Doris Albiez, Vice President Mittelstand und Geschäftspartnerorganisation bei der IBM Deutschland
Laut einer IBM-Studie betrachtet der Mittelstand ein transparentes Datenmanagement und Cloud Computing als entscheidend, um Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern weiter ausbauen zu können. IT-Verantwortliche forcieren gerade im wirtschaftlichen Aufschwung die Transformation in ihren Unternehmen und wollen durch den strategischen Einsatz von modernen IT-Technologien neue Werte für ihr Unternehmen schaffen. Um diese Ziele zu erreichen, spielen derzeit Cloud Computing und Business Analytics die entscheidenden Rollen“, stellt Doris Albiez, Vice President Mittelstand und Geschäftspartnerorganisation bei der IBM Deutschland, fest. Nach den Ergebnissen der neuen IBM-Studie „The Essential CIO – Midmarket CIO Study 2011“*, bei der weltweit 3.000 CIOs, darunter 622 aus mittelständischen Unternehmen, befragt wurden, möchten Mittelständler verstärkt in IT-Technologien wie Business Analytics und Data Mining investieren, um ihre strukturierten Daten besser auswerten zu können.
Auch das Wissen über unstrukturierte Daten aus dem Social Web wie Videos, Blogs oder Tweets soll besser ausgeschöpft werden. Zudem will jeder zweite CIO in den nächsten drei bis fünf Jahren in die Cloud investieren, da sich die Unternehmen von dem flexiblen Einsatz von Software und Hardware wirtschaftliche Vorteile versprechen.
Der Cloud-Markt kommt in Bewegung. So hat sich die Angebotslandschaft für Cloud-Services nach Untersuchungen der Experton Group auch in Deutschland rasant entwickelt. Die Zahl der Anbieter stieg von elf im vergangenen Jahr inzwischen auf circa 100. Die Angebotspalette ist heute überdies deutlich differenziert: Sie beinhaltet Public und Private Clouds genauso wie vielfältige Plattform-, Infrastruktur- oder Software-as-a-Service-Angebote.
IBM rät Mittelständlern zu einer inkrementellen Herangehensweise. Zum Einstieg in das Cloud Computing können beispielsweise unkritische Workloads in eine Public Cloud verlagert zu werden. „Mit unserem SmartCloud-Enterprise-Angebot bieten wir Kunden eine simple Möglichkeit, kurzfristig einzelne Systeme zu testen, wobei der Kunde Überwachung, Netzwerkadministration und Datensicherung in eigener Obhut behält“, erklärt Doris Albiez. Bevorzugte Anwendungsszenarien sieht sie im Betrieb von Web-Anwendungen, im Bereich Storage und Backup sowie bei der Virtualisierung der Rechenzentrumsinfrastruktur.
Parallel zur Entwicklung eigener Cloud-Services, hat IBM begonnen, das Cloud-Know-how seiner Geschäftspartner auszubauen. Im Rahmen des „Cloud Speciality Programms“ können sich Partner zu sogenannten Cloud Buildern oder spezialisierten Anbietern von Cloud-Anwendungen, -Infrastrukturen oder -Services qualifizieren. „Wir unterstützen die Partner dabei, ihr eigenes Geschäftsmodell zu ‚cloudifizieren‘ “, verspricht Albiez.
Bereits zertifiziert hat sich das Kölner Systemhaus X-Integrate. „SaaS-Anwenderunternehmen erwarten zusätzlich zur Web-Basierten Nutzung von Frontends die Integration dieser Funktionalitäten in die unternehmenseigene Prozess- und IT-Landschaft“, weiß Wolfgang Schmidt, Geschäftsführer des Unternehmens. Der Spezialist für Business-Integration-Software will Mittelständlern den Einstieg in Integrationsvorhaben und serviceorientierte Architekturen mit einer Best-Practice-Integrationsmethodik erleichtern. Zahlreiche vorgefertigte Paketlösungen sollen den Anwendern ein hochwertiges Architekturdesign bieten. „Die nutzbaren Erfahrungswerte durch musterbasierte Integrationen ermöglichen es, Lösungen innerhalb weniger Tagen beim Kunden einzuführen. Durch die schnelle Einführung sowie flexible und kostengünstige Deployment-Modelle können Kostenvorteile von bis zu 80 Prozent gegenüber anderen Ansätzen erreicht werden“, argumentiert Wolfgang Schmidt.
Der Mittelstand profitiert von der Cloud nach Ansicht von Doris Albiez nicht nur durch die Erschließung hoher Einsparungspotentiale sondern auch im Hinblick auf mehr Flexibilität und Schnelligkeit. Das gilt beispielsweise für die Einbindung neuer Anwendungen. Laut CIO-Studie wollen demnach aktuell 72 Prozent der befragten Mittelständler in Lösungen für Smartphones und andere mobile Anwendungen investieren – 2009 lag dieser Wert gerade mal bei elf Prozent. „Aufgrund der Tatsache, dass Verbraucher immer häufiger mit mobilen Endgeräten online sind, lässt sich mit mobilen Anwendungen nicht nur der Handel ausweiten, sondern auch die Zusammenarbeit im Unternehmen verbessern und die Mobilität der Arbeitskräfte vorantreiben“, so Doris Albiez.