02.03.2017 6 Tipps für erfolgreiche Projektteams

So wichtig sind Softskills für die Digitalisierung

In Zeiten der Digitalisierung werden Softskills wie Empathie und Motivation immer wichtiger. Folgende 6 Tipps führen Projektteams dabei zum Erfolg.

Softskills in Projektteams

Auf Softskills kommt es in Zeiten der Digitalisierung bei Projektteams besonders an.

Wer heute mit einem Team erfolgreich sein möchte, sollte sich vor allem mit der Frage beschäftigen, wie es sich am besten führen lässt. Die Komplexität im Arbeitsalltag und die Überforderung der Mitarbeiter sorgen dafür, dass „Softskills“ eine wahre Renaissance erleben. Weil sich Unternehmen zunehmend in Projektstrukturen aufstellen und flache Hierarchien pflegen, müssen Führungskräfte neben dem klassischen Fachwissen und Methodenkompetenz immer mehr auch über altbewährte Softskills verfügen. Die nachstehenden Aspekte sollen laut Karolina Jackson-Ward, Produktmanager für Projectplace bei Planview, Denkstöße liefern und Projektleitern helfen, den richtigen Weg einzuschlagen:

1.    Fingerspitzengefühl ist gefragt

Wichtig ist ein Blick in die Psychologie, denn uns Menschen geht es im Grunde immer nur darum, Teil einer Gemeinschaft zu sein und Wertschätzung zu erfahren. Für das Gefühl „geliebt zu werden“, sind wir bereit viel zu leisten. Eine solche Motivation lässt sich aber nicht einfach „anknipsen“. Vielmehr müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit dieser eigene Antrieb entstehen kann. Von erfolgreichen Führungskräften kann man diesbezüglich viel lernen, u.a. wie es ihnen gelingt, ihre Mitarbeiter so zu motivieren, dass sie gerne und erfolgreich für ihren Chef arbeiten. Diese spezielle Form der Menschenführung erfordert Einfühlungsvermögen, Fingerspitzengefühl und nicht zuletzt ein vorbildliches Verhalten.

2.    Auswahl der Teammitglieder

Wichtig ist die Zusammensetzung eines Teams. Bei der Auswahl der verschiedenen Player sollte darauf geachtet werden, dass es untereinander keine Vorbehalte gibt und sich jeder auf den anderen verlassen kann. Ferner ist es wichtig, dass sich die Kompetenzen der Teammitglieder ergänzen und nicht kannibalisieren. Nur ein Team, das an einem Strang zieht und ein gemeinsames Ziel vor Augen hat, wird offen und kooperativ arbeiten und das Projekt voranbringen.

3.    Methoden können helfen

Gerade moderne Vorgehensweisen, wie etwa die Nutzung von Kanban Boards, können eine kooperative Arbeitsatmosphäre unterstützen. Projektleiter, die nach dieser Methode vorgehen schenken ihren Teammitgliedern nicht nur eine Menge Vertrauen, indem sie ihnen Freiraum gewähren. Sie ermutigen das Team zudem, sich gegenseitig zu unterstützen. Das impliziert zwar eine gewisse Form der Kontrolle, weil alle jederzeit sehen, was der jeweils andere macht, aber es erzeugt auch ein intensiveres Gemeinschaftsgefühl.

4.    Erst einmal gut zuhören

Coaching ist ein Begriff, der zunehmend im Kontext der Projektarbeit verwendet wird. Unter Coaching versteht man nicht das Liefern von Lösungen, sondern vielmehr das Vorantreiben der Entwicklung eigener Lösungen. Deshalb geht es in erster Linie darum, den Anderen zu verstehen, sich intensiv mit dessen Vorstellungen und Fähigkeiten zu befassen. Der Projektleiter muss die richtigen Fragen stellen, gut zuhören und die richtigen Schlüsse ziehen. Wem es gelingt, die einzelnen Teammitglieder und deren Anforderungsprofil zu verstehen, wird automatisch in der Lage sein, die richtigen Impulse zu setzen.

5.    Motivieren mal ganz anders

Das Benehmen, das andere Menschen dazu bringt, dass zu tun, was für sie gut ist – unbewusst, automatisch und zu deren eigener Zufriedenheit, wird vielfach als „Shaping“ bezeichnet. Um dieses Verhalten zu beherrschen, muss zunächst intensiv die Psyche des Menschen studiert werden. Zentraler Ansatzpunkt ist hier, dass jeder Mensch in seinem tiefsten Inneren um seiner selbst willen gemocht werden möchte. Das muss sich ein Projektleiter immer wieder bewusstmachen und versuchen, als eine Art Vorbild, den anderen in seinem Sinn zu prägen. So gesehen steht das Shaping im engen Kontext zur Motivation und kann ebenfalls Impulsfaktor für hervorragende Team- oder Einzelleistungen sein.

6.    Die innere Motivation wecken

Grundlegend für jeden Erfolg ist die Motivation, wobei der Eigenantrieb (internal motivation) und die externe Motivation (external motivation) unterschieden werden müssen. So kann ein Projektleiter etwa durch ein spezielles Belohnungssystem dafür sorgen, dass die Teammitglieder ein Ziel möglichst engagiert verfolgen. Die wirkliche Kunst aber besteht darin, sein Team durch Vertrauen, Aufrichtigkeit, Wertschätzung, Teamgeist und andere Faktoren so zu motivieren, dass sie ein Ziel verinnerlichen und es als ihr eigenes, persönliches Ziel annehmen. Diese innere Motivation ist der größte und wichtigste Schlüsselfaktor; gelingt es den Eigenantrieb zu wecken, ist nicht nur der Erfolg um eine Vielfaches wahrscheinlicher, sondern auch die Zufriedenheit jedes Einzelnen höher – ein positiver Kreislauf, von dem alle profitieren.

Bildquelle: Thinkstock/Stockbyte

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