnik und Schweißtechnik. In der Schweißtechnik, mit der Kernkompetenz Ultraschalltechnik, verwirklicht MS nachhaltige Maschinenkonzepte für das Schweißen und Stanzen von Kunststoffteilen sowie die Einzelkomponenten, Module und Komplettlösungen für Verpackungen anspruchsvoller Füllgüter.
Netzwerk und WLAN als Basis
Bereits im Jahr 2010 erhielt die Scaltel AG den Auftrag für die Erweiterung des Netzwerks und der drahtlosen Infrastruktur über eine Wireless LAN-Lösung bei MS. In der Planung und späteren Ausführung wurden schon damals die Grundlagen für die spätere Einführung einer weltweiten UC-Lösung und geschaffen. Die Netzwerkkomponenten und Access Points wurden 2010 so konzipiert, dass die wichtigen Funktionen für UC-Anwendungen bereitgestellt werden. Auch die Controller-Lösung für das drahtlose Netzwerk wurde dementsprechend ausgestattet, dass Echtzeitanwendungen wie Telefonie und Video nun möglich sind.
Anforderungen
Für ihre eigenen Kunden liefert MS innovative und wirtschaftliche Lösungen. Dies wurde auch von den IT-Anbietern in der Aufgabenstellung und Konzept-Ausarbeitung für die neue Kommunikationslösung erwartet.
Im Detail sollten unter anderem folgende Punkte erfüllt werden:
In der Hauptniederlassung in Spaichingen wird die zentrale Call-Manager Version 9.0 vom Hersteller Cisco auf einem Server installiert und soll für den Verbindungsaufbau der Kommunikation sorgen. Im ersten Schritt werden darüber auch die Call-Prozesse für die Standorte in USA und Zittau abgewickelt. Das bestehende hybride Telefonsystem wird über ein Gateway mittels eines speziellen Kopplungsprotokolls mit dem öffentlichen Festnetz verbunden. Im zweiten Schritt, beim Ablösen der bestehenden Telefonanlage, ist die Migration in eine Cluster- oder eine virtualisierte Umgebung möglich.
Der Call-Manager 9.0 integriert dann die Sprach- und Video-Kommunikation. Getrennte Systeme, die bisher einzeln gepflegt und administriert wurden, können dann über eine Plattform betrieben werden, heißt es. Da „IP“ das Kommunikationsprotokoll der künftigen gemeinsamen Umgebung ist, sind proprietäre Protokolle, welche die Bandbreiten für zukünftige Anwendungen einschränken, nicht mehr notwendig. In den Standorten Zittau und Webberville (USA) werden spezielle Gateways für die Anbindung an den SIP-Provider installiert. Die Gateways werden gleich konfiguriert – eines ist aktiv, das andere im Stand-by. Ziel dabei ist eine Geräteredundanz, die auch durch eine „Nicht-Fachkraft“ aktiviert werden kann. Beide Gateways werden mit Cisco Survivable Remote Site Telephony-Funktionalität (SRST) ausgestattet. Dadurch soll bei einem Ausfall des zentralen Call-Managers in Spaichingen die Telefoniefunktion des Call-Managers in den anderen Standorten erhalten bleiben und die durchgehende Erreichbarkeit sichergestellt sein.
Im Zuge der Durchführung des UC-Projektes wird für den Standort in den USA auch das Netzwerk mit neuen Switching-Komponenten ausgestattet und die komplette Wireless LAN-Infrastruktur vom Anbieter installiert. Auch in Zittau wird im Vorfeld der UC-Lösung noch ein drahtloses Netzwerk aufgebaut.
www.ms-spaichingen.de
www.scaltel.de
www.cisco.com/de
Bildquelle: © MS Spaichingen GmbH