Der Kunststofftechnik-Spezialist Scherer & Trier ist im Laufe von über 40 Jahren zu einer international agierenden Unternehmensgruppe herangewachsen. Das Produktspektrum reicht von Abdeckungen bis hin zu Dachleisten. Als Komplettanbieter für Profile und Formteile aus thermoplastischen Kunststoffen bietet das Unternehmen seinen Kunden eine lückenlose Betreuung, von der Ideenfindung über die Produkt- und Prozessentwicklung bis hin zu Fertigung und Lieferung.
Für Scherer & Trier ist die Schnelllebigkeit der Automobilbranche täglich zu spüren. Neue Modelle, technische Innovationen und eine schwankende Auftragslage stellen das Unternehmen vor große Herausforderungen bei Produktion und Logistik. Flexibilität ist notwendig, um profitabel zu wirtschaften und im Geschäft bestehen zu können. Täglich liefert das Unternehmen aus dem fränkischen Michelau rund 16.000 unterschiedliche Kunststoffartikel an Automobilhersteller, und zwar „just in sequence“. Dies bedeutet, dass die einzelnen Teile nicht nur in der benötigten Menge, sondern auch in der richtigen Reihenfolge am Produktionsstandort des Autoherstellers eintreffen. „Wir müssen unsere Produktion flexibel auf die Kundenanforderungen ausrichten und Aufträge, Materialkosten, Personaleinsatz oder Produktionsauslastung exakt aufeinander abstimmen“, erklärt Dr. Hartmut Trier, Geschäftsführer und Inhaber von Scherer & Trier, „da fallen täglich mehrere Millionen Datensätze an.“
Integrierte In-Memory-Technologie
Angesichts dieser großen und stetig wachsenden Datenmengen waren aktuelle Umsatz- oder Produktionsberichte in der gewünschten Detailtiefe nur mit hohem Arbeits- und Zeitaufwand zu erstellen. Benötigte etwa ein Controller einen bestimmten Umsatzbericht pro Kunde oder Produkt, musste er die erforderlichen Daten erst mühsam aus dem ERP-System extrahieren und anschließend manuell in einer Tabellenkalkulation zusammenfügen. Das Unternehmen entschied sich, die Business-Intelligence-Suite von Jedox einzuführen. „Dank mitgelieferter Beispielberichte erhält der Nutzer schnell einen Überblick über die Reporting-Funktionalitäten“, erläutert Trier die Beweggründe. „Zudem können Anwender intuitiv und eigenständig mit der Lösung arbeiten, was Administrations- und Betriebskosten niedrig hält.“ Entscheidend war zudem der Geschwindigkeitsfaktor: Mit ihrem multidimensionalen In-Memory-Olap-Server garantiert die BI-Suite schnelle Abfragen, denn Daten werden direkt im Hauptspeicher des Rechners verarbeitet.
In kurzer Zeit hatte ein Projektteam Berichtswege und Auswertungsdimensionen definiert. „Bei größeren BI-Anbietern hat man es erfahrungsgemäß mit umfangreichen Implementierungsprojekten zu tun, die Monate dauern und viele Ressourcen verschlingen“, erläutert Trier. „Wenn man weiß, welche Informationen und Daten man wann benötigt, gelangt man mit Jedox hingegen schnell und mit überschaubarem Aufwand zum Ziel. In diesem Fall war das Projekt innerhalb einiger Wochen abgeschlossen.“
Daten beliebig filtern
Über Nacht lädt Scherer & Trier heute sämtliche Auftrags-, Kunden- und Produktionsdaten aus dem ERP-System in den Olap-Server. Am Folgetag lassen sich über die webbasierte Oberfläche Daten beliebig filtern: Kunden, Produkte, Fahrzeugmodelle und mehr. Zehn Nutzer aus Geschäftsführung und Controlling erhalten dadurch auf Knopfdruck tagesaktuelle, produktspezifische Auswertungen zu Umsätzen, Aufträgen, Personalkosten oder Produktionsausschuss.
Geschäftsführung und Controlling bei Scherer & Trier stehen die Entscheidungsinformationen auch über mobile Geräte zur Verfügung – ein Controller behält also auch unterwegs den Überblick über den aktuellen Produktionsstand. Hierfür mussten die Anwender lediglich die mobile App von Jedox installieren. Anschließend werden die Daten über einen Mobile Connector automatisch angebunden und für das mobile Gerät aufbereitet.
„Neben dem tagesaktuellen Produktionscontrolling eröffnet uns die BI-Lösung einen wertvollen Blick in die Zukunft“, sagt Trier. „Anhand von Istdaten und historischen Zahlen sind mit Hilfe der Suite Kosten- und Produktionssimulationen möglich.“ Dies liefert bei neuen Aufträgen oder kurzfristigen Kundenwünschen die nötige Grundlage, um die Produktion exakt zu planen und die Produktionsplanung in rollierenden Zyklen anzupassen. Ein Beispiel: Benötigt ein Kunde für ein neues Automodell kurzfristig eine neue Kunststoffabdeckung in einer bestimmten Menge, kalkuliert die Controllingabteilung innerhalb kurzer Zeit Materialeinsatz, Produktionskosten und benötigte Lieferantenleistungen. Auf diese Weise kann schnell und flexibel auf Kundenanforderungen reagiert werden. Dies erhöht die Nähe zum Kunden und minimiert das finanzielle Risiko einer Fehlberechnung.
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