18.05.2017 Alternative zu Dienstreisen

Produktionsstandorte mit Video angebunden

Von: Michaela Mars-Matzke

Das bayerische Traditionsunternehmen für Kunststoffadditive, Baerlocher, implementiert eine Videokonferenztechnologie aus der Cloud, um neue Produktionsstandorte miteinander zu verbinden.

  • Blick in einen der neu ausgestatteten Konferenzräume mit dem Videokonferenzsystem

    Blick in einen der neu ausgestatteten Konferenzräume mit dem Videokonferenzsystem

  • Bereits seit 1823 produziert der Mittelständler Kunststoffadditive – hier das Werk in Lingen.

    Bereits seit 1823 produziert der Mittelständler Kunststoffadditive – hier das Werk in Lingen.

Die Baerlocher Firmengruppe ist einer der global führenden Anbieter von Additiven für die Verarbeitung von Kunststoffen. Additive beeinflussen entscheidend die Verarbeitungseigenschaften von Kunststoffen sowie die Qualität und das Eigenschaftsprofil des Endprodukts. Das Unternehmen stellt eine breite Palette an Additiven für Polymere her, die in vielen Branchen zum Einsatz kommen.

Der Grund für die Einführung von Videokonferenzen war durch die Gründung neuer Produktionsstandorte getrieben. Insbesondere die organisatorische Einbindung neuer Mitarbeiter an diesen Standorten führt zu vielen Geschäftsreisen. So reifte mit der Zeit der Wunsch, an Meetings teilnehmen zu können, ohne persönlich vor Ort anwesend sein zu müssen.

Hinzu kam das Anliegen, parallel dazu Präsentationen und Dokumente teilen zu können. Telefonkonferenzen stellten keine passende Alternative dar, zumal häufig unklar war, welcher Teilnehmer gerade das Wort hatte. Außerdem fehlte  das „visuelle Feedback“ des Gesprächspartners. Gründe genug, ein Ausschreibungsverfahren für eine Videokonferenzlösung zu initiieren.

Eine Produktdemonstration von Lifesize durch den zuständigen Channel-Partner erleichterte den Entscheidungsprozess. „Wir waren auf der Suche nach einer Lösung, die ohne interne Backend-Systeme auskommt und wollten keine zusätzlichen Leitungskapazitäten für parallel aus- und eingehende Video-Calls aufbauen“, berichtet Heinz Leyk, Head of IT bei Baerlocher. Dadurch, dass jeder Videoanruf über die cloud-basierte Infrastruktur des Anbieters abgewickelt wird, waren die Kapazitäten und die Netzwerkbelastung leicht zu kalkulieren.

Hinzu kam, dass sich die Collaboration-Lösung sowie die einzelnen Accounts ohne großen Aufwand einrichten ließen. „Überzeugt hat uns außerdem, dass alles vom externen Partner geliefert, eingerichtet und implementiert wurde. Ein großes internes Projekt wollten wir umgehen“, begründet Leyk die Einführung von zunächst 25 Lizenzen der cloud-basierten Videokonferenztechnologie. „Die Sound-Qualität ist sehr gut und auch die HD-Videoübertragung läuft reibungslos. Wir sind mit der gewählten Lösung zufrieden.“

Baerlocher Firmengruppe
Gründung: 1823
Branche: Additive für die Verarbeitung von Kunststoffen
(Produktions-)Standorte: u.a. in Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich, der Türkei, den USA, Südamerika und Asien
Mitarbeiter: 1.200 Mitarbeiter weltweit
www.baerlocher.com

Zu Beginn stattete der Mittelständler Konferenzräume in acht Hauptstandorten mit HD-Kameras und Audio-Einheiten der Lifesize Icon-Familie aus. Aufgrund der Mitarbeiterakzeptanz wurden schon bald viele weitere Nutzer-Accounts hinzugefügt. „Der Bedarf an der Desktop-Lösung ist stark gestiegen. Da kommt uns die Skalierbarkeit und Flexibilität der Lösung entgegen“, führt Leyk aus.

Videokommunikation für Mitarbeiter, Kunden und Partner

Heute nutzen 150 Mitarbeiter aus der gesamten Firmengruppe die Technik: Business Unit Heads und globale Produktionsverantwortliche, Sales- und HR-Teams, der Einkauf und der anwendungstechnische Service. Auch die Unternehmensführung profitiert von Videokommunikation. Indem lange An- und Abreisen nicht mehr in Kauf genommen werden müssen.

„Der Einsatz einer Videokonferenzlösung hat unsere Organisation gestrafft. Für unsere Mission ‚think global, act local’ benötigen wir einen guten Draht zu allen Kommunikationspartnern. Mit Videokommunikation ist das möglich“, erklärt Leyk.

Bei einem aufwendigen Projekt in Asien beispielsweise entfielen hohe Reisekosten dadurch, dass Abstimmungsmeetings, Jours Fixes und Präsentationen einfach per Video stattfanden. Auch Kunden und Partner weltweit bindet Baerlocher mittlerweile einfach per Browser (WebRTC) ein. Geschäftskontakte können einfach und kostenlos per Link und ohne Software-Download zu Meetings hinzukommen. „Wir haben nun alle besseren Kontakt zu unseren Kollegen, die Projektarbeit wird effizienter und E-Mails reduzieren sich“, so Leyk.

„Videokommunikation wird bei uns immer mehr zur Selbstverständlichkeit“, berichtet Leyk. Einige Kollegen aus dem Ausland rufen nun bevorzugt per Video an. Auch in den Management-Dashboards der Lösung lässt sich das erkennen. Gab es vor der Einführung noch Vorbehalte seitens der Mitarbeiter hinsichtlich der womöglich komplexen Bedienung, legten sich diese Bedenken rasch.

Bildquelle: Baerlocher

 

 

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