27.03.2017 Cloud, Flash und Software-Tools

So funktioniert Konvergenz im Rechenzentrum

Flash-, Scale-out-, software-basierte und cloud-fähige Systeme zählen mittlerweile zu den Säulen moderner Rechenzentren im Mittelstand. Eine konvergente Infrastruktur kann alle Anforderungen bündeln und dazu beitragen, Zeit und Kosten hinsichtlich Bereitstellung, Konfiguration und Verwaltung zu reduzieren.

Konvergente Infrastrukturen

Mittelständische Rechenzentren können auf konvergente Infrastrukturen setzen, um Zeit und Kosten hinsichtlich Bereitstellung, Konfiguration und Verwaltung zu reduzieren.

Die Anforderungen an Rechenzentren haben sich über die Jahre hinweg grundlegend verändert – nicht zuletzt aufgrund der digitalen Transformation. Dabei ist es unverzichtbar, die Bereitstellung von IT-Services für alle Geschäftsbereiche mit gut durchdachten, API-gesteuerten Management- und Orchestrierungs-Toolsets zu automatisieren, um die Mitarbeiter von Routineaufgaben zu entlasten. Sie erhalten dadurch mehr Zeit, sich auf Projekte mit größerer Wertschöpfung zu konzentrieren. „Die Strukturen und damit auch die Jobs in allen IT-Abteilungen verschieben sich durch die Digitalisierung und Automatisierung massiv“, erklärt Peter Dümig, Server Product Manager bei Dell EMC. „Doch Automatisierung bedeutet nicht zwangsläufig eine Rationalisierung der Arbeitsplätze, sondern vielmehr, dass neue Tätigkeitsbereiche für IT-Mitarbeiter entstehen etwa die des Cloud-, IT- und Data-Architects.“ Soll ein Rechenzentrum für die digitale Transformation gerüstet sein, muss es auf neuen Technologien basieren. Zentraler Bestandteil zukunftsfähiger IT-Infrastrukturen sind deshalb nicht zuletzt Flash-, Scale-out, cloud-fähige und software-basierte Systeme.

Flash-Speicher sichert Leistungsfähigkeit

Die Nachfrage nach Performance bei gleichzeitig niedriger Latenz im Storage-Bereich nimmt seit Jahren zu. Den steigenden Leistungsbedarf konnten Administratoren bislang primär durch zusätzliche Festplatten für die Speicherlösungen befriedigen, da sich nur so ausreichend IOPS (Input/Output operations Per Second) mit akzeptablen Antwortzeiten für die zunehmend hochperformanten Workloads bereitstellen ließ. Mit dem Einzug der Flash-Technologie änderte sich dies: Aufgrund der hohen Leistung von SSDs (Solid State Disks) lässt sich die Anzahl der erforderlichen Laufwerke verringern. Das sorgt für eine Senkung der Betriebskosten, die mit der Bereitstellung konsistenter und zuverlässiger Performance bei gleichzeitig niedriger Latenz einhergeht. Außerdem ermöglicht Flash eine deutliche Reduzierung der Stellfläche sowie des Energieverbrauchs und der Kühlungsanforderungen.

SSDs im 2,5-Zoll-Format bieten mit bis zu 15 TByte deutlich mehr Speicherkapazität als herkömmliche Festplatten gleicher Größe, die vor allem durch einen vergleichsweise niedrigen Preis punkten. Für Flash-Systeme spricht außerdem die Unterstützung durch Software-Tools: Stichworte sind hier vor allem Deduplizierung, Kompression oder dynamisches Tiering, bei dem die Systeme häufig benötigte Daten auf schnellen Medien verteilen, während Daten auf die selten zugegriffen wird, automatisch auf günstigen Medien abgelegt werden.

Die Cloud ermöglicht Flexibilität

Cloud-fähige Infrastrukturen gehören zum Fundament moderner Rechenzentren. Zur Erzielung von Flexibilität, Schnelligkeit und Effizienz müssen Infrastrukturservices über das Rechenzentrum hinausreichen. Die IT muss Informationen und Anwendungen, sowohl lokal als auch extern bereitstellen und verwalten und diese Workloads zudem flexibel gemäß den geschäftlichen Anforderungen verschieben können.

Mithilfe einer Hybrid Cloud verlagern gerade mittelständische Unternehmen beispielsweise sowohl unkritische Systeme als auch Leistungsspitzen aus der eigenen Private Cloud in die Public Cloud. Für den Schutz der Daten sorgen dabei leistungsfähige Funktionen in den Bereichen Sicherheit und Verschlüsselung. Cloud-Plattformen oder Hybrid-Cloud-Systeme vereinfachen den Einstieg in hybride Cloud-Umgebungen für Unternehmen.

Die geschäftlichen Daten- und Kapazitätsanforderungen wachsen kontinuierlich. Mithilfe eines Scale-out-Architektur-Designs kann die IT Systeme zu einem günstigen Einstiegspreis bereitstellen und dank des modularen Konzepts, die Infrastruktur bei steigenden Anforderungen skalieren. Die Lösungen von Dell EMC sind beispielsweise so konzipiert, dass sie wie ein einziges Managed-Scale-out-System skalieren. Das ist insofern vorteilhaft für die IT, da sie so auch große Kapazitäten mit wenigen Ressourcen effektiv verwalten kann.

Software verbindet alle Teile der Infrastruktur

Per Software lassen sich Infrastruktursysteme mittlerweile als einziger, skalierbarer Ressourcen-Pool verwalten. Experten bezeichnen diese Art der Verwaltung riesiger Infrastrukturkapazitäten als „Infrastructure as Code“. Die IT wandelt sich damit von einem klassischen IT-Stack mit Applikation, Betriebssystem, Hypervisor, Server, Network und Storage hin zu konvergenten oder gar hyperkonvergenten Strukturen. Server lassen sich in mittelständischen Unternehmen als Universallösung nutzen und werden vermehrt auch im Bereich Storage eingesetzt. Appliances können einfach modular aneinandergefügt werden und enthalten sowohl Applikationen als auch Daten. „Die steigende Akzeptanz solcher Systeme zeigt, dass sich Unternehmen mehr Flexibilität für das Rechenzentrum wünschen“, betont Dümig. „Die Kunden erwarten außerdem Lösungen, bei denen die Transition in neue Modelle sanft und ohne administrative Schwierigkeiten erfolgt.“

Das software-basierte Modell ermöglicht die automatische Konfiguration und Bereitstellung von IT-Services. Dies sorgt für mehr geschäftliche Agilität sowie einen flexibleren, programmierbaren Ansatz für das Management von Datendiensten. Dies ist extrem wichtig für die Optimierung von Standard-IT-Vorgängen, damit mehr Ressourcen für Innovationen zur Verfügung stehen. Vorinstallierte und validierte Lösungen erleichtern den Einstieg in diese Welt auch für mittelständische Unternehmen, da sie das Investitionsrisiko minimieren, die Inbetriebnahme deutlich vereinfachen und auch potentielle Support-Themen adressieren.

Bildquelle: Dell EMC

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