24.02.2017 Web-Content-Management

Relaunch für veraltete Webseiten

Von: Andreas Öttl

Die Webseiten vieler mittelständischer Unternehmen laufen auf alten Systemen oder Systemversionen, sind seit Jahren nicht überarbeitet, altmodisch gestaltet, nicht benutzerfreundlich und auf Mobilgeräten nicht zu gebrauchen. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Veraltete Unternehmensstrukturen

Eine Ursache ist in der Firmenstruktur begründet: Viele Unternehmen werden von einem Geschäftsführer geleitet, der persönlichen Kontakten einen höheren Stellenwert zumisst als der digitalen Kommunikation. Solche Firmen betrachten die Webseite als Visitenkarte im Netz, nicht aber als relevanten Kontakt- und Vertriebskanal innerhalb des digitalen Ökosystems. Zudem haben viele Mittelständler keine Marketing-Abteilung, und die Webseite ist bei der IT aufgehängt. Dann hat sie üblicherweise einen niedrigen Stellenwert. Wird der digitale Wandel aber nicht von oben gefordert und gefördert, steht in der Regel kein Budget und kein Personal für einen Relaunch zur Verfügung – und Unternehmen verschenken Potential hinsichtlich Neukundengewinnung und Umsatzsteigerung. Dabei lässt sich schon mit einem vergleichsweise geringen Budget eine funktionale, benutzerfreundliche Webseite erstellen – zumal sich die Investition schnell amortisiert.

Veraltete oder offene WCMS

Während die Lebensdauer einer Webseite durchschnittlich drei bis fünf Jahre beträgt, ist sie im Mittelstand deutlich länger. Oftmals ist kein Budget für eine Weiterentwicklung vorhanden. Oder es kommen veraltete Web-Content-Management-Systeme (WCMS) zum Einsatz. Wenn man die Aktualisierung aber so lange verschiebt, bis es keinen Support mehr gibt, erschwert das den Update-Prozess und gefährdet die Sicherheit. Das gilt auch für Open-Source-Lösungen, bei denen Zusatzfeatures über eigenentwickelte Erweiterungen realisiert sind. Überschreitet die Lücke zwischen aktuellen und eingesetzten Versionen eine bestimmte Grenze, funktionieren die Erweiterungen nicht mehr und/oder sind für neuere Versionen nicht verfügbar. Dann lässt sich das System weder warten noch aktualisieren – und Hacker haben leichtes Spiel. Zudem haben offene WCMS einen weiteren Nachteil: Trotz geringer Anfangsinvestition können die laufenden Kosten sehr hoch sein. Ohne einen Markenhersteller mit festgeschriebenem Support müssen Unternehmen zur Fehlerbehebung eine Agentur beauftragen, was die Gesamtbetriebskosten empfindlich in die Höhe treibt. Proprietäre Systeme mit Enterprise-Features out-of-the-box können günstiger sein – zumal sich einzelne Module optimal aufeinander abstimmen lassen und Sicherheit sowie Funktionalität dank regelmäßiger Updates gewährleistet sind.

Usability ist nebensächlich

Ein weiteres Mittelstands-Phänomen ist die Tatsache, dass der Kunde oftmals nicht im Mittelpunkt der Kommunikation steht. Der Ansatz „Unsere Webseite ist dann gut, wenn sie dem Chef gefällt“ ist angesichts von Omnichannel-Commerce und always-on-Konsumenten zum Scheitern verurteilt. Eine benutzerfreundliche Webseite darf nicht nach Abteilungen oder internen Produktbezeichnungen strukturiert sein, sondern muss den Besucher und seine Bedürfnisse in den Fokus rücken. Einhergehend mit dieser Problematik ist der Fakt, dass viele Webseiten nicht mobiltauglich sind. Oftmals ist das der langen Lebensdauer geschuldet: Ohne Relaunch keine Mobiloptimierung. Dabei weiß man durchaus um die Notwendigkeit responsiver Webseiten, scheut aber häufig die Kosten – zu Unrecht. Dank Frontend-Frameworks ist der Relaunch einer responsiven Webseite nicht teurer, als wenn man auf die Mobiloptimierung verzichten würde.

Website-Relaunch

Mittelständler wissen um den Handlungsbedarf, scheuen aber neben dem Aufwand auch die Kosten eines professionellen Relaunchs. Ein Web-Content-Management-System, wie es beispielsweise ContentXXL bietet, dient als technologische Grundlage. So schaffen Firmen die Basis, um ihre Prozesse zu optimieren, ihre Mitarbeiter zu entlasten, ihre Kunden zu binden und den Umsatz zu steigern.


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