Weiss IT Solutions gibt nützliche Tipps

So gelingt die Migration auf Windows 7

Der Support für Windows XP läuft spätestens 2014 aus. Viele Unternehmen planen daher den Umstieg auf das Betriebssystem Windows 7. Doch worauf sollte man bei der Migration besonders achten?

Damit die IT die Geschäftsprozesse bestmöglich unterstützt, sollten Unternehmen ihre Hardware und Software regelmäßig erneuern. Das gilt auch für das Betriebssystem. Viele Mittelständler nutzen ihre Windows-XP-Rechner aber bereits über den Abschreibungszeitraum hinweg, so dass viele Geräte vier oder fünf Jahre in Betrieb sind. Hinzu kommt, dass Microsoft am 8. April 2014 den erweiterten Support für Windows XP einstellt und keine Sicherheitsupdates mehr bereitstellt. Die Rechner sind dann nicht mehr gegen Malware oder andere digitale Schadsoftware geschützt. Zudem werden viele Softwareanbieter Windows XP nicht mehr unterstützen. Für Unternehmen wird es daher Zeit für den Umstieg von XP auf Windows 7.

Das Betriebssystem Windows 7 bietet gegenüber den Vorgängerversionen mehrere Verbesserungen, die die IT und die Arbeitsabläufe von Mitarbeitern effizienter machen. Dazu gehört beispielsweise DirectAccess für die einfachere Anbindung mobiler Nutzer. Im Unternehmen muss dazu auch Windows Server 2008 R2 installiert sein. Mitarbeiter können sich nun von außen in das Firmennetzwerk einwählen, ohne VPN verwenden zu müssen. Das senkt den Administrationsaufwand und beschleunigt den Zugriff auf das Netzwerk.

Zudem bringt Windows 7 auch erweiterte Sicherheitsfunktionen mit. Mit Bitlocker to Go, einer Erweiterung der Laufwerksverschlüsselung Bitlocker, lassen sich auch Wechseldatenträger wie USB-Sticks verschlüsseln, bevor Daten darauf geschrieben werden. Mit Applocker können Administratoren auf Basis von Gruppenrichtlinien festlegen, welche Software von Standardbenutzern verwendet werden darf. Da Applocker sowohl White- als auch Blacklists unterstützt, kann ein Unternehmen entweder alle Applikationen seines Vertrauens freigeben oder unerwünschte Programme blockieren.

Weitere nützliche Funktonen sind BranchCache und Search Federation. Ersteres verbessert die Anbindung von Zweigstellen, die nur über einen schmalbandigen Zugang zum zentralen Rechenzentrum verfügen. Hier werden Dateien nach dem ersten Zugriff auf die Zentrale zwischengespeichert; ab dem zweiten Abruf stehen sie auch in LAN-Geschwindigkeit zur Verfügung. Die Metasuchmaschine Search Federation für den Desktop findet lokale Inhalte und Inhalte im LAN oder Internet schneller.

Die Migration gut planen

Je höher die Anzahl der Clientrechner im Unternehmen, desto komplexer wird die Migration auf Windows 7. Allerdings bieten viele Rechner auch größeres Potential für Standardisierung und damit Kostenvorteile. Eines ist klar: Damit die Migration im vorgesehenen Zeitrahmen und Budget bleibt, ist eine präzise Planung des Projekts mit eindeutig definierten Verantwortlichkeiten notwendig. Unternehmen können dies in Eigenregie durchführen oder einen Dienstleister wie Weiss IT Solutions beauftragen. Die Migration auf Windows 7 bietet zudem eine ideale Gelegenheit, die IT zu „entrümpeln“ und mit dem Betriebssystem auch die Anwendungslandschaft und die Infrastruktur zu erneuern.

Am einfachsten ist es, Windows 7 zusammen mit neuen PCs oder Notebooks einzuführen. Ist das nicht möglich, kann man auch bestehende Rechner auf das neue Betriebssystem umstellen. Die Migration sollte dann abteilungsweise erfolgen und zwar beginnend mit der Abteilung, die am meisten von den Funktionen des neuen Betriebssystems profitiert. Bei der Ablösung des alten Sytems gilt die Devise „so schnell wie möglich“. Denn ein Parallelbetrieb von altem und neuem Betriebssystem verursacht nicht nur höhere Supportkosten, sondern birgt auch Risiken für die Produktivität der Mitarbeiter.

Vor der eigentlichen Migration sollte immer eine Inventarisierung der eingesetzten Hard- und Software stehen. Denn die Migration eines Rechners auf Windows 7 macht eine Neuinstallation des Betriebssystems und aller Anwendungen notwendig. Am Ende der Inventur sind dann folgende Fragen beantwortet: Welches Gerät steht wo? Welcher Anwender ist welchem Gerät mit welchen Rechten zugeordnet? Welche Anwendungen sind wo installiert?

Die Kompatibilität testen

Einer wichtiger Schritt des Migrationsprojekts ist der Test aller Anwendungen unter Windows 7. Die IT-Abteilung muss sicherstellen, dass auch wirklich alle benötigten Funktionen einer Applikation erwartungsgemäß arbeiten und etwa bei geschäftskritischen Anwendungen keine Kompatibilitätsprobleme auftreten. Solche könnten die Produktivität der Benutzer während einer Umstellung schwer beeinträchtigen.

Von der Migration auf das neue Betriebssystem sind vor allem die Anwender betroffen. Da sich ihre gewohnte Desktopumgebung verändert, sollten sie von Anfang an in das Projekt einbezogen und auch geschult werden. Nur dann erreicht das neue Betriebssystem die gewünschte Akzeptanz. Erfahrungen aus verschiedenen Migrationsprojekten zeigen: Der Anwender sollte bei der Übergabe und Inbetriebnahme des neuen Clients vor Ort sein und eine Kurzeinweisung erhalten, damit sich die Arbeitsunterbrechung in Grenzen hält.

Generell ist das Upgrade auf ein neues Betriebssystem ein Change-Prozess. Daher lohnt sich auch für den Mittelstand ein Blick auf die IT Infrastructure Library, kurz ITIL. Das ITIL-Framework bietet mit seiner Sammlung praxisorientierter Verfahrensweisen (Good Practices) beim Change Management gute Anregungen für die optimale Vorbereitung und Planung der Betriebssystemmigration, des Hardwarewechsels oder des Upgrades anderer Anwendungen.

Tipps zur Migration auf Windows 7

 

  • Stellen Sie einen Zeitplan auf und bereiten Sie die Migration gründlich vor. Dazu gehört auch ein umfangreicher Kompatibilitätstest der Applikationen.
  • Am einfachsten ist die Migration auf Windows 7 gemeinsam mit einer Erneuerung der Clienthardware. In diesem Fall sollte genügend Platz für die Vorinstallation der Geräte oder das Löschen der Festplatten der Altgeräte vorhanden sein.
  • Inventarisieren Sie ihre Hardware- und Software-Assets vor der Migration.
  • Informieren Sie die Anwender von Anfang an über das Projekt.
  • Sichern Sie die lokalen Daten und persönlichen Einstellungen der Nutzer rechtzeitig.
  • Setzen Sie Migrationswerkzeuge oder Client-Management-Tools ein, um die Migration so weit wie möglich zu automatisieren.

 

 

 Bildquelle: © iStockphoto.com/Nikada

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