„Ein stabiles, klares Bild ist die Grundlage für einen erfolgreichen Einsatz aller Videokonferenztechniken. Denn niemand nutzt gerne Kameras, die unscharfe, ruckelnde Bilder liefern“, betont Anne Marie Ginn von Logitech.
ITM: Frau Ginn, welche Peripheriegeräte fragen mittelständische Anwender in Sachen Kommunikation aktuell verstärkt nach?
Anne Marie Ginn: Der Fokus liegt eindeutig auf Peripheriegeräten, die die Mitarbeiter ohne großen Aufwand mit den diversen Unified-Communications-Anwendungen verbinden. Kameras, Headsets und Videokonferenzlösungen sind die am stärksten nachgefragten Geräte. Im Zuge der Veränderungen der Arbeitswelt hin zu mehr Mobilität und Flexibilität spielen die Themen virtuelle Kollaborationen und Videokonferenzen eine immer wichtigere Rolle – auch in den mittelständischen Unternehmen. Entscheidend sind hier vor allem auch Finanzierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit der einzelnen Lösungen.
ITM: Welche Eigenschaften hinsichtlich Ergonomie und Gesundheitsverträglichkeit sind den Nutzern wichtig?
Ginn: Das Thema Ergonomie ist gerade bei Headsets besonders präsent. Neben der Tatsache, dass diese im Vergleich zum normalen Telefonhörer bereits ergonomische Vorteile bieten, ist vor allem der Tragekomfort ein wichtiges Kriterium. Bequeme, austauschbare Ohrmuscheln und gepolsterte, flexible Kopfbügel sind für einen angenehmen Sitz und optimale Passform entscheidend. Einen zusätzlichen Vorteil bieten schnurlose Geräte, die es dem Nutzer ermöglichen, auch während des Gesprächs aufzustehen und ein wenig Bewegung zu bekommen.
ITM: Worauf gilt es bei Lösungen für Videokonferenzsysteme besonders zu achten?
Ginn: Um vom Nutzen der diversen Kommunikationssysteme zu profitieren, sollten die Peripheriegeräte mit allen gängigen Unified-Communications- und Videokonferenzanwendungen kompatibel sein. So gibt es auch bei einem späteren Wechsel der Software keine Probleme. Außerdem sollten sich die Konferenzlösungen möglichst per „Plug and Play“ in Betrieb nehmen lassen. Denn langwierige Installationsprozesse kosten Zeit und führen zu Frustration beim Endnutzer. Bei virtuellen Konferenzen sind oft mehrere Teammitglieder anwesend, weshalb auf ein 90-Grad-Blickfeld sowie auf das Vorhandensein einer Schwenk- und Neigungsfunktion geachtet werden sollte. So können alle Teilnehmer gesehen und in die Konferenz einbezogen werden.
Die Kamera sollte alle Teilnehmer – auch bei Gegenlicht – klar und deutlich darstellen und ein Bild in Full-HD-Qualität liefern. Außerdem ist neben der Video- auch die Sound- und Mikrofonqualität nicht zu vernachlässigen. Vor allem bei Gruppenbesprechungen ist es wichtig, dass jeder Teilnehmer gleich gut verständlich ist und ebenso gut hören kann. Eine Echo- und Rauschunterdrückung sollte deshalb in keiner Lösung fehlen. Entscheidend in Hinblick auf aktuelle Meeting-Trends ist die Portabilität der Lösungen. Große, raumbasierte Konferenzsysteme waren gestern – virtuelle Konferenzen werden heute zu jeder Zeit und überall abgehalten.
ITM: Wie ist es um Verbesserungen hinsichtlich der Bildqualität und Performance bzw. Latenz bestellt?
Ginn: Ein stabiles, klares Bild ist die Grundlage für einen produktivitätssteigernden Einsatz aller Videokonferenztechniken. Niemand nutzt gerne Kameras, die unscharfe, ruckelnde Bilder liefern. Deshalb bieten alle Lösungen unseres Kollaborationsportfolios eine Full-HD-Bildqualität. Zusätzlich arbeiten Konferenzlösungen wie unsere Conference Cam Connect oder die CC3000e mit der H.264-Videokodierungstechnik. Durch die Kompression direkt in der Kamera werden auch bei nicht optimaler Übertragungsrate flüssige, scharfe Bilder sichergestellt und die CPU-Leistung des Rechners geschont.
ITM: Stichwort Mobile UC: Inwieweit können Ihre Lösungen die Kommunikation für mobile UC-Nutzer erleichtern?
Ginn: Um auch in der Hotellobby mit Kollegen und Kunden in Verbindung bleiben zu können und nicht auf die Vorteile einer Vis-à-vis-Kommunikation verzichten zu müssen, sind portable Videokonferenzlösungen der optimale Begleiter auf Businesstrips. Der integrierte Akku der Cam mit einer Laufzeit von bis zu drei Stunden ermöglicht Zusammenarbeit in vielen Umgebungen – unabhängig von Steckdosen und Kabelsalat. Wer UC-Applikationen via Smartphone und Tablet nutzt, kann unsere Lösung P710e Speakerphone nutzen. Mobile Geräte lassen sich via Bluetooth, Nearfield Communication (NFC) oder USB schnell verbinden und in der integrierten Halterung unterbringen. Es entsteht ein virtueller Konferenzraum, in dem die Endnutzer standortunabhängig und mit jedem Endgerät an Video- oder Audiokonferenzen teilnehmen können.