13.06.2017 Seilbahn Koblenz: Erste deutsche Seilbahn mit kostenfreiem WLAN

Seilbahn Koblenz mit kostenfreiem WLAN

Für die Gäste der Seilbahn Koblenz hat die Loop 21 GmbH ein kostenfreies WLAN in den Kabinen installiert.

Bisher gab es keine Seilbahn in der Bundesrepublik, welche ihren Gästen WLAN zur Verfügung stellt. In Koblenz gelangen die Fahrgäste nun mit wenigen Klicks ins Internet. Sowohl in den Kabinen als auch bei den Stationen im Eingangsbereich und in den Kommandoräumen steht ein öffentliches Wi-Fi zur Verfügung.

„Wir nutzen dieses WLAN einerseits als Serviceangebot für unsere Fahrgäste, andererseits haben wir damit unser Sicherheitskonzept ausgebaut“, erklärt Eugen Nigsch, Geschäftsführer der Skyglide Event Deutschland GmbH, die die Seilbahn betreibt. 

Vor der WLAN-Nutzung ist allerdings ein kurzer, anonymisierter Fragebogen zur eigenen Person vorgeschaltet. Die Nutzerinnen und Nutzer gelangen im Anschluss an den Fragebogen auf eine speziell eingerichtete Seite, die zu den Angeboten der Seilbahn, der Festung Ehrenbreitstein und zur Koblenz Touristik, weiterleitet. Je nach Interesse können sich die Gäste weitergehend informieren.

„Insbesondere für unsere ausländischen Gäste stellt das kostenfreie WLAN einen Zusatznutzen dar“, betont Eugen Nigsch, Geschäftsführer der Seilbahn Koblenz. „Der Versand von Bildern oder auch Live-Videoübertragungen während der Seilbahnfahrt in die Heimat sind so problemlos möglich.“

Selbstverständlich ist das freie WLAN auch für die Koblenzerinnen und Koblenzer nutzbar. Die Nutzung ist nicht beschränkt, somit kann der Hotspot auch regelmäßig verwendet werden.  

Die Seilbahn Koblenz, auch Buga-Seilbahn oder Rheinseilbahn genannt, ist eine Luftseilbahn über den Rhein in Koblenz. Sie wurde als Attraktion und umweltfreundliche Verkehrsverbindung zur Bundesgartenschau 2011 gebaut. Seit Juni 2010 verbindet die Seilbahn die Rheinanlagen in Höhe der Basilika St. Kastor mit dem Plateau vor der Festung Ehrenbreitstein. Sie ist Deutschlands erste Dreiseilumlaufbahn und hat mit einer Förderkapazität von 7600 Personen pro Stunde die weltweit größte Leistungsfähigkeit.

Die von Loop 21 eingesetzte Technologie ermöglicht auch die Kommunikation mit den Kabinen. Von den Bedienplätzen in den Stationen können einzelne oder mehrere Kabinen gleichzeitig kontaktiert werden. So können die Mitarbeiter der Seilbahn aktuelle Ansagen in den Kabinen machen oder auch vorbereitete Texte abspielen. Auch die Steuerung der Lüfter in den Kabinen kann über das System durchgeführt werden. Zudem können Fahrgäste in den Kabinen Notrufe absetzen, die von allen Stationen der Seilbahn beantwortet werden können.

In jede Kabine ist eine Kamera eingebaut. Auf diese Kabinenkameras kann vom Leitstand der Stationen aus remote je Kabine zugegriffen werden. Dies ermöglicht dem Bediener (Operator), die Situation innerhalb der Kabine im Anlassfall zu beurteilen und weitere Maßnahmen einzuleiten. Über einen separaten Bedienplatz können die Bilder einer Kabine bis zu 48 Stunden zurück eingesehen werden. Solange ist auch eine manuelle Archivierung von Bildern aus der Kabine möglich. Nach Ablauf der 48 Stunden werden die ältesten Bilder automatisch entfernt. Am selben Bedienplatz können auch die Bilder der Stützenkameras eingesehen werden.

Um die Fahrgäste auf das Angebot Aufmerksam zu machen, werden auf der Außenseite der Kabinen und im Innenraum Aufkleber mit dem international geläufigen WLAN-Piktogramm angebracht. In der Startphase werden auch Plakate und Handzettel auf die kostenfreie WLAN Nutzung hinweisen.

Bildquelle: Loop21

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