29.03.2017 Neuer Praxisleitfaden für smarte Services

Schneller Start in das Internet der Dinge

Das Internet der Dinge ist für die Wirtschaft eine einzigartige Gelegenheit, neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen.

Eines der Trendthemen der diesjährigen Cebit war das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), das hinter hunderten von Produkten und Services steckt, die auf der Computermesse in Hannover vorgestellt wurden.

  • So erwartet der Netzwerkausrüster Cisco in seinem aktuellen „Mobile Visual Networking Index (VNI) Forecast“ in den nächsten vier Jahren eine Zunahme des mobilen Datenverkehrs um das Siebenfache.
  • Die IT-Beratung Gartner schätzt, dass bis zum Jahr 2020 etwa 20 Milliarden Geräte über das Internet verbunden sein werden, Cisco spricht sogar von 40 Milliarden Geräten.

Intelligente Produkte verschaffen Vorteile im Markt

Der Trend ist eindeutig: Eine wachsende Anzahl sehr unterschiedlicher Geräte werden an das Internet angeschlossen. Dabei geht es um etwas, was der Harvard-Ökonom Michael E. Porter als „smarte, vernetzte Produkte und Services“ bezeichnet.

  • Ein Beispiel ist der Rollkoffer, der seinem Besitzer automatisch folgt.
  • Eine andere Anwendung: Das intelligente Garagentor, das sich automatisch öffnet, wenn der Besitzer mit dem Auto um die Ecke fährt.
  • Weitere Beispiele sind Fitness-Armbänder, die Puls, Atmung und Positionsdaten in die Cloud übertragen oder Heimassistenten, die mittels Sprache bedient werden. Solche Geräte vernetzen sich auch untereinander, so können mit den Heimassistenten Heizung, Beleuchtung und andere Heimgeräte bedient werden.

All dies läuft auf eine wichtige Erkenntnis hinaus: Hier entsteht gerade ein Milliardenmarkt, von dem die deutsche Wirtschaft ein gutes Stück erobern kann. Die Cebit zeigte, dass vor allem Unternehmen aus dem Feld der Informationstechnologie schon das Potenzial des Internets der Dinge erkannt haben. Auch der deutsche Mittelstand steigt kräftig ein und kann dabei auf Services von deutschen Industriemarktführern zurückgreifen. So bieten Bosch, Siemens und auch T-Systems eine Softwareplattform für das Internet der Dinge an, die eine gute Basis für eigene IoT-Projekte ist.

Kurzum: Unternehmern haben jetzt die Chance, mit neuen Angeboten in einen neuen Bereich einzusteigen. „Das IoT ist ein lernender Markt“, sagt Digitalberater Bernhard Steimel. „Die Vorreiter unter den Anbietern und Herstellern sammeln jetzt wichtige Erkenntnisse über smarte Produkte und Services, die ihnen Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffen.“ In einem umfangreichen Praxisleitfaden* hat er Tipps und Hilfen für die Entwicklung von Produkt- und Service-Innovationen zusammengestellt.

 

Leitfaden für Smart Service Design und Organisationswandel

Der Leitfaden nimmt sechs Branchen aus Handel, Dienstleistung und Industrie in den Fokus und beantworten wichtige Zukunftsfragen für das Management:

  • Was steht hinter dem Trend und für welche Branchen ist er wichtig?
  • Wie verändern Smart Services das Kundenverhalten?
  • Wie lassen sich Smart Services entdecken, entwickeln und erfolgreich vermarkten?
  • Welche Organisationsform eignet sich für die digitale Transformation?
  • Welche digitalen Fähigkeiten müssen erworben werden?

Mit diesen thematischen Schwerpunkten richtet sich der Leitfaden vor allem an Unternehmer und Manager, die ihre Geschäftsmodelle langfristig erfolgreich an die Dynamik im Internet der Dinge anpassen und neue Wertschöpfungspotenziale erschließen wollen. Wichtige Erfolgskriterien sind dabei neben dem Know-how der Mitarbeiter auch die Leistungsfähigkeit des IoT-Stacks und der darauf arbeitenden Anwendungen.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt des Leitfadens ist das Smart Service Design. Er widmet sich allen Phasen dieses Prozesses, beginnend bei der Gestaltung eines Geschäftsszenarios mit Design Thinking, über die Entwicklung des Service mit agilen Methoden bis hin zur Skalierung des Geschäftsmodells.

Großen Wert legen die Autoren außerdem auf die moderne und digitale Unternehmensorganisation. „Innovative Geschäftsmodelle entstehen nicht voraussetzungslos“, betont Bernhard Steimel. „Sie erfordern auf der einen Seite innovativ denkende Mitarbeiter und auf der anderen eine agile Organisation, die diese Mitarbeiter bei der Gestaltung von smarten Produkten und Services unterstützt.“

*Offenlegung: IT-Zoom-Mitarbeiter Ingo Steinhaus ist Coautor der Studie.

Download des Leitfadens

Bildquelle: Thinkstock / iStock

 

 

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