Nachgefragt bei Hilmar Bald, Cisco

Reibungsloses Zusammenspiel

Interview mit Hilmar Bald, Managing Director Collaboration bei Cisco Systems

Hilmar Bald, Cisco

„Videokommunikation spielt längst bei kleinen und mittleren Unternehmen eine bedeutende Rolle“, weiß Hilmar Bald, Managing Director Collaboration bei Cisco Systems.

ITM: Herr Bald, wie gestaltet sich das derzeitige Interesse der mittelständischen Unternehmen an umfangreichen Unified-Communications-Projekten (UC)?
Hilmar Bald:
Videokonferenzen sind aus der Bürokommunikation nicht mehr wegzudenken und die virtuelle Zusammenarbeit via Collaboration-Tools zählt zu den wichtigsten Wachstumstreibern. Nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Internationalisierung fragen mittelständische Unternehmen unsere Systeme nach, denn sie können dadurch nicht nur schneller Entscheidungen treffen, sondern werden produktiver und verkürzen so ihre Innovationszyklen.

ITM: Das Thema „Sicherheit“ ist ein wichtiger Punkt in UC-Projekten. Wie kann grundsätzlich ein sicherer Informations- und Dokumentenaustausch beispielsweise beim E-Conferencing gewährleistet werden?
Bald:
Eine umfassende Sicherheitsstrategie ist bei der Einrichtung von UC-Projekten essentiell. Von der physikalischen Ebene angefangen, bis hin zur Applikationsschicht greifen die Funktionen der UC-Komponenten ineinander. In dieser Kette gibt es diverse Ansatzpunkte, Sicherheit zu implementieren. Grundsätzlich gibt es keinen besseren Ausgangspunkt als das Netzwerk, um Sicherheit zu gewährleisten.

ITM: Wie können sich die Anwender selbst vor einem Zugriff von außen auf die UC-Umgebung und somit den Missbrauch von Informationen und Daten schützen?
Bald:
Eine einheitliche Betriebssystemstrategie auf allen Plattformen und damit ein tiefgreifendes Sicherheitsniveau sind notwendig. Wir bieten einen solchen ganzheitlichen Ansatz, der Netzwerk, Richtlinien und Management einschließt. Damit können Mitarbeiter flexibel sein und Unternehmen ihren Erfolg langfristig sichern.

ITM: Wie kann grundsätzlich eine hohe Verfügbarkeit bzw. geringe Ausfallrate der Systeme gewährleistet werden?
Bald:
Bei der Umsetzung und Implementierung einer Netzwerkinfrastruktur für Videosysteme ist eine umfassende Planung notwendig, denn nur eine auf den Kunden zugeschnittene Gesamtlösung garantiert die Zukunftssicherheit des Netzwerkes und den langfristigen Investitionsschutz. Besonders wichtig ist, neben einem schnellen Verbindungsaufbau, eine konstante und störungsfreie Übertragung und das reibungslose Zusammenspiel verschiedener Systeme und Plattformen.

ITM: Welche zukünftige Entwicklung wird es Ihrer Meinung nach im UC-Umfeld geben und welche Faktoren beeinflussen diese?
Bald:
Videokommunikation spielt längst bei kleinen und mittleren Unternehmen eine bedeutende Rolle: Es sind nicht mehr nur weltweit agierende Unternehmen, die globale Meetings per Videokonferenz abhalten. Entscheidend beim Einsatz von Videokonferenzsystemen jeder Größenordnung ist die Interoperabilität mit Systemen anderer Anbieter. Gerade im Zusammenhang mit UC geht der Trend daher zur Standardisierung der diversen Videokonferenzsysteme sowie zur Vereinfachung durch die Flexibilität von IP-basierten und applikationsorientierten Anwendungen.

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