Nomos Glashütte fertigt alle Uhren am Standort im Erzgebirge mit einer Fertigungstiefe von bis zu 95%.
Nomos Glashütte fertigt alle Uhren am Standort im Erzgebirge mit einer Fertigungstiefe von bis zu 95%.
Glashütte gilt als Mekka der deutschen Uhrmacherkunst. Die Herkunftsbezeichnung wird besonders geschützt: Nur wer mindestens 50 Prozent der Wertschöpfung am Kaliber einer Uhr vor Ort leistet, darf diese Uhr als „Glashütter Uhr“ bezeichnen. Nomos Glashütte fertigt bis zu 95 Prozent eines jeden Uhrwerks in Glashütte. Aber nicht nur bei der Produktion der Uhren setzt man auf Unabhängigkeit. Was die Netzwerkinfrastruktur und Standortvernetzung angeht, setzen die Verantwortlichen auf die in Deutschland entwickelten Lösungen des Netzwerkherstellers Lancom Systems aus Würselen bei Aachen.
Das Herz von Nomos schlägt in Glashütte. Hier werden die Uhren produziert. Aber ein wichtiger Teil der Firma arbeitet mit der hauseigenen Kreativagentur im 200 Kilometer entfernten Berlin. Kürzlich kam eine Niederlassung in New York hinzu und es wurde nötig, die Standortvernetzung auszubauen, um einen reibungslosen Geschäftsablauf zu gewährleisten. „Unsere kreativen Köpfe und Designer haben hohe Ansprüche an das vorhandene Netzwerk in den Büros“, betont IT-Leiter Jens Körner. „Heutzutage wird quasi schon vorausgesetzt, dass ich mit meinem Notebook oder Tablet von überall in der Firma aus arbeiten und Daten oder Grafiken hin- und herschieben kann, ohne Leistungs- oder Verbindungsabbrüche zu erleben“, begründet er.
Daneben ist die sichere und verschlüsselte Übermittlung der Daten per VPN-Anbindung für unabhängige Unternehmen auch nicht unerheblich. „Die professionellen Netzwerkgeräte helfen uns dabei, dass sich unsere Mitarbeiter keine Gedanken um ihre Netzwerkverbindung machen müssen. Auch wenn sie mal an einem anderen Standort zu Besuch sind, können sie frei und zuverlässig weiter arbeiten“, erklärt Körner die Anforderungen an das Arbeitsumfeld der Mitarbeiter.
Nomos besitzt in Glashütte drei Produktionsstätten. Die Uhrwerkskomponenten entstehen im Stammsitz, dem alten Bahnhof nahe dem Stadtzentrum. Die Chronometrie, also der Ort, an dem die Uhren aus den einzelnen Bauteilen zusammengesetzt werden, liegt etwa einen halben Kilometer Luftlinie entfernt. Der dritte Standort befindet sich schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite.
Jens Körner über die Anbindung der einzelnen Gebäude: „Wir waren auf der Suche nach einer Netzwerklösung, mit der wir neben dem Austausch von großen Datenmengen für die Produktion auch eine stabile und ausfallsichere Netzwerkanbindung der Gebäude erhalten, ohne dabei viel an den Gebäuden verändern zu müssen.“
Für die Einbindung der internen Telefonanlage ins Firmennetzwerk sowie WLAN-Hotspots in den einzelnen Räumen sollte ebenfalls gesorgt werden. Doch damit nicht genug: „Wir planen zukünftig auch Prüf- und Justiergeräte durch eine Drahtlosanbindung in den Produktionsprozess einzubinden, um die Fertigungsabläufe zu optimieren."
Aufgrund der geographischen Lage der Produktions-standorte entschied man sich bei deren Anbindung für WLAN-Richtfunkstrecken. Die WLAN-Geräte ermöglichen einen verlustfreien Datenaustausch und eine schnelle Netzwerkanbindung per Drahtlosnetz. Für die Zukunft ist neben einem offenen WLAN-Hotspot für Besuchergruppen auch die Ausweitung der Abdeckung auf die Fertigungsräume geplant. Das Firmennetzwerk kann am Hauptstandort durch den Systemadministrator gesteuert und bei Bedarf erweitert werden.
Nomos Glashütte
Branche: Herstellung hochwertiger, mechanischer Armbanduhren
Gründung: 1990
Stammsitz: Glashütte im Erzgebirge, Büros in Berlin und New York
Mitarbeiter: 260
Bildquelle: Nomos Glashütte