Der Tintenstrahldrucker ist zurück in deutschen Büros. Aktuelle Entwicklungen in der Tintendrucktechnik machen die Produkte zu einer günstigen und hochwertigen Alternative zum Laserdruck. Dies bestätigt auch die Stiftung Warentest: In ihrer Oktober-Ausgabe testete sie beide Technologien und bescheinigt erstmals, dass alte Vorurteile von Tintendruckern mit teuren, schmierigen und ständig leeren Patronen längst der Vergangenheit angehören. Stattdessen sollen sich mit den Tintenstrahlprodukten vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen Kosten sparen lassen. Das Fazit des Tests: Generell drucken Tintenstrahlgeräte günstiger als Laserdrucker.
Die im Anschaffungspreis günstigen Tintenstrahldrucker haben an Technologie aufgerüstet und sollen inzwischen kosteneffizienter drucken. So können manche Geräte bis zu 50 Prozent der Kosten einsparen1. Doch damit nicht genug: Druckerhersteller investierten in der Vergangenheit in neue Tintenstrahldrucktechnologien und kontern nun mit Druckgeschwindigkeiten2 und Umweltfreundlichkeit, die sich vor allem durch Stromeinsparungen, einen leisen Druck und weniger Emission erklären lässt. Das Umweltbundesamt zeichnete mehrere Tintenstrahldrucker bereits mit dem „Blauen Engel“ aus. Nachdem seit Januar verschärfte Richtlinien gelten (RAL-UZ 171), erhielten beispielsweise die Tintenstrahldrucker der HP Officejet Pro X-Serie das neue Umwelt-Siegel. Die Druckerserie soll gegenüber einem vergleichbaren Laserdrucker bis zu 50 Prozent der Kosten einsparen. Und auch bei der Geschwindigkeit der Ausdrucke können es moderne Tintenstrahldrucker mittlerweile mit der Laserkonkurrenz aufnehmen. So drucken einige Modelle3 bis zu 70 Seiten pro Minute. Dies brachte sie sogar ins Guinness Buch der Rekorde.
Wenn beispielsweise eine Abteilung mit 50 Mitarbeitern etwa 30.000 Seiten im Monat druckt, würde ein Unternehmen üblicherweise drei größere Arbeitsgruppen-Multifunktionsdrucker kombiniert mit einem A3-Drucker in zentralen Druckerräumen einsetzen. Dabei entstehen über vier Jahre Gesamtkosten in Höhe von rund 73.440 Euro. Angenommen die Arbeitsgruppen-Drucker werden nun durch sechs neue Tintenstrahldrucker ersetzt, würde diese – ebenfalls über vier Jahre – Kosten von rund 59.956 Euro verursachen. Dies entspricht einer Einsparung von 18 Prozent.
1 Diese Ergebnisse erzielt die HP Officejet Pro-X Serie.
2 HP hat z.B. die HP PageWide Technology entwickelt. Dabei druckt ein fest eingebauter Druckkopf mit 42.240 Druckdüsen bis zu eine Millionen Tropfen pro Sekunde. Der Druckkopf ist fest fixiert – nur das Papier bewegt sich. Durch die neue Technologie schaffen Tintenstrahldrucker eine höhere Reichweite von bis zu 9.000 Seiten pro Toner, an die auch Laserdrucker nur schwer herankommen.
3 Diese Ergebnisse erzielt die HP Officejet Pro-X Serie.
www8.hp.com
www.test.de
Bildquelle: Thinkstock/ iStock